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  • Europa feiert Geburtstag

    Regierungspräsidium Gießen gratuliert und weist zum Europatag am 9. Mai auf die Angebote des EU-Informationszentrums hin 

    Gießen. „Der Jahrestag der Schuman-Erklärung am Dienstag, den 9.Mai, ist immer wieder ein wichtiger Anlass, auf die Bedeutung der Europäischen Union für ein friedliches Leben in Freiheit und Wohlstand hinzuweisen“, sagt Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich. Erstmals hat die Europaministerkonferenz für dieses Jahr beschlossen, den Aktionszeitraum der Europawochen bundesweit einen Monat lang zahlreiche Aktionen stattfinden.

    Seit 2010 betreibt das Regierungspräsidium (RP) Gießen ein eigenes EU-Informationszentrum, das europäische Bildung und Beratung anbietet. Dieses steht allen Bürgerinnen und Bürgern Mittelhessens, Unternehmen, Vereinen und Verbänden mit Rat und Tat zur Seite. Egal, ob es um aktuelle europapolitische Fragestellungen geht, um die Suche nach geeigneten Förderprogrammen, um Wege ins europäische Ausland zur Schul-, Hochschul- oder beruflichen Bildung oder um die Unterstützung der Partnerschaftsarbeit der Städte und Gemeinden in unserer Region: die Beschäftigten im EU-Informationszentrum sind ansprechbar.

    Auch in diesem Jahr unterstützt das EU-Informationszentrum wieder zahlreiche Schulen, die mittelhessischen Hochschulen und einzelne Vereine bei deren Veranstaltungen in den Europawochen. „Wir halten die Menschen aus Mittelhessen über und für Europa auf dem Laufenden“, erläutert Regierungspräsident Ullrich. „Gerade die zeit der Corona-Pandemie, aber auch das vergangene Jahr im Eindruck des russischen Angriffskriegs in der Ukraine, haben uns darin bestärkt, dass die Stärke und Zukunft Deutschlands in der Frage eines sicheren Lebens in der Zusammenarbeit innerhalb der EU liegt.“ Das den Menschen tagtäglich näher zu bringen, sei die Aufgabe des EU-Informationszentrums im RP Gießen.

    Wer auf der Suche nach Informationsmaterial für die eigene Schule ist, für den Partnerschaftsverein oder ganz privat für sich selbst, wer Fragen hat zu Verbraucherthemen oder eine Veranstaltung zu Europa organisieren möchte und Unterstützung sucht, ist beim EU-Informationszentrum im Regierungspräsidium Gießen richtig. Zu erreichen sind die Kolleginnen und Kollegen per E-Mail über eu-informationszentrum@rpgi.hessen.de oder am Telefon unter 0641 303-3344. Weitere Informationen gibt es unter https://rp-giessen.hessen.de/eu-informationszentrum.

  • Stopp für Dammbau auf A49-Baustelle wegen Fund von schadstoffhaltigem Material

    Wegen Fund von schadstoffhaltigen Material: Regierungspräsidium Gießen stoppt Bau eines Damms an der A49 zwischen zwei Brücken bei Stadtallendorf

    Eingehende Untersuchungen zu Ursprung, Menge und Auswirkungen 

    Gießen. In einem Damm entlang der A49-Baustelle zwischen zwei Brücken in der Nähe von Stadtallendorf östlich des Ortsteils Niederklein wurde vereinzelt schadstoffhaltiges Material in Form von schwarzen Bruchstücken nachgewiesen. Dies hatte eine behördliche Vor-Ort-Überprüfung aufgrund einer Bürgerinformation durch einen Schnelltest ergeben. Bei dem Schadstoff handelt es sich um polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die häufig in alten Straßendecken enthalten sind. Da nur unbelastetes Material verbaut werden darf, hat das Regierungspräsidium (RP) Gießen gegenüber der bauausführenden Firma als Aufsichtsbehörde unmittelbar nach Vorliegen der Ergebnisse einen Baustopp für den gesamten Damm ausgesprochen. Die weiteren Arbeiten an der Autobahn A49 können fortgeführt werden.

    Zunächst wird nun untersucht, woher das Material in dem Damm stammt, in welcher voraussichtlichen Menge sich schadstoffhaltige Bruchstücke darin befinden und ob eventuell weitere Verunreinigungen vorhanden sind. Ist dieser Sachverhalt geklärt, entscheidet das RP Gießen, ob und in welchem Umfang weitere Untersuchungen notwendig sind sowie über die Dauer des Baustopps und den konkret davon betroffenen Bereich. Der betroffene Bauabschnitt befindet sich innerhalb der Wasserschutzzone II.

  • Die Bundespolizei informiert

    * Informationen zu Ausbildungs-, Studien- und Karrieremöglichkeiten bei der Bundespolizei am 11. Mai ab 15 Uhr im BiZ

    * Teilnahme auch über Live-Stream möglich

    Als Bundesbehörde ist die Bundespolizei für viele anspruchsvolle und abwechslungsreiche Aufgaben zuständig. Fast 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im mittleren, gehobenen und höheren Polizeidienst sowie im Verwaltungsdienst der Bundespolizei leisten dabei einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit in Deutschland und Europa.

    Welche Ausbildungs-, Studien- und Karrieremöglichkeiten bei der Bundespolizei bestehen erläutern die Einstellungsberater der Bundespolizei am Donnerstag, 11. Mai um 15 Uhr im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Arbeitsagentur Gießen. Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit sich in Einzelgesprächen individuell beraten zu lassen.

    Der Vortrag der Bundespolizei um 15 Uhr wird auch per Skype-Live-Stream übertragen. Der Anmeldelink kann über giessen.biz@arbeitsagentur.de angefordert werden.

    Die Veranstaltung richtet sich an Ausbildungsinteressierte und Arbeitssuchende gleichermaßen. Die Teilnahme ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.

    Doch auch über andere Berufe, Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten können sich Interessierte an diesem Nachmittag im BiZ informieren. Besonders interessant ist das Erleben von Arbeitsplätzen über VR-Brillen, die in 360 Grad-Videos dreidimensional Ausflüge in verschiedene Unternehmen ermöglichen.

    Das Berufsinformationszentrum kann ohne Termin besucht werden von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und donnerstags zusätzlich auch von 14 bis 18 Uhr.

    Alle Infos unter:

    www.arbeitsagentur.de/vor-ort/giessen/biz-giessen

  • Frühjahr beschert nachlassende Dynamik am Arbeitsmarkt

    • 17.947 Erwerbslose im April; 50 Personen mehr im Vergleich zum Vormonat.
    • Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den Jobcentern und KVA, Rückgang bei der Arbeitsagentur
    • Weniger neu gemeldete Arbeitsstellen
    • Ausbildungsmarkt: 1.868 junge Menschen noch unversorgt, 2.309 unbesetzte Ausbildungsstellen

    Im Monat April waren im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen 17947 Personen erwerbslos gemeldet. Das waren 50 Personen mehr im Vergleich zum Vormonat und 2256 mehr als im April 2022.

    Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,8 Prozent. Im Vorjahr betrug die Quote 4,2 Prozent.

    „Für einen April untypisch, stieg die Zahl der Arbeitslosen leicht. Eine nachlassende Dynamik zeigte sich auch beim Zugang an neu gemeldeten Arbeitsstellen. Offensichtlich agieren die Arbeitgeber etwas zurückhaltend bei der Besetzung von Arbeitsstellen“, kommentiert Eckart Schäfer, Leiter der Arbeitsagentur Gießen. „Umso erfreulicher ist jedoch die hohe Anzahl an Ausbildungsstellen, die uns bislang gemeldet wurden. Es ist ein gutes Zeichen, dass dringende Themen wie Fachkräftebedarf und Investition in den eigenen Nachwuchs nachhaltig bei den Unternehmen aufgenommen werden.“

    Unterbeschäftigung

    Die Unterbeschäftigung im engeren Sinne stieg im April um eine Person auf 25162. Im Vorjahr waren 3424 Personen weniger als unterbeschäftigt registriert.

    Gemeldete Stellen

    Arbeitgeber meldeten im abgelaufenen Monat April der Arbeitsagentur Gießen sowie den Jobcentern des Kreises Gießen und der Wetterau 959 neue Arbeitsstellen. Das waren 117 offene sozialversicherungspflichtige Stellen weniger als noch vor einem Monat. Im Vorjahr wurden 384 Arbeitsstellen mehr gemeldet.

    Im Bestand können auf 6238 Stellen zugegriffen werden, 206 weniger als im März. Im Vorjahresmonat waren 780 Arbeitsstellen mehr registriert.

     

    Männer und Frauen

    9972 Männer waren im Monat April arbeitslos gemeldet. Das waren 61 Männer weniger als noch im Vormonat. Im April 2022 waren 1033 Männer weniger gemeldet. Die Arbeitslosenquote blieb konstant bei 5 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Quote bei 4,5 Prozent.

    Im abgelaufenen Monat waren um 111 mehr und somit 7975 Frauen als arbeitslos registriert. Im Vorjahr waren noch 1223 Frauen weniger gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug im April 4,5 Prozent, unverändert zum Vormonat. Im Vorjahr lag die Quote bei 3,9 Prozent.

     

    Besondere Personengruppen

    Die Arbeitslosigkeit der jungen Menschen unter 25 Jahren sank leicht, um 8 Personen, auf 1681. Im Vorjahr waren 390 junge Menschen weniger registriert.

    Die Arbeitslosenquote lag bei 4,2 Prozent, unverändert zum vergangenen Monat. Im Vorjahr betrug die Quote 3,2 Prozent.

     

    Nachdem die Arbeitslosigkeit bei den Älteren über 50 Jahre drei Monate anstieg, sank die Zahl der Erwerbslosen im April um 82 auf 5751. Das waren 429 Personen mehr im Vergleich zum Vorjahresmonat.

     

    Die Erwerbslosigkeit bei der Personengruppe der Ausländer stieg den vierten Monat in Folge. 7047 Ausländer waren als arbeitslos registriert, 118 Personen mehr als im Vormonat März und 2033 mehr im Vergleich zu April 2022.

     

    Regionale Unterschiede

    Zum Bezirk der Arbeitsagentur Gießen gehören der Landkreis Gießen, der Vogelsbergkreis und der Wetteraukreis.

    Im Kreis Gießen waren im Berichtsmonat April 8145 Personen arbeitslos gemeldet, 96 mehr im Vergleich zum Vormonat. Im Vorjahr waren 858 Personen weniger gemeldet. Die Arbeitslosenquote stieg leicht um 0,1 auf 5,5 Prozent. Im Vorjahr betrug die Quote 4,9 Prozent.

    Im Wetteraukreis ist die Zahl der Erwerbslosen um 11 Personen auf jetzt 7273 gestiegen. Im April des Vorjahres waren 937 Personen weniger registriert.  Die Arbeitslosenquote bleib unverändert bei 4,3 Prozent. Im Vorjahr lag die Quote bei 3,7 Prozent.

    Im Vogelsbergkreis waren im April 2529 Personen erwerbslos gemeldet, 57 weniger im Vergleich zum Vormonat. Im April 2022 waren 461 Personen weniger registriert. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 auf 4,4 Prozent. Im Vorjahr lag die Quote bei 3,6 Prozent.

     

    Die beiden Rechtskreise (nach dem Sozialgesetzbuch II und III)

    Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (nach dem Sozialgesetzbuch III; Arbeitsagentur) ist die Zahl der Arbeitslosen im Berichtsmonat April gesunken. Die Zahl der Gemeldeten in den Jobcentern Gießen und Wetterau (nach dem Sozialgesetzbuch II) stieg an.

    Bei der Arbeitsagentur Gießen (und den Geschäftsstellen in Bad Vilbel, Büdingen, Friedberg und Lauterbach) waren im Monat April 6156 Personen arbeitslos gemeldet, 149 weniger im Vergleich zum Vormonat März. Im Vorjahr waren 578 Personen weniger registriert.

    Die Zahl der in den Jobcentern geführten Erwerbslosen stieg um 199 Personen auf nun 11791. Ein Jahr zuvor wurden dort 1678 Personen weniger geführt.

    Das Jobcenter Gießen betreute im April 5740 Personen, 107 mehr im Vergleich zum Vormonat. Im Vorjahresmonat wurden noch 496 Arbeitslose weniger dort geführt. Im Jobcenter Wetterau waren im April 4460 Personen gemeldet, 82 mehr als im März. Im Vorjahr waren noch 802 Personen weniger gemeldet.

    Bei der Kommunalen Vermittlungsagentur (KVA) im Vogelsbergkreis wurden insgesamt 1591 Arbeitslose im April geführt, 10 mehr zu März und 380 mehr im Vergleich zu April 2022.

     

    Ausbildungsmarkt

    Das aktuelle Berichtsjahr für den Ausbildungsmarkt 2022/2023 hat im Oktober 2022 begonnen und endet am 30. September 2023.

    Seit Beginn des Berichtsjahres waren im Agenturbezirk Gießen 3522 ausbildungsplatzsuchende Jugendliche registriert. Das waren 25 Bewerber mehr im Vergleich zum Vorjahr. Im April waren noch 1868 junge Menschen unversorgt.

    Den Bewerbern für eine Ausbildung standen seit Beginn des Berichtsjahres 3606 gemeldete Berufsausbildungsstellen gegenüber. Das waren im April 450 Stellen mehr im Vergleich zum Vorjahresmonat. 2309 Lehrstellen waren im abgelaufenen Monat noch unbesetzt.

     

    Hintergrund zum Ausbildungsmarkt:

    Bei den genannten Zahlen handelt es sich um eine Geschäftsstatistik der Bundesagentur für Arbeit. Es werden nur Ausbildungsstellen und Bewerber erfasst, die bei der Arbeitsagentur, den Jobcentern sowie den Kreisjobcentern gemeldet werden. Das Berichtsjahr beginnt am 1.10. eines Jahres und endet am 30.09.

    Der abschließende Ausbildungsmarktbericht wird Ende Oktober veröffentlicht.

  • Langweilig? Nicht beim RP

    Girlsʼ und Boysʼ Day: 36 Mädchen und Jungen schauen Beschäftigten des Regierungspräsidiums Gießen über die Schulter

    Gießen. Die Arbeit in einer Behörde ist eintönig und langweilig? Dass dieses Vorurteil nicht zutrifft, erlebten Jugendliche beim Girlsʼ und Boysʼ Day im Regierungspräsidium Gießen. „Bei uns gibt es mehr als 60 Berufe zu entdecken, vom Arbeitsschützer über Landschaftsplaner und Tierärztinnen bis hin zur Verwaltungsfachangestellten. Für jeden Geschmack ist etwas dabei“, betonte Regierungsvizepräsident Martin Rößler. Er begrüßte stellvertretend für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer vier junge Menschen, die Beschäftigten im Hauptsitz am Landgraf-Philipp-Platz in Gießen über die Schulter schauten.

    Alles in allem nutzen 36 Mädchen und Jungen in zwölf verschiedenen Dezernaten die Möglichkeit, sich zu informieren. Sie erlebten beispielsweise den Alltag einer Fachinformatikerin für Systemintegration und eines Verwaltungsfachangestellten und begleiteten den Pflanzenschutzdienst am Frankfurter Flughafen. Was macht eine Geografin? Und welche Aufgaben hat ein Sozialassistent in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge? Auch diese – und viele weitere – Fragen wurden geklärt.

    Das Regierungspräsidium Gießen ist einer der größten Arbeitgeber in Mittelhessen und bildet in einigen Berufen auch selbst aus. Klar, dass sich die Behörde am Girlsʼ und Boysʼ Day beteiligt. „Und wer weiß: Vielleicht findet die eine oder der andere ja wirklich später einmal den Weg zu uns – im Rahmen einer Ausbildung, eines Studiums oder als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter in einer unserer sieben Abteilungen“, sagt Martin Rößler. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite https://rp-giessen.hessen.de/karriere.

    Bildunterschrift: Regierungsvizepräsident Martin Rößler (3. v. r.) begrüßte Helin Kont (3.v. l.), Lina Hoffmann (4. v. r.), Sude Adigüzel (2. v. r.) und Clara Venediger (r.) gemeinsam mit Elisa Krug (Auszubildende, l.), Simon Wißner (Praktikant und angehender Auszubildender, 2. v. l.), Sylvia Stark (Dezernat Personal, Aus- und Fortbildung) und Benjamin Schäfer (Dezernat IT-Management und -betrieb).

  • Auf diese Marburger Technologie setzen die Chiphersteller

    Dockweiler Chemicals produziert essentielle Chemikalien für Halbleiter-Chips – Innovatives Unternehmen aus Mittelhessen auf Expansionskurs

    Gießen. Sie sind überall zu finden. Damit Computer, Smartphone oder andere elektronische Geräte noch schneller arbeiten, bedarf es Halbleiter-Chips. Für diese zentralen Bauelemente werden innovative Materialien benötigt. Die Firma Dockweiler Chemicals aus Marburg stellt Spezialchemikalien zur Produktion von Halbleiter-Chips her. Ein stark gefragtes Gut. Dementsprechend ist das mittelhessische Unternehmen auf Expansionskurs. Und ein Paradebeispiel für die Innovations- und Wirtschaftskraft in der Mitte von Hessen. Davon überzeugte sich nunmehr der Gießener Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich bei einem Firmenbesuch in der Universitätsstadt.

    „Dockweiler Chemicals ist eines von vielen positiven Beispielen, die die Bedeutung der Region Mittelhessen als Wirtschafts- und Bildungsregion unterstreichen“, sagte RP Ullrich. Der Regierungspräsident wurde dabei von den beiden Geschäftsführern Dr. Arnd Greiling und Dr. Jörg Koch begrüßt. Sie stellten ihr Unternehmen und die verschiedenen Tätigkeitsfelder vor. Dockweiler Chemicals ist aus einem Start-Up der Philipps-Universität Marburg hervorgegangen. 1993 wurde das heutige Unternehmen unter dem Namen Mochem GmbH gegründet. 2002 erfolgte der Verkauf an den internationalen Konzern AkzoNobel. 2006 wurde die Dockweiler Chemicals GmbH gegründet, die sich unter dem Markennamen Dock/Chemicals zu einem international gefragten Partner von Chipherstellern und exklusiven Spezialanbieter für Prozesschemikalien entwickelt hat. Mittlerweile befindet sich der Standort im Gebäude M217 der Behringwerke. Bauliche Erweiterungen sind dort geplant. Es herrscht eine große Nachfrage nach Halbleiter-Produkten. Aufgrund der aktuellen geopolitischen Entwicklungen partizipiert Dockweiler stark vom Aufbau weiterer Standorte der Halbleiter-Industrie in Europa.

    Das Unternehmen produziert Spezialchemikalien zur Herstellung von Halbleitern, die als Mikrochips etwa in Smartphones und Computern, Fahrzeugen und mittlerweile fast jedem Gerät mit Stromanschluss verbaut sind. Die Chemikalien müssen einen extrem hohen Reinheitsgrad aufweisen – weltweit sind nur wenige Chemiebetriebe in der Lage, diese Spitzenqualität zu liefern. „Spitzenqualität aus Mittelhessen, die auf hochtechnologischem Wissen und Expertise basiert“, unterstrich Regierungspräsident Ullrich. Für die Geschäftsleitung von Dockweiler Chemicals ist Mittelhessen ein Standortvorteil, aufgrund herausragender Möglichkeiten durch ein innovatives Netzwerk aus den Hochschulen Gießen und Marburg sowie dem Forschungscampus Mittelhessen.

    Verteilte sich früher der Absatzmarkt noch zu etwa je ein Drittel auf Europa, Asien und die USA, gebe es nunmehr eine Verschiebung in Richtung Europa. Aktuell würden rund 50 Prozent der Produkte in Europa abgesetzt. Angefeuert werde die Nachfrage etwa durch den Bedarf bei Photovoltaik, LEDs und Batterien für die E-Mobilität. Überall dort werden Halbleiter verbaut. Das Unternehmen verfügt über einen renommierten Kundenkreis. Alle „großen Player“ der Chip- und Hightech-Branche zählen dazu. Im Bereich der Spezialchemikalien-Herstellung für Halbleiter ist Dockweiler Chemicals „das einzige Unternehmen in Europa“ mit diesem breiten Angebotsportfolio.

    Wie genau sich dieses staffelt, erläuterte Kai Ronzheimer den Gästen. Der Produktionsleiter führte durch den Betrieb. Der soll neben den Ausbauplänen am Standort in Marburg nicht der einzige bleiben. Aufgrund des stark wachsenden Halbleiter-Marktes und durch neue Produkt-Innovationen wird ein enormes Unternehmenswachstum erwartet. Damit einhergehend ist der Plan zur Gründung eines amerikanischen Tochterunternehmens, den Dockweiler Chemicals USA, noch in diesem Jahr. Dann wird Dockweiler Chemicals auch dort zu finden zu sein.

    Bildunterschrift
    Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich (2. v. r.) informierte sich über das Unternehmen Dockweiler Chemicals in Marburg.

    Foto: RP Gießen

  • Die Stellenanzeige: Der Schlüssel zum Erfolg

    Online-Seminar für Arbeitgeber/innen:

    Die Stellenanzeige: Der Schlüssel zum Erfolg

    • Online-Seminar rund um das Thema „Stellenanzeige“ für Arbeitgeber/innen am 9. Mai

    Sie sind Arbeitgeber/in und auf der Suche nach neuen Mitarbeitern? Doch wie erreichen Sie potenzielle Stelleninteressenten? Der erste Weg führt zu einer Stellenanzeige.

    Hier gibt es viele verschiedene Variationen: von Print über Online und SocialMedia. Doch nicht nur das Medium auch die Gestaltung reicht von klassisch bis ausgefallen.

    Der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur Gießen beleuchtet gemeinsam mit interessierten Arbeitgeber/innen das Potenzial einer guten Stellenanzeige und zeigt verschiedene Möglichkeiten auf. Wie die Stellenanzeige der Schlüssel zum Erfolg wird, ist Thema im Online Seminar am 9. Mai um 10.30 Uhr.

    Die Anmeldung erfolgt unter: giessen.arbeitgeber@arbeitsagentur.de. Fragen beantwortet Frau Greb unter 0641 – 9393 494.

    Das Seminar ist kostenfrei.

    Bild: Arbeitsagentur

     

  • 25. April: Tag der Pflege und des Rettungsdienstes

    Veranstaltung im Berufsinformationszentrum (BiZ):

    Morgen, 25. April: Tag der Pflege und des Rettungsdienstes

    • Verschiedene Arbeitgeber aus der Pflege-Branche und dem Rettungsdienst in Vorträgen und im persönlichen Gespräch kennenlernen
    • Info-Nachmittag am 25. April von 10 bis 14 Uhr im Berufsinformationszentrum (BiZ)
    • Teilnahme auch über Live-Stream möglich

    Unter dem Motto „Ausbildung und Arbeit in Pflege und Rettungsdienst“ bietet die Arbeitsagentur Gießen gemeinsam mit Arbeitgebern aus dem Bereich der Pflege und Rettungsdienst am morgigen Dienstag, 25. April von 10 – 14 Uhr eine Informationsveranstaltung im Berufsinformationszentrum (BiZ), Nordanlage 60, Gießen an.

    Der Info-Nachmittag ist geprägt von Vorträgen und persönlichem Austausch an den Messeständen.

    Mit der Akademie für Pflegeberufe und Management apm, dem Asklepios Bildungszentrum Lich, der AWO Gießen, dem Deutschen Roten Kreuz, den Johannitern und dem Beratungsteam Pflegeausbildung vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) erhalten Besuchende zahlreich Informationen.

    Es gibt die Gelegenheit mit Nachwuchskräften und Beschäftigten ins Gespräch zu kommen und sich über berufliche Möglichkeiten zu informieren, sowohl im Bereich der Ausbildung, als auch zum Thema Seiteneinstieg in späteren Berufsjahren.

    Die Veranstaltung ist kostenfrei und kann ohne Anmeldung besucht werden.

    Die Kurzvorträge werden auch im Livestream übertragen. Anmeldedaten sind unter Giessen.BiZ@arbeitsagentur.de erhältlich.

    Alle Infos unter:

    www.arbeitsagentur.de/vor-ort/giessen/biz-giessen

  • Online-Coaching als Kostenfalle

    Verbraucherzentrale Hessen warnt vor unseriösen Coaching-Angeboten

     

    Auf sozialen Netzwerken häuft sich Werbung, die auf hochpreisige Coaching-Angebote aufmerksam macht. Diese bieten unter anderem Unterstützung und Beratung beim Aufbau des eigenen Online-Business an – oft mit dem Versprechen, in kurzer Zeit viel Geld verdienen zu können. Doch wie erkennt man, ob ein Coaching-Angebot seriös ist und wann man die Finger davon lassen sollte? Die Verbraucherzentrale Hessen gibt Tipps. 

    Tatjana M. aus Hessen war auf der Suche nach einem Coach, der sie bei ihrer Ausbildung zum „Glückscoach“ unterstützt. Die junge Frau war auf YouTube unterwegs, als sie auf eine Werbung für einen Coaching-Online-Kurs aufmerksam wurde. Bereits bei der ersten telefonischen Kontaktaufnahme wurde ihr zugesagt, nach nur wenigen Wochen Einnahmen im vierstelligen Bereich zu erzielen. Alles, was sie dafür tun müsse, sei ein Vertrag über ein Coaching-Produkt abzuschließen. Für Tatjana M. war der Traum vom Coaching spätestens mit Erhalt der Rechnung von mehreren Tausend Euro vorbei. Da Tatjana M. die versprochenen Ziele als nicht realisierbar einschätzte, wollte sie sich vom Vertrag lösen.

    „In solchen Fällen ist es schwierig, sich aus diesen Verträgen zu lösen“, so Olesja Jäger, Referentin Verbraucherrecht bei der Verbraucherzentrale in Hessen. „Den Betroffenen ist oft gar nicht klar, wer ihr Vertragspartner ist – Coachinganbieter oder Zahlungsdienstleister? Dieser, der für die Leistung verantwortlich ist, oder jener, der die Rechnung erstellt. Auch die angebotenen Leistungen werden nicht näher konkretisiert. Wollen die Betroffenen den Vertrag widerrufen, wird ihnen entgegengehalten, dass ihr Widerrufsrecht bereits erloschen sei.

    Vorsicht vor unseriösen Coaching-Anbietern 

    „Fühlen Sie sich bereits beim Erstgespräch zu einem Vertragsschluss gedrängt und wird ihnen ein schneller, einfacher und wirtschaftlicher Erfolg suggeriert, dann sollten alle Alarmglocken läuten“, mahnt Olesia Jäger. „Bei Anbietern, die Superverdienste ohne Anstrengung verheißen, ist Vorsicht angebracht. Zumeist handelt es sich um unseriöse Anbieter.“ Wer sich auf YouTube oder anderen Social-Media-Kanälen vor unseriösen Coaching-Anbietern schützen möchte, sollte ein paar Tipps beherzigen:

    • Lassen Sie sich nicht von exorbitanten Versprechen zu hohen Umsätzen verleiten.
    • Meiden Sie Berater, die Sie zu Coaching-Produkten drängen und Sie sofort zu einem Vertragsabschluss bewegen wollen.
    • Meiden Sie Vertragsabschlüsse via Telefon, 0hne dabei wirklich zu wissen, mit wem Sie was zu welchen Kosten vereinbaren.
    • Unterschreiben Sie keinen Vertrag, wenn Ihnen die Vertragsinhalte unklar sind oder Sie diese nicht schriftlich bekommen.
    • Seien Sie vorsichtig bei Online-Coaches, die mit vielen Followern, Likes und positiven Kommentaren werben. Diese sind kein Garant für die Qualität und Seriosität eines Auftritts.
    • Sollten Sie bereits einen Vertrag abgeschlossen haben, dann machen Sie keinen Gebrauch von der Dienstleistungen und widerrufen Sie innerhalb der 14-tägigen Widerrufsfrist den Vertrag mit Einwurf-Einschreiben.
  • Wie gelingt der Berufseinstieg – Unternehmen stehen Rede und Antwort

    Podiumsdiskussion Live mit Studierenden der JLU und THM Gießen und Unternehmen aus der Informations- und Umwelttechnologie.

    Thema: Wie gelingt der Berufseinstieg – Unternehmen stehen Rede und Antwort

    31. Mai / 18 – 19.30 Uhr, Alten Steinbacher Weg 44, Raum 012

    Anmeldung: Über Stud.IP oder Career-Services@zfbk.uni-giessen.de

    Kann ich mich überhaupt auf eine Stelle bewerben bei der Berufserfahrung gewünscht ist? Habe ich schon gute Chancen mit einem Bachelor oder sollte ich noch einen Masterabschluss erlangen? Kann ich mich vielleicht sogar als Quereinsteiger*in bewerben?

    Sie berichten, was in Ihren Unternehmen – aber auch in den jeweiligen Branchen wichtig ist und wie Sie sich als Studierende gut auf den Einstieg vorbereiten können.

    Die Veranstaltung ist nicht nur interessant für Studierende aus Bereichen der Naturwissenschaft, Informatik, Geographie und Umwelt, sondern auch für Quereinsteigende und Studienzweifelnde, die Interesse haben, zwei spannende Arbeitgeber*innen in stetig wachsenden Branchen kennenzulernen.

    Die Podiumsdiskussion wird moderiert von Christiane Meyer-Fenderl, Hochschulberaterin der Arbeitsagentur Gießen und Nicole Feld-Götz, Ansprechpartnerin für Arbeit, Ausbildung und Arbeitgeberförderung im Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur Gießen.