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  • Trotz Pflege allein

    Verbraucherzentrale Hessen lädt zum verbraucherpolitischen Frühstück am Donnerstag, den 27.04.2023 um 9.00 Uhr ein

    Am Donnerstag, den 27.04.2023 von 9.00 bis 10.30 Uhr veranstaltet die Verbraucherzentrale Hessen ihr nächstes verbraucherpolitisches Frühstück (digital). Philipp Wendt, Vorstand der Verbraucherzentrale Hessen, diskutiert mit Abgeordneten der hessischen Landtagsfraktionen darüber, welche Unterstützung Pflegebedürftige und ihre Angehörigen vor allem in rechtlichen Fragestellungen benötigen und welche Herausforderungen sich daraus für die nächste Legislaturperiode ergeben. 

    Zum Jahresende 2021 haben sich in Hessen 368.400 Personen Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung in Anspruch genommen. Das entspricht einem Anstieg von 57.747 Personen oder 18,6 Prozent gegenüber den Erhebungen in 2019.

    Pflegebedürftig zu werden, bedeutet für die Betroffenen und ihre Familie einen Umbruch der bisherigen Lebensumstände. Sie sind konfrontiert mit einer unsicheren und unbekannten Situation. Eine Vielzahl von Fragen und Herausforderungen verlangen oftmals in kurzer Zeit nach einer Lösung. Dabei geht es nicht nur um die Frage der richtigen und angemessenen Pflege.

    Mögliche Konflikte entstehen daher nicht allein mit der Pflegeversicherung bei der Feststellung des Pflegegrads. Auch das Verhältnis zu Dienstleistern wie Heim und Pflegedienst ist von unterschiedlichen Interessen und vertraglichen Vorgaben geprägt. Dies zeigt sich zum Beispiel bei der Frage, ob Preiserhöhungen angemessen und zulässig sind.

    Diskutieren Sie mit 

    Die Verbraucherzentrale Hessen lädt alle Verbraucherinnen und Verbraucher aus Hessen ein, ihre Fragen an die Expertinnen und Experten zu richten. Eine Anmeldung über vorstandssekretariat@verbraucherzentrale-hessen.de bis zum 23.04.2023 erforderlich.

    Wer möchte, kann seine Fragen schon vorab mit der Anmeldung einreichen. Ansonsten besteht die Möglichkeit, im Verlauf der Veranstaltung Fragen entweder direkt oder per Chat an die Experten zu richten.

    Einwahl per Link 

    Für die Teilnahme sind ein PC oder Tablet sowie Kopfhörer und Mikrofon und eine gültige E-Mail Adresse erforderlich. Die Zugangsdaten zu der digitalen Veranstaltung erhalten alle, die sich zuvor angemeldet haben, rechtzeitig per Mail. Wer anonym teilnehmen möchte, kann sich mit einem Pseudonym anmelden und Kamera und Mikrofon deaktivieren.

     

  • Ton auf dem Hinweg, Fliesen auf dem Rückweg

    2. „Netzwerktreffen Schienengüterverkehr Mittelhessen“ in Limburg – Besuch bei der Obel internationale Logistik GmbH – Über Förderrichtlinien informiert 

    Gießen/Limburg. Die Verkehrswende ist in aller Munde. Auch der Güterverkehr muss sich dieser gewaltigen Herausforderung stellen. Doch wie kann das gelingen? Diese Frage beschäftigt Akteure aus verschiedenen Bereichen – von Kommunen, Unternehmen und Wirtschaftsförderern bis hin zu Ministerien und Bahnunternehmen. Das Regierungspräsidium Gießen hat sie zusammengebracht und das „Netzwerktreffen Schienengüterverkehr Mittelhessen“ ins Leben gerufen. Dieses hat sich zur Aufgabe gemacht, Antworten auf die vielen offenen Fragen zu liefern und die Beteiligten zu vernetzen. Nach dem Auftakt im Herbst fand jetzt ein zweites Treffen statt. „Verlagerung auf die Schiene – Fördermöglichkeiten zur Reaktivierung oder Errichtung von Verladeinfrastrukturen und Gleisanschlüssen“ lautete das Thema. Gastgeber war die Obel Internationale Logistik GmbH in Limburg, ein Bahn-Logistikunternehmen und positives Beispiel zur Verkehrsverlagerung aus der Region Mittelhessen.

    Hier erhielten die rund 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst detaillierte Einblicke in das System Schiene sowie die unternehmensspezifischen Prozesse und Abläufe im Tagesgeschäft am Railport des Standortes Limburg. Das Unternehmen als Teil der Rail&Sea-Gruppe ist unter anderem auf den Transport von Ton spezialisiert, der auf der Schiene von Limburg zur italienischen Fliesenindustrie im Großraum Modena gebracht wird. Um Leerfahrten zu vermeiden, sind auf dem Rückweg Fliesen mit an Bord. Die werden dann mit Lastkraftwagen den Kunden in Rhein-Main, Rhein-Neckar, aber auch dem Ruhrgebiet zugestellt. Neben den Ton- und Fliesentransporten werden auch weitere Güter wie Holz oder verschiedene Schüttgüter auf dem Railport in Limburg umgeschlagen. Dabei greift das Unternehmen auf moderne Ausstattung wie Waggons mit GPS-Tracking zurück und verlagert so jährlich circa 200.000 Tonnen Güter auf die Schiene, was in etwa 7.000 Lkw-Ladungen entspricht.

    Dr. Thilo Muthmann, Referent im Referat Eisenbahn und Schieneninfrastruktur des Hessischen Ministeriums für Wohnen, Energie, Wirtschaft und Verkehr, ergänzte die praktischen Einblicke durch zentrale Informationen zu den verschiedenen Förderrichtlinien auf Landes- und Bundesebene im Zusammenhang mit dem Schienengüterverkehr und der zugehörigen Infrastruktur. Die Zuständigkeit für den Schienengüterverkehr liegt beim Bund und die Bundesförderung geht einer Landesförderung vor. Jedoch betonte Dr. Muthmann, dass auf Basis der Förderrichtlinie des Landes Hessen neben Infrastruktur für den Schienengüterverkehr auch unternehmerische Untersuchungen zur Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit von Schienengüterverkehr unterstützt werden können. Damit geht sie in diesem Punkt über andere Landesförderrichtlinien und die Bundesförderung hinaus, die sich auf Fördermöglichkeiten der Infrastruktur konzentriert.

    Abgerundet wurde der Termin durch den Regionalen Schienencoach des Regierungspräsidiums Gießen, Jonas Goebel, und Marian Zachow, Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Marburg-Biedenkopf und ebenfalls Koordinator der Veranstaltungsreihe. Sie beleuchteten die gegenwärtige Situation sowie die Möglichkeiten und Bedeutung der Schiene, die diese im Bereich des Güterverkehrs mit sich bringt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Netzwerktreffens nutzten im Anschluss die Möglichkeit, sich weiter auszutauschen.

    Für dieses Jahr sind noch zwei Treffen geplant. Sie finden am 19. Juni und 14. November statt. Weitere Interessierte sind herzlich willkommen. Wer Teil des Netzwerks werden und in den Verteiler aufgenommen werden möchte, kann sich an Jonas Goebel (jonas.goebel@rpgi.hessen.de, 0641 303 2420) wenden.

     

    Bildunterschrift: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Netzwerktreffens informierten sich bei der Obel internationale Logistik GmbH in Limburg.

    Foto: RP Gießen

  • Girls' Day … Boys' Day

    • Klischeefreie Berufswahl ist das Motto des Girls´ und Boys´ Day am 27. April
    • Tolle Aktionen für Mädchen und Jungen

    Der bundesweite Girls´ und Boys´ Day will typische Rollenklischees bei der Berufswahl aufbrechen und dazu beitragen, dass weder Mädchen noch Jungen bei ihrer Berufswahl nur die typischen Mädchen- oder Jungenberufe im Auge haben. Der Girls´ Day ist schon seit vielen Jahren feste etabliert. Der Boys´ Day ist aus einer Initiative der zuständigen Bundesministerien, der Bundesagentur für Arbeit sowie Sozialpartnern und Vertretern aus den Ländern, Wissenschaft, Praxis und Wirtschaft hervorgegangen.

    Am 27. April von 14 bis 16.30 Uhr begeistert die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Arbeitsagentur Gießen, Christine Schramm gemeinsam mit Tech in the City e.V. Mädchen für „digitale“ Berufe und zeigt, dass IT viel mehr ist als nur Zahlen in den Computer zu tippen.

    Anmeldung unter www.vhs-kreis-giessen.de unter der Kurs-Nr. G-5550241. Die Teilnahme ist kostenfrei und richtet sich an Mädchen während der Berufswahl.

    Interessante Einblicke für Jungs gibt es am Boys´ Day (27. April) in die Berufe Erzieher, Grundschullehrer und Pfleger. Unter www.boys-day.de/ gibt es Infos zu den Ausbildungsberufen sowie Jungs, die bereits als Erzieher oder Pfleger arbeiten, erzählen von Ihren Erfahrungen.

  • Tag der Pflege und des Rettungsdienstes am 25. April

    Veranstaltung im Berufsinformationszentrum (BiZ):

    Tag der Pflege und des Rettungsdienstes am 25. April

    • Verschiedene Arbeitgeber aus der Pflege-Branche und dem Rettungsdienst in Vorträgen und im persönlichen Gespräch kennenlernen
    • Info-Nachmittag am 25. April von 10 bis 14 Uhr im Berufsinformationszentrum (BiZ)
    • Teilnahme auch über Live-Stream möglich

    Wer auf der Suche nach einem Beruf mit einer hohen sozialen Verantwortung und guten Zukunftsaussichten ist, kommt an Tätigkeiten in der Pflege und Rettungsdienst nicht vorbei. Ob in Krankenhäusern, Altenheimen, mobilen Pflegediensten oder im Rettungsdienst: Der Bedarf an gut ausgebildeten Kräften steigt stetig.

    Unter dem Motto „Ausbildung und Arbeit in Pflege und Rettungsdienst“ bietet die Arbeitsagentur Gießen gemeinsam mit Arbeitgebern aus dem Bereich der Pflege und Rettungsdienst am Montag, 24. April von 10 – 14 Uhr eine Informationsveranstaltung im Berufsinformationszentrum (BiZ), Nordanlage 60, Gießen an.

    Der Info-Nachmittag ist geprägt von Vorträgen und persönlichem Austausch an den Messeständen.

    Mit der Akademie für Pflegeberufe und Management apm, dem Asklepios Bildungszentrum Lich, der AWO Gießen, dem Deutschen Roten Kreuz, den Johannitern und dem Beratungsteam Pflegeausbildung vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) erhalten Besuchende zahlreich Informationen.

    Wie bereits im Vorjahr, wird es die Gelegenheit geben, mit Nachwuchskräften und Beschäftigten ins Gespräch zu kommen und sich über berufliche Möglichkeiten zu informieren, sowohl im Bereich der Ausbildung, als auch zum Thema Seiteneinstieg in späteren Berufsjahren.

    Das Highlight ist sicherlich die Besichtigung eines Rettungswagens sowie das praktische Ausprobieren an einer Pflegepuppe.

    Die Veranstaltung richtet sich an Ausbildungsinteressenten sowie an Arbeitnehmer/innen die sich rund um den Einstieg in den Pflege-Bereich informieren möchten. Die Veranstaltung ist kostenfrei und kann ohne Anmeldung besucht werden.

    Die Kurzvorträge werden auch im Livestream übertragen. Anmeldedaten sind unter Giessen.BiZ@arbeitsagentur.de erhältlich.

    Das BiZ steht an diesem Tag auch für Informationen zu allen weiteren Ausbildungs- und Studiengängen, zum Schreiben von Bewerbungen, der Nutzung der E-Services oder dem dreidimensionalen Erleben eines Betriebsbesuchs mit der VR-Brille zur Verfügung.

    Alle Infos unter:

    www.arbeitsagentur.de/vor-ort/giessen/biz-giessen

  • Landkreis Gießen auf dem Weg zur „Smart Region“

    Digitalisierungsbeirat nimmt Arbeit auf / Neue Internetseite mit Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung geht online

    Landkreis Gießen. Gemeinsam, regional, vernetzt: Unter diesem Motto macht sich der Landkreis Gießen auf den Weg zum Smarten Gießener Land – unterstützt wird er dabei von verschiedenen Projektbeteiligten aus den unterschiedlichsten Bereichen. Als eine von deutschlandweit 28 Modellkommunen und einziger Teilnehmer in Hessen wurde der Landkreis Gießen im Juli 2021 aus über 90 Bewerbungen für das Förderprogramm „Smart Cities“ ausgewählt. Insgesamt stehen den Projekten im Landkreis Gießen bis Mitte 2027 acht Millionen Euro zur Verfügung, 65 Prozent davon und somit rund 5,1 Millionen Euro beträgt die Förderung des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.

    „Während der ersten Projektphase bis Juni 2023 geht es insbesondere darum, eine Smart-Region-Strategie zu erarbeiten“, erklärt Landrätin Anita Schneider. „In die Entwicklung dieser Strategie möchten wir möglichst viele Perspektiven einfließen lassen. Der Kreistag hat daher die Einsetzung eines Digitalisierungsbeirats als beratendes Gremium beschlossen.“ Anfang März fand seine konstituierende Sitzung statt, in der Landrätin Schneider zur Vorsitzenden und Prof. Thomas Friedl von der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM), Fachbereich Gesundheit, zum Stellvertreter gewählt wurden.

    Der Digitalisierungsbeirat setzt sich zusammen aus den hauptamtlichen Dezernent:innen und Mitgliedern der Kreisverwaltung, Fraktionsvertreter:innen und Vertreter:innen der Kreiskommunen, aber auch aus Wissenschaftler:innen der Justus-Liebig-Universität Gießen und der THM, Expert:innen für digitale Barrierefreiheit sowie aus Bildungsträgern, Unternehmen und Verbänden. Der Beirat kann Empfehlungen beschließen und diese an den  Kreistagsausschuss weiterleiten. Dem Kreistag soll im kommenden Juli die Beschlussempfehlung über die finale Digitalisierungsstrategie vorgelegt werden.

    Fokus liegt auf Daten, Bildung, Gesundheit und Wohnen

    „Um die zur Verfügung gestellten Fördermittel nachhaltig einzusetzen, ist eine Priorisierung von Themengebieten entscheidend“, führt die Landrätin weiter aus. „Unsere Schwerpunkte liegen gemäß dem aktuellen Projektstand auf den Bereichen Datenmanagement, digitale Kompetenzen, Gesundheitsversorgung und nachhaltiges Wohnen.“ Mit einem sogenannten „Open Data Hub“ lassen sich große Mengen an Daten rechtskonform zusammenführen. Es handelt sich um eine Drehscheibe für Informationen, welche die Grundlage einer zukunftsgerichteten Entwicklung des Landkreises Gießen darstellt. Die potentiellen Anwendungsfelder sind ein intelligentes Verkehrsmanagement, die Erfassung von Umweltdaten und ein Open-Data-Portal zur Bürgerinformation.

    Für „Smart Gebildet“ wird in attraktive Lern- und Begegnungsorte investiert, um digitale Kompetenzen als Basis für soziale Teilhabe auszubauen. Unter „Smart Umsorgt“ fällt die Verbesserung der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum durch innovative Lösungen. „Smart Saniert“ umfasst derweil die Reduzierung des Energiebedarfs durch die energetische Sanierung von Wohngebäuden. „Als eine von deutschlandweit 73 Smart-Cities-Modellkommunen möchten wir neue Strukturen für all diese Zukunftsaufgaben schaffen“, fasst Landrätin Schneider zusammen. Mit dem Breitbandausbau im Landkreis Gießen habe man dafür in der Vergangenheit bereits den Grundstein gelegt.

    An Befragung teilnehmen und Digitalisierung mitgestalten

    Um zu erfahren, wie sich die Bürger:innen im Landkreis Gießen die digitale Zukunft in der Region vorstellen, hat das Projektteam Smartes Gießener Land eine Umfrage erstellt. Der Fragebogen soll dazu beitragen, ein umfassendes Bild darüber zu erhalten, welche individuellen Anforