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  • Tiere gehören nicht unter den Weihnachtsbaum

    Haltung von exotischen Tieren kann teuer werden – Anschaffung sollte wohl überlegt sein – RP-Expertin für Artenschutz gibt Tipps

    Gießen. Ein Haustier taucht auf vielen Wunschzetteln auf. Neben Hunden, Katzen, Kaninchen oder Meerschweinchen finden sich zunehmend Schildkröten, kleinere Reptilien und andere Exoten auf den Listen. Alle Jahre wieder landen die Tiere als Geschenk dann unter dem Weihnachtsbaum. Allerdings währt die Freude an dem Haustier oft nur kurz. Die Folge: Die unüberlegt gekauften Tiere werden bald „entsorgt“. Deswegen raten die Artenschutzexpertinnen und -experten des Regierungspräsidiums Gießen dringend von diesen Geschenken ab, wenn sie nicht wohl überlegt sind.

    „Viele Tierheime sind bereits jetzt voll ausgelastet, manche haben einen Aufnahmestopp ausgesprochen“, weiß Inga Ornizan vom zuständigen Dezernat mit Sitz in Wetzlar. „Tiere sind Lebewesen und keine Spielzeuge, Geschenke oder Accessoires“, unterstreicht Ornizan. Einem Tier ein Zuhause zu schenken, sei eine verantwortungsvolle Aufgabe. Das ist oft zeit- und kostenintensiv – und das nicht selten für viele Jahre. Vor allem die Haltung exotischer Tiere erfordert umfassende Sachkenntnis und die Haltung muss sehr speziell auf die Bedürfnisse der jeweiligen Art ausgerichtet sein. So werden für die artgerechte Unterbringung mancher Tierarten Terrarien mit hohen Temperaturen benötigt, die wiederum hohe Energiekosten verursachen können. Zudem werden die Tiere teilweise sehr alt. „Die lange Lebensdauer beispielsweise bei Schildkröten muss bei der Anschaffung bedacht werden“, verdeutlicht die Artenschützerin.

    Da einige exotische Tierarten z.B. aufgrund des Washingtoner Artenschutzübereinkommen geschützt sind, müssen die Halter bestimmte Bedingungen erfüllen. Neben der artgerechten Haltung müssen die erforderlichen Papiere (Herkunftsnachweis oder EG-Bescheinigung) vorliegen und die Tiere müssen bei der zuständigen Artenschutzbehörde registriert sein. Außerdem muss bei den streng geschützten Landschildkröten regelmäßig die Fotodokumentation von Bauch- und Rückenpanzer fortgeführt werden, wenn sie nicht gechipt sind. Ansonsten kann eine EG-Bescheinigung ihre Gültigkeit verlieren. Ohne erforderliche Unterlagen unterliegen die Tiere einem Besitzverbot und können unter Umständen sogar eingezogen werden. Tiere aus zweifelhafter Herkunft dürfen gar nicht erst gekauft werden.

    Auch die Kosten müssen bedacht werden. So sind etwa die Preise für Futter und Ausstattung oder tierärztliche Behandlungen gestiegen. Ein Schnellschuss sollte die Entscheidung für ein Haustier keinesfalls sein – weder für Exoten, noch für Hund und Co. „Viele Tierheime sind gefüllt mit Tieren, die während den Corona-Lockdowns unüberlegt angeschafft wurden“, berichtet Ornizan. Deswegen sei die Anschaffung eines Tieres immer gut zu durchdenken. Eine Überlegung wert wäre es, statt ein Tier zu verschenken, eine Tierpatenschaft oder eine Spende für Tierheime, Tierparks oder ähnliches als Präsent in Betracht ziehen, sagt die Artenschutzexpertin.

    Wer überlegt, sich unabhängig von Weihnachten ein Tier zuzulegen, für den hat Inga Ornizan Tipps. „Jeder sollte sich zuvor ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen.“ Kann ich mir ein Tier überhaupt zeitlich, räumlich und finanziell leisten? Und vor allem: „Eine solche Entscheidung sollte nicht überstürzt getroffen werden“, rät die Mitarbeiterin des Regierungspräsidiums.

    Wenn es dann tatsächlich so weit ist, sollte sowohl im seriösen Zoohandel als auch beim privaten Züchter darauf geachtet werden, dass beim Kauf geschützter Arten stets ein Herkunftsnachweis oder bei streng geschützten Arten eine amtliche Bescheinigung (EG-Bescheinigung) ausgehändigt wird. Wissen müsse man auch, dass die private Haltung gefährlicher Tiere in Hessen verboten ist. Das treffe zum Beispiel auf einige Schlangen, Spinnen, Krokodile, Skorpione und Großkatzen zu.

    Weitere Informationen zum Artenschutz und zur Haltung gefährlicher Wildtiere sind auf der Homepage des Regierungspräsidiums Gießen unter www.rp-giessen.hessen.de/natur/artenschutz zu finden.

    Bildunterschrift: Einige exotische Tiere, wie diese Griechische Landschildkröte, sind streng geschützt. Sie haben hohe Ansprüche an eine artgerechte Haltung und eine lange Lebensdauer. Eine Anschaffung sollte deshalb wohl überlegt sein. Foto: RP Gießen / Hasan Alp

  • Umweltbewusst Weihnachten feiern

    Verbraucherzentrale Hessen gibt Tipps für nachhaltigere Festtage

    Die Weihnachtszeit ist da und mit ihr die Vorfreude auf Festtagsgerichte und Geschenke. Gänsebraten, Plätzchen, Geschenkpapier und Weihnachtsdeko – was wir essen und verschenken hat Einfluss auf die Umwelt und das Klima. Die Verbraucherzentrale Hessen hat Tipps, wie Sie die besinnlichen Tage klimafreundlicher gestalten können.

    Für viele ist Weihnachten ein Konsumfest. Wir kaufen, schenken, essen und werfen im Anschluss auch viel weg. „Weihnachten geht auch nachhaltiger“, sagt Jana Broggini von der Verbraucherzentrale Hessen. Es gibt jede Menge Möglichkeiten, die Festtage klimafreundlicher zu feiern, ohne auf Besinnlichkeit verzichten zu müssen. Wie das geht, zeigen diese Tipps:

    Gänse aus tiergerechter Haltung und heimisches Wildbret
    Bio-Gänse oder Fleisch mit Labeln wie „Freilandhaltung“ garantieren eine tiergerechtere Haltung. Alternativ bietet sich fettarmes Wildbret aus heimischen Revieren an, solange bei der Jagd auf bleihaltige Munition verzichtet wird. Verbraucherinnen und Verbraucher können beim Kauf von Wildbret fragen, ob bleifreie Munition verwendet wurde oder nicht.

    Festtage mit pflanzenbetonten Alternativen
    Vegetarische oder vegane Festtagsrezepte wie Linsensalat, Semmelknödel mit Apfelrotkohl, Pilz- oder Maronenragout bieten köstliche und klimafreundlichere Alternativen.

    Regionales Obst, Gemüse und fair gehandelte Leckereien
    Verwenden Sie saisonales Obst und Gemüse aus der Region – wie Äpfel, Birnen, Wirsing oder Rotkohl. Für festliche Leckereien setzen Sie am besten auf Zucker, Nüsse und Schokolade, die fair gehandelt wurden.

    Kreative Resteverwertung und weniger Lebensmittelabfall
    Nach den Festtagen hilft kreative Resteverwertung, Lebensmittelabfälle zu minimieren. Rezepte finden Sie auf unserer Website. Übrig gebliebene Lebensmittel können Sie einfrieren oder mit anderen teilen.

    Geschenke aus der eigenen Küche und nachhaltigere Verpackung
    Selbstgemachte Köstlichkeiten wie Punschgewürz oder Backmischungen sind persönlich und nachhaltiger. Vermeiden Sie Verpackungsmüll durch umweltfreundlichere Alternativen wie Tücher, Altpapier oder wiederverwendbare Gläser.

    Natürliche Weihnachtsdekoration
    Gestalten Sie Ihre Weihnachtsdekoration aus gesammelten Naturmaterialien wie Zweigen, Moos und Kiefernzapfen für einen umweltfreundlicheren Festtagslook.

    Weitere Ideen finden Sie im digitalen Adventskalender des Instagram-Accounts verbraucherzentrale.hessen. Hinter jedem Türchen stecken Anregungen, Tipps und Anleitungen, wie jeder in der Weihnachtszeit Plastik sparen und klimabewusst essen kann.

  • RP Ullrich besucht mit dem Kinder-Palliativ-Team vom UKGM-Gießen die schwer kranke Marta

    Auf Visite mit Kinderärztin Dr. Vera Vaillant und Kinderkrankenschwester Beate Volbrecht vom  Kinder-Palliativ-Team Mittelhessen: Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich besucht als Schirmherr die schwer kranke Martha im Lahn-Dill-Kreis

    „Mich beeindruckt das menschliche Einfühlungsvermögen und die medizinische Professionalität“

    Gießen/Lahn-Dill-Kreis. In Martas Bett liegt neben dem Hai mit flauschiger Flosse auch eine Schultüte aus Stoff. Seit diesem Sommer ist das sechsjährige Mädchen nämlich ein Schulkind. Zuletzt hat sie jedoch immer wieder im Unterricht gefehlt. Phelan-McDermid-Syndrom lautet ihre Diagnose. Nur eine Winzigkeit, dafür mit weitreichender Folge: Am Chromosom 22 fehlt ein kleiner Baustein. Marta ist außergewöhnlich schwer betroffen. Manchmal kann sie nur schwer atmen und immer wieder treten völlig überraschend Krampfanfälle auf. Dass sie ein möglichst normales Leben führen kann, dafür sorgen ihre Eltern und die beiden Brüder. Unterstützt wird die Familie seit Juni vom Kinder-Palliativ-Team Mittelhessen des Universitätsklinikums Gießen-Marburg (UKGM), das zum wöchentlichen Hausbesuch in der Wohnung im Lahn-Dill-Kreis zu Besuch ist. Mit dabei ist an diesem Tag auch Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich in seiner Funktion als Schirmherr, um sich über die Arbeit zu informieren.

    „Wie geht’s denn Marta momentan?“, fragt Teamleiterin Dr. Vera Vaillant. Sie ist Kinderärztin und auf Palliativmedizin spezialisiert. Die Atmung sei abends wieder schwerer, sagt die Mutter. „Das Essen klappt mal, dann klappt es wieder nicht.“ Ein Gerät piepst. Es misst die Sauerstoffsättigung und den Puls. Der Besuch der Förderschule funktioniere einwandfrei. „Da wird alles lösungsorientiert gehandhabt“, berichtet Martas Vater. In den ersten fünf Lebensjahren hat sich die Familie weitgehend selbst organisiert. Sie pflegten Marta rund um die Uhr, sind mit anderen Betroffenen gut vernetzt oder erstellten sich selbst einen Plan für die vielen Medikamentengaben. Die Eltern sind im Laufe der vergangenen Jahre zu Experten im Umgang mit der schweren Erkrankung ihres Kindes geworden. Mittlerweile hat Marta sogar Anspruch auf eine Pflegekraft, die sie dauerhaft begleitet.

    Während Marta auf dem Schoß ihrer Mutter sitzt, klärt Ärztin Dr. Vaillant im Gespräch am Tisch die wichtigsten Punkte zum aktuellen gesundheitlichen Zustand. Da das Kinder-Palliativ-Team seit Juni wöchentlich kommt, ist ein enges Vertrauensverhältnis gewachsen, von dem alle profitieren: die Eltern genauso wie das Team – vor allem aber Marta. Es folgt eine routinierte Untersuchung. Martas Lunge und Bauch werden abgehört, der Zugang vom Katheter in den Magen, kurz PEG genannt, angeschaut und ein Blick in die Ohren und den Mund geworfen.

    Seit Anfang des Jahres hatte sich Martas gesundheitlicher Zustand stark verschlechtert. Das Paar entschied sich deshalb, das Kinder-Palliativ-Team Mittelhessen erneut hinzuzuziehen, von dem sie 2019 schon einmal unterstützt wurden. „Das, was vor einem halben Jahr funktioniert hat, funktionierte plötzlich nicht mehr“, berichtet Kinderkrankenschwester Beate Volbrecht über die Belastung der Eltern im Leben mit einem schwer kranken Kind. Sie besucht mit der Ärztin regelmäßig die Familie. „Unsere Arbeit ist darauf ausgerichtet, Stabilität und Sicherheit zu vermitteln.“ Im Vordergrund stehe einerseits Martas Lebensqualität, wie die Kinderärztin betont. „Andererseits ist es für uns genauso wichtig, die Bedürfnisse der Familie mit zu berücksichtigen“, erläutert Vera Vaillant.

    „Das kann man sich gar nicht vorstellen, was das für eine Entlastung und eine Hilfe ist, wenn wir jetzt in Akutsituationen nicht mehr alleine handeln müssen“, sagt die Mutter. Das Team ist nicht nur rund um die Uhr für die Eltern von aktuell 16 Kindern in ganz Mittelhessen erreichbar, es berät und kommt im Zweifelsfall auch sofort zu den Familien nach Hause. Außerdem koordiniert es die verschiedenen Unterstützungsstrukturen und hilft dabei, patientenorientierte Medikamentenpläne zu erstellen und diese immer wieder auf die Symptome abzustimmen. Basierend auf den individuellen Bedürfnissen und Wertevorstellungen der kleinen Patientinnen und Patienten sowie ihrer Familien werden gemeinsame Therapieziele, ein vorausschauender Behandlungsplan und das Vorgehen in Notfallsituationen besprochen und erarbeitet.

    Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich ist als Gast willkommen, denn das Kinder-Palliativ-Team Mittelhessen ist ihm ein Herzensanliegen, für das er sich seit sieben Jahren engagiert: „Von früheren Begegnungen weiß ich, wie wertvoll die Arbeit ist. Mich beeindruckt das menschliche Einfühlungsvermögen auf der einen Seite und auf der anderen die medizinische Professionalität.“ Er füllt seine Aufgabe als Schirmherr für das Projekt aktiv aus. Am Glühweinfest, zu dem der RP die Belegschaft einlädt, ist das Team jedes Jahr kurz vor Heiligabend dabei, berichtet und informiert über seine Arbeit und nimmt Spenden entgegen. In der Verwaltung selbst werden unabhängig davon in der Vorweihnachtszeit Spenden gesammelt. Alles zusammengerechnet kamen zuletzt fast 20.000 Euro zusammen. Unabhängig von der finanziellen Unterstützung braucht die Arbeit laut RP Ullrich noch mehr Aufmerksamkeit: „Das Kinder-Palliativ-Team muss noch viel bekannter werden und dazu möchte ich beitragen.“

    Viele Betroffene kennen die Möglichkeiten einer ambulanten Palliativversorgung nicht. Doch auch die spontanen Verknüpfungen führten in die Irre, wie Beate Volbrecht sagt: „Bei Erwachsenen denken die meisten bei dem Begriff Palliativmedizin daran, dass den Betroffenen nicht mehr lange Zeit zu leben bleibt.“ Viel wichtiger wäre hier ein Perspektivwechsel oder wie sie es mit einem Augenzwinkern formuliert: „Palliativversorgte Menschen leben länger.“ Aus Erfahrung des Kinderpalliativteams führt die verbesserte Lebensqualität und Behandlung von Symptomen oft zu einem längeren Überleben als zuvor vermutet wurde.

    Die regelmäßigen Therapieabsprachen und die Unterstützung erhöhen die Lebensqualität von Marta erheblich. Es trägt auch dazu bei, dass das Mädchen so viel wie möglich bei ihrer Familie sein kann, wie ihr Vater erklärt: „Was wir Zuhause machen können, machen wir Zuhause.“ Ein Klinikaufenthalt sei für die ganze Familie eine sehr belastende Situation. Auch das Gefühl der temporären Hilflosigkeit, wenn nachts etwa ein Krampfanfall ohne Vorankündigung auftrete, sei weitgehend weg. „Wir haben ja beide keinen medizinischen Hintergrund, da gibt uns die Telefonnummer des Kinderpalliativteams, die wir immer anrufen können, sehr viel Sicherheit.“

    Aus Rücksicht auf die sensible Situation der Familie wurden die Namen geändert.

    Stichwort: Kinder-Palliativ-Team
    Das Kinder-Palliativ-Team Mittelhessen des UKGM Gießen versorgt Kinder und Jugendliche mit lebenszeitbegrenzenden Erkrankungen, die eine komplexe Versorgung im häuslichen Umfeld benötigen. Für seine jungen Patientinnen und Patienten legt das aktuell achtköpfige Team jährlich ca. 150.000 Kilometer zurück und ist rund um die Uhr erreichbar. Eine Kontaktaufnahme für eine Beratung oder zur Aufnahme in die Versorgung ist jederzeit möglich. Da nicht alle Aufgaben von den Krankenkassen refinanziert werden können, ist das Team in Mittelhessen auch auf Spenden angewiesen. Nähere Informationen zu dem Team sind auf http://palliativpro.de/kinder zu finden.

    Bildunterschrift: Kinderärztin Dr. Vera Vaillant vom Kinder-Palliativ-Team Mittelhessen untersucht die sechsjährige Marta, die wegen des seltenen Phelan-McDermid-Syndroms schwer erkrankt ist. Mit dabei ist Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich, der sich als Schirmherr über die Arbeit informiert.

     Foto: RP Gießen

     

  • Trockenes Raumklima im Winter macht krank

    RP Gießen gibt Tipps, um Augenbrennen, Heiserkeit, Kopfschmerzen, Hautreizungen zu vermeiden – Welche Raumluftbefeuchter sind empfehlenswert?

    Gießen. Wenn im Herbst und Winter in den Hausarztpraxen Hochbetrieb herrscht und sich die Krankschreibungen häufen, wird gerne von der sogenannten Grippewelle gesprochen. Nicht immer hat man es mit der echten Grippe (Influenza) oder mit dem Corona-Virus zu tun, dennoch ist dann in jedem Jahr ein starker Zuwachs an Erkältungskrankheiten zu verzeichnen. Fühlen sich die Viren in der kalten Jahreszeit besonders wohl? „Das kann man tatsächlich so sagen, denn im Winter herrscht im Allgemeinen eine geringere Luftfeuchtigkeit“, erklärt Holger Lehnhardt vom Regierungspräsidium Gießen. Das für Arbeitssicherheit zuständige RP Gießen gibt Tipps, wie man in der kalten Jahreszeit bei der Arbeit oder auch zu Hause buchstäblich nicht auf dem Trockenen sitzt.

    Es ist mittlerweile erwiesen, dass ein direkter Zusammenhang zwischen der Luftfeuchtigkeit und der Aktivität von Erkältungsviren besteht. „Bei gesunder Luftfeuchtigkeit sterben Viren außerhalb des Körpers innerhalb von Minuten ab“, berichtet Lehnhardt weiter. Ein kritischer Wert liegt bei etwa 40 Prozent. Wird dieser unterschritten, sind die Viren mehrere Stunden lang überlebensfähig. „Sie haften an feinsten Tröpfchen, die sich beispielsweise durch Husten oder Niesen in großen Mengen im Raum verteilen.“ Sehr kleine Tröpfchen schweben wie Staub durch den Raum und können von anderen Menschen eingeatmet werden. „Diese mit Viren bepackten Aerosole führen dann manchmal dazu, dass ganze Familien oder auch große Teile einer Belegschaft innerhalb von Tagen darniederliegen“, berichtet der RP-Fachmann.

    Neben den Viren kommt noch ein weiteres Phänomen hinzu, das bei Trockenheit das Infektionsrisiko erhöht. „Feuchtere Luft ist in der Lage, eine größere Menge Staub zu binden.“ Dabei gilt die Regel: je trockener, umso mehr. „Dieser Staub reizt die Augen und Atemwege sowie die Schleimhäute, die ohnehin schon unter der trockenen Luft leiden.“

    Stellt sich die Frage, wie hoch sollte die Luftfeuchtigkeit sein und wie kann sie ermittelt werden? Diese wird mit Hilfe eines Hygrometers gemessen. Für Innenräume gilt zwischen 40 und 60 Prozent als gesunder Wert. Allerdings hängt ein behagliches Raumklima auch noch von zwei weiteren wesentlichen Faktoren ab, nämlich von der Lufttemperatur und der -bewegung.

    „Die Technischen Regeln für Arbeitsstätten geben je nach Körperhaltung und Arbeitsschwere verschiedene Mindestwerte für die Lufttemperatur in Arbeitsräumen vor“, erläutert Holger Lehnhardt. Diese schwanken von zwölf Grad bei schweren stehenden oder gehenden Tätigkeiten bis hin zu 20 Grad bei einer leichten, sitzenden Arbeit. Als Maximalwert für Arbeitsräume sind 26 Grad Lufttemperatur angegeben. Die Luftbewegung im Raum soll so gestaltet sein, dass keine Zuglufterscheinungen auftreten. In den Technischen Regeln für Arbeitsstätten wird ein mittlerer Luftgeschwindigkeitswert von 0,15 Meter pro Sekunde (m/s) genannt, der nicht überschritten werden sollte. Spätestens seit Corona ist auch bekannt: der Luftaustausch ist von großer Bedeutung. Belastete Raumluft lässt sich insbesondere durch regelmäßiges Querlüften gut aus den Arbeitsräumen beseitigen.

    Was kann aber gegen zu trockene Luft getan werden? Es liegt auf der Hand: Die Luft muss befeuchtet werden. Das Angebot für Luftbefeuchter ist auf den ersten Blick unübersichtlich. Angepriesen werden Nebelbrunnen, Luftwäscher, Verdunster, Verdampfer, Diffusoren, Zerstäuber und sogar bestimmte Zimmerpflanzen, die besonders viel Wasser an die Luft abgeben. Und alle verbessern das Raumklima – glaubt man den Beschreibungen – auf hervorragende Art und Weise. „Schaut man etwas genauer hin, reduziert sich die Auswahl im Wesentlichen auf drei gängige Gerätetypen“, klärt der RP-Experte auf.

    Gängige Gerätetypen

    Verdunstergeräte bestehen etwa aus einem Wasserbehälter mit einem Einsatz aus feinporigem Material. „Dieser Einsatz saugt Wasser mittels Kapillarwirkung auf, das an seiner sehr großen Oberfläche verdunstet.“ Ein Ventilator bläst die dadurch entstehende feuchte Luft in den Raum. Der Stromverbrauch ist in der Regel gering, genauso wie der Pflegeaufwand. Zum Entkalken können haushaltsübliche Mittel verwendet werden. Mit einer Verkeimung (z.B. durch Legionellen) muss bei diesen Geräten üblicherweise nicht gerechnet werden. Achtung beim Kauf: Das Gebläse sollte möglichst leise sein. Denn Verdunster müssen lange laufen, bis sich die Luftfeuchtigkeit spürbar erhöht.

    Verdampfergeräte funktionieren nach demselben Prinzip wie ein Wasserkocher“, sagt Lehnhardt. In einem Behälter wird Wasser durch Hitze in Wasserdampf überführt, der die Raumluft befeuchtet. „Auch diese Geräte sind aus hygienischer Sicht weitgehend unbedenklich, jedoch verbrauchen sie viel Strom. Dafür stellt sich der Erfolg schneller ein, als bei Verdunstern.“ Auf ein wichtiges Sicherheitsmerkmal sollte geachtet werden: Der Verdampfer sollte sich automatisch abschalten, wenn kein Wasser mehr im Behälter ist.

    Als dritte gängige Variante sind die Wasservernebler zu nennen. Dabei wird Wasser durch Ultraschall in eine hochfrequente Schwingung versetzt. Feinste Tröpfchen lösen sich aus dem Wasser, die einen Nebelschleier bilden. „Durch diesen Nebel erreicht man eine gute Luftbefeuchtung bei geringem Stromverbrauch.“ Der Nachteil: Nebel ist auch ein gutes Transportmittel für Keime und für Kalk. „Wird das Wasser nicht regelmäßig gewechselt, besteht die Gefahr, dass sich eine mikrobielle Verkeimung entwickelt. Die Keime können mit dem Nebel eingeatmet werden.“ Wird Wasser mit einem hohen Kalkanteil verwendet, kann sich beispielsweise auf den Möbeln in der Nähe der Geräte ein weißer Kalkfilm bilden.

    Die Preisspanne ist bei Luftbefeuchtern je nach Bauart, Leistung und Design sehr groß. Während kleine Ultraschall-Vernebler schon für weniger als 20 Euro angeboten werden, kann man bei hochwertigen Verdunstermodellen auch mal gut und gerne 400 Euro hinblättern. Vor einer Kaufentscheidung sollte auf jeden Fall an mehreren Tagen, möglichst bei unterschiedlichen Wetterlagen, die Luftfeuchtigkeit gemessen werden. Gängige Hygrometer sind im Handel schon für etwa zehn Euro erhältlich. Meistens messen sie die Luftfeuchtigkeit zusammen mit der Temperatur. „Der Messpunkt sollte dort gewählt werden, wo sich üblicherweise die Personen in dem Raum aufhalten.“ Steht das Hygrometer nahe an der Heizung oder am Fenster, kann dies die Messung verfälschen.

    „Für Arbeitsräume ist es übrigens keine Kür, sondern ein Muss, dass sich der Arbeitgeber um ein gutes Raumklima kümmert“, sagt der Arbeitsschützer. Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung spielen auch die sogenannten Arbeitsumgebungsfaktoren wie Licht, Geräuschpegel oder eben auch das Klima eine Rolle. Dabei ist der Stand der Technik, Arbeitsmedizin und Hygiene maßgeblich, der für Arbeitsräume in den Technischen Regeln für Arbeitsstätten beschrieben ist. „Gute Bedingungen tragen dazu bei, dass man sich am Arbeitsplatz wohlfühlt und Ausfalltage durch Krankheit niedrig gehalten werden“, sagt der RP-Fachmann. Arbeitsplätze mit einem gesunden Raumklima seien somit ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor.

    Bildunterschrift: Wenn es draußen kalt wird, steht das Thermostat gerne auf höchster Stufe. Die Konsequenz: Die Raumluft wird trocken und Viren können sich umso besser verbreiten. Dagegen hilft ein Luftbefeuchter, wie das Regierungspräsidium Gießen rät.

    Foto: © RP Gießen

  • Aktionen des Ordnungsamtes in der Advents- und Vorweihnachtszeit

    Auch für das städtische Ordnungsamt mit seiner Ordnungspolizei sind die kommenden Wochen eine besondere Zeit. Durch die starke Belebung der Innenstadt und der Fußgängerzone unter anderem durch den Weihnachtsmarkt wird in diesen Bereichen die besondere Aufmerksamkeit der Kolleginnen und Kollegen liegen. Denn gerade in der belebten Vorweihnachtszeit legen viele Besucher zu Recht Wert auf das Gefühl von Sicherheit. Dafür wurde extra eine entsprechende Dienst- und Einsatzplanung vorgenommen, die Präsenzkräfte werden durch Unterstützung von Bediensteten aus dem Innendienst erhöht und sind auch für die Wochenenden vorgesehen.

    Darüber hinaus wird die „Mobile Wache“ des Ordnungsamtes an allen vier Samstagen ab ca. 15 Uhr bis in den Abend hinein auf dem Kirchenplatz stehen und dient als Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger.

    Zudem möchte das Ordnungsamt in diesem Jahr besonderen Wert auf Aufklärung, Information und Werbung um ein positives Miteinander legen. An jedem Samstag wird es im Bereich der dezent weihnachtlich geschmückten „Mobilen Wache“ neben einer Wunschzettel-Aktion ein spezielles Thema geben, das Besucher dazu animiert, sich mit Sicherheits-Themen zu beschäftigen. Es sind alle herzlich eingeladen vorbeizuschauen.

    Geplante adventliche Aktionen:
    02.12.2023 – „Ordnungspolizei, wer wir sind, was wir dürfen, wie man einer von uns wird.“ Eine Selbstdarstellung mit Flyer und Werbefilm.
    09.12.2023 – „Gewalt-Sehen-Helfen“ – Information und Aufklärung rund um das Thema Gewalt.
    16.12.2023 – „Blaulichtfamilie Gießen – keine Gewalt gegen Rettungskräfte“ gemeinsam mit Vertreter*innen anderer Hilfsorganisationen.
    23.12.2023 – „Frohe Weihnachten“ – Offener Austausch mit der Bürgerschaft und Ende der Wunschzettel-Aktion. Diese begleitet alle Samstage und gibt den Mitbürgerinnen und Mitbürgern Gelegenheit, ihre Vorschläge und Anregungen zu formulieren.

    An allen vier Adventsamstagen werden an der „Mobilen Wache“ Schoko-Nikoläuse an die Kinder verteilt. Vorbeikommen lohnt sich so in vielerlei Hinsicht!

    Zusätzlich wird die Ordnungs- und Gewerbeabteilung mit ihren Kräften im Zusammenspiel mit der Ordnungspolizei im eigenen Aufgabenbereich Gaststättenbetriebe, Spielhallen, Taxen und Mietwagen kontrollieren. Ebenso wird die Einhaltung der HundeVO sowie die auf dem Weihnachtsmarkt geltenden Vorgaben der Festsetzung mit Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen und Unfallverhütungsvorschriften überwacht. Zudem bildet der Blick auf das Freihalten der Blindenleitstreifen sowie von Rettungswegen einen weiteren Schwerpunkt. Auch Kontrollgänge in Bereichen wie etwa hinter dem Kirchenplatz, Auf der Bach, der Parkplatz der kaufmännischen Schulen, Linden- und Brandgasse oder die Marktlaubenstraße genießen in der Aufgabenliste hohe Priorität.

    Alle eingesetzten Kräfte sind selbstverständlich jederzeit ansprechbar und stehen mit Rat und Tat gerne zur Seite. „Wir wollen mit diesen Aktionen zeigen, dass wir ein Gesicht haben und für die Menschen in Gießen und ihre Sicherheit da sind“, unterstrichen die Organisatoren.

    Hinweis

    Am 06.12.2023 findet ein weihnachtlicher Umzug der Blaulichtorganisationen in Gießen statt. Weitere Infos folgen.

  • Mach deine Briefe auf!

    Verbraucherzentrale Hessen hilft aktiv bei Schuldenprävention

    Der Schuhkarton voller ungeöffneter Briefe unterm Bett, unsortierte Post im Bücherregal oder einfach kein Durchblick mehr – die Beraterinnen und Berater der Verbraucherzentrale Hessen helfen vom 12.12.2023 bis zum 14.12.2023 beim Sortieren der Briefe und geben eine erste rechtliche Einschätzung zu deren Inhalt ab. Dieses kostenfreie Angebot besteht während des dreitägigen Aktionszeitraums in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Hessen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, Wartezeit sollte aber eingeplant werden. Adressen und Öffnungszeiten der Beratungsstellen und weitere Auskünfte zu dieser Kampagne über (069) 972010-900 und www.verbraucherzentrale-hessen.de/mach-deine-briefe-auf.

    Viele Menschen öffnen nicht regelmäßig ihre Post. Dies führt dazu, dass sie den Überblick über offene Forderungen verlieren, rechtliche Fristen versäumen und im schlimmsten Fall gerichtliche Titel unanfechtbar werden.

    Ungeöffnete Briefe sind ein Grund für Überschuldung

    So ging es auch Valerie S. Bei einer Bestellung, in die ein Zahlungsdienstleister eingebunden war, gab sie bei der Überweisung einen falschen Verwendungszweck an. Der Betrag wurde nicht auf ihr Konto zurückgebucht, weshalb sie davon ausging, dass alles bezahlt sei. Dennoch erhielt sie Mahnungen und Briefe von einem Inkassobüro. Irgendwann hörte sie auf, die Post zu öffnen. Es waren ja ohnehin nur Mahnungen darin. Die ursprüngliche Rechnung von 380,00 € hatte sich inzwischen um über 150 € für Mahnkosten und Zinsen erhöht. Valerie S. machte dennoch nichts. Auch den gelben Umschlag mit dem Mahnbescheid ignorierte sie. Monate später stand der Gerichtsvollzieher vor der Tür und wollte die Forderung sowie die Anwalts- und Gerichtskosten vollstrecken, wodurch die Forderung um weitere 200 € gestiegen ist. Erst danach suchte sich Frau S. Hilfe.

    „Wäre Frau S. früher zu uns gekommen, hätten wir die Forderung klären und wohl auch die Mahnkosten und Zinsen reduzieren können. Eine solche Schadensbegrenzung war in diesem Fall leider nicht mehr möglich, weil die Forderung unanfechtbar geworden ist“, sagt Gabriele Wolff, Leiterin der Beratungsstelle Frankfurt der Verbraucherzentrale Hessen.

    Im Falle von Frau S. kann daher der Gesamtbetrag vollstreckt werden. Frau S. kann zwar die Doppeltzahlung vom Anbieter zurückverlangen, solange keine Verjährung eingetreten ist. Auf den Mahn- und Gerichtskosten bleibt Frau S. aber sitzen.

    „Sind Zahlungsdienstleiter in eine Bestellung involviert, kann es zu Kommunikationsfehlern wie z.B. der Angabe eines falschen Verwendungszwecks kommen. Kümmert man sich dann nicht um eine Klärung, wird die Forderung routinemäßig über ein Inkassobüro verfolgt und im schlimmsten Fall ein Mahn- und sodann ein Vollstreckungsbescheid beantragt“, so Wolff weiter.

    Öffnen, Sortieren, Einschätzen

    Im Aktionszeitraum vom 12. bis zum 14. Dezember stehen in allen sieben Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Hessen und am Standort der Schuldnerberatung Fritzlar erfahrene Beraterinnen und Berater der Verbraucherzentrale Hessen bereit. Sie öffnen und sortieren gemeinsam mit den Ratsuchenden deren Briefe und geben eine rechtliche Ersteinschätzung zum Inhalt der Briefe ab. Wenn notwendig, leiten die Beratungskräfte direkt erste Schritte, wie Widerruf oder Widerspruch, ein. Bei Bedarf helfen die Beratungskräfte, mit einer Schuldnerberatungsstelle Kontakt aufzunehmen.

    Wer das Angebot nutzt, erhält zudem praktische Hinweise und Hilfsmittel, die es den Betroffenen einfacher machen können, ihre Briefe und Zahlungsverbindlichkeiten zu ordnen und sich selbst zu helfen.

    „Mit unserem Aktionsangebot wollen wir Betroffenen Mut machen, ihre Briefe zu öffnen und ihnen dabei helfen, ihre Lage einzuschätzen und Schulden zu vermeiden“, so Wolff weiter.

    Zusätzliche Veranstaltungen

    Begleitet wird die Aktionswoche von mehreren Veranstaltungen vor Ort in den Beratungsstellen und online zu den Themen
    • Vermeidung von Energieschulden – mehrere Präsenzveranstaltungen
    • Inkasso – Ihre Rechte und Pflichten – mehrere Präsenzveranstaltungen
    • Ablauf des Verbraucherinsolvenzverfahrens – eine Online-Veranstaltung
    Alle Veranstaltungsorte und Vortragstermine auf www.verbraucherzentrale-hessen.de/mach-deine-briefe-auf.

  • Arbeitslosigkeit sinkt im November nur leicht

    Arbeitslosenquote sinkt im November um 0,1 und liegt nun bei 4,6 Prozent
    87 Arbeitslose weniger als im Vormonat, 654 mehr als im November 2022
    Frauen profitieren am stärksten vom Rückgang der Arbeitslosigkeit
    Seitwärtsbewegung beim Zugang an neu gemeldeten Arbeitsstellen

    Auf dem regionalen Arbeitsmarkt schließt der November mit einem leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit. Im Bezirk der Gießener Agentur für Arbeit waren insgesamt 17544 Menschen arbeitslos gemeldet. 87 Personen weniger als im Oktober. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 und liegt aktuell bei 4,6 Prozent.

    Im November vor einem Jahr waren 654 Arbeitslose weniger gemeldet. Damals wurde eine Quote von 4,5 verzeichnet.

    „Aktuell sehen wir bei der Zahl der Arbeitslosen keine dramatischen Entwicklungen nach oben oder unten“, so Geschäftsführer Operativ der Arbeitsagentur Gießen, Michael Beck. „Das werten wir positiv. Jedoch bereitet die wirtschaftliche Lage und die nach wie vor niedrige Anzahl an neu gemeldeten Arbeitsstellen zunehmend Kopfzerbrechen. Was die Zahl der arbeitslosen Frauen anbetrifft, die saisonüblich in der Vorweihnachtszeit sinkt, zeigt sich auch in diesem Jahr eine gute Entwicklung für diesen Personenkreis. Ähnlich ist es bei den Jugendlichen. Auch hier bewegt sich die Quote auf einem vergleichsweisen niedrigen Niveau.“

    Unterbeschäftigung

    Die Anzahl der Menschen, die im abgelaufenen Monat in der „Unterbeschäftigung im engeren Sinne“ geführt wurden, ist um 222 Personen auf nun 24672 gesunken. Ein Jahr zuvor waren noch 1032 Personen weniger verzeichnet.

    Gemeldete Stellen

    Auch im November verharrte die Anzahl neu gemeldeter Arbeitsstellen auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.

    Den Arbeitsagenturen im regionalen Bezirk sowie den Jobcentern des Kreises Gießen und der Wetterau meldeten Arbeitgeber insgesamt 889 neue Stellen. Dies waren 323 Stellen weniger als im November des Vorjahres.

    Wie bereits im Oktober, ist der Bestand an offenen, sozialversicherungspflichtigen Stellen auch im abgelaufenen Monat gesunken. 5673 Arbeitsstellen waren zum Stichtag gemeldet, 1456 Stellen weniger als im November des Vorjahres.

    Männer und Frauen

    Geschlechtsspezifisch hat sich die Arbeitslosigkeit im November ungleich entwickelt. Während die Zahl der arbeitslos gemeldeten Männer leicht stieg, ist die Anzahl der arbeitslosen Frauen gesunken.

    9581 Männer waren im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen registriert. Dies waren 20 Personen mehr als einen Monat zuvor. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 4,8 Prozent. Im Vorjahresmonat waren 401 Männer weniger gemeldet. Die Quote lag damals bei 4,6 Prozent.

    Bei der Arbeitsagentur waren im November 7963 Frauen arbeitslos gemeldet, 107 weniger als im Vormonat. Die Quote blieb unverändert bei 4,5 Prozent. Im Vorjahresvergleich waren damals 253 Frauen weniger arbeitslos gemeldet. Seinerzeit lag die Quote ebenfalls bei 4,4 Prozent.

    Besondere Personengruppen

    Wie im Vormonat haben auch im November Jugendliche und Ältere vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitiert.

    Die Zahl der Jugendlichen, die auf der Suche nach einer Ausbildungs- oder Arbeitsstelle waren, ist im November um 91 zurückgegangen. 1546 Personen unter 25 Jahren waren insgesamt verzeichnet. Die Arbeitslosenquote ging um 0,2 Prozentpunkte auf nun 3,8 Prozent zurück. Im Vorjahresmonat waren 65 weniger gemeldet. Damals lag die Arbeitslosenquote bei 3,7 Prozent.

    Die Anzahl der über 50-jährigen Erwerbslosen ist im November um elf Personen auf nun 5848 Ältere gesunken. Die Arbeitslosenquote verharrte den vierten Monat in Folge bei 4,4 Prozent. Im Vorjahresmonat waren 421 ältere Menschen weniger arbeitslos gemeldet. Damals lag die Quote bei 4,1 Prozent.

    Regionale Unterschiede

    Die Zahl der Arbeitslosen hat sich nach Landkreisen betrachtet im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen unterschiedlich entwickelt. Während die Anzahl der Arbeitslosen im Landkreis Gießen stieg, wurde im Vogelsbergkreis und im Wetteraukreis ein Rückgang zu verzeichnet.

    Im Kreis Gießen waren im November insgesamt 8077 Menschen erwerbslos gemeldet, 74 Arbeitslose mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 und liegt jetzt bei 5,4 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Quote bei 5,2 Prozent. Damals waren 372 Menschen weniger registriert.

    Im Wetteraukreis ist die Zahl der Arbeitslosen im November um 107 Personen auf 7096 gesunken. Die Quote liegt jetzt, wie die zwei Monate zuvor auch, bei 4,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren im November 332 Erwerbslose mehr gemeldet. Seinerzeit lag die Arbeitslosenquote bei 4,0 Prozent.

    Im Vogelsbergkreis ist die Anzahl der Erwerbslosen im November zurückgegangen. 2371 Personen waren arbeitslos gemeldet, 54 Personen weniger als noch im Oktober. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 auf nun 4,1 Prozent zurück. Im Vorjahresmonat waren 50 Erwerbslose mehr gemeldet. Damals wurde eine Quote von 4,3 Prozent verzeichnet.

    Die beiden Rechtskreise (nach dem Sozialgesetzbuch II und III)

    Bei einer Betrachtung der Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (nach dem Sozialgesetzbuch III; Arbeitsagentur) und beim Bürgergeld der Jobcenter (nach dem Sozialgesetzbuch II), hat sich die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen unterschiedlich entwickelt. Während die Zahl der bei der Arbeitsagentur geführten Bewerber zurückging, ist die der bei den Jobcentern gestiegen.

    Bei der Arbeitsagentur Gießen (und den Geschäftsstellen in Bad Vilbel, Büdingen, Friedberg und Lauterbach) waren im November 5692 Personen gemeldet, 137 weniger als im Vormonat. Im Vorjahresmonat waren damals 194 Personen weniger registriert.

    Die Anzahl der in den Jobcentern geführten Erwerbslosen stieg um 50 Personen auf nun 11852. Ein Jahr zuvor wurden dort noch 460 Personen weniger geführt.

    Das Jobcenter Gießen betreute im November 5918 Arbeitslose, 131 Personen mehr als im Oktober.

    Im Jobcenter Wetterau waren im abgelaufenen Monat 4388 Arbeitslose gemeldet, 44 Personen weniger als im Vormonat.

    Bei der Kommunalen Vermittlungsagentur (KVA) im Vogelsbergkreis wurden insgesamt 1546 Arbeitslose im November geführt, 37 Personen weniger als einen Monat zuvor.

     

     

  • Weihnachtszauber

    Die StadtRaumBühne ist wieder auf dem Kirchenplatz zu finden und bietet täglich ein tolles buntes Programm für Groß und Klein. Für Kinder und Familien sorgt zum Beispiel das TINKO Kindertheater, Ballon B mit Zauberkunst und Bastelangeboten für Unterhaltung.

    Auch in diesem Jahr wird es Live-Konzerte geben, zum Beispiel mit Yerba Colorá, DoubleStroke, Killi und am Nachmittag des 14.12. wird es beim Selterstor und am 21.12. bei den Drei Schwätzern frostig und feurig. Besucher und Besucherinnen können an diesen Tagen die Handwerkskunst eines Eisskulpturenschnitzers bewundern. Außerdem zeigen Feuerjongleure ihre spektakulären Fertigkeiten.

    Der Nikolaus kommt: An den Adventssamstagen besucht der Nikolaus die Gießener Innenstadt und hat jede Menge Geschenke für die Kinder dabei.

    Die nächsten Termine

    Am Freitag, 01.12. kann mit DJ Errol auf dem Kirchenplatz getanzt werden.

    Sanfte Klänge gibt es am Samstag, 02.12. mit dem Chris Eversberg-Trio.

    Die Kinder können sich auch auf den Sonntag, 03.12. mit den Liedergärtnern freuen. Stefan Deubler-Kästner und Sabine Kästner verzaubern ab 14 Uhr nicht nur die Ohren der Kinder, sondern auch der Erwachsenen. Langeweile ist hier ein Fremdwort, es wird zum Mitmachen, Rätseln und Singen – aber auch zum Zuhören angeregt.

  • Glühwein genießen

    Im Dezember gibt es in Gießen nicht nur 1.000 Geschenkideen und schöne Momente auf dem Weihnachtsmarkt zu entdecken, sondern auch jede Menge tolle Aktionen.

  • Parken in Gießen

    Schon gewusst? Während des gesamten Dezembers können Sie in Gießen umsonst auf dem Parkplatz Messeplatz an der Ringallee parken. Somit stehen dort vom 1. bis 31. Dezember rund 600 kostenlose Parkplätze zur Verfügung.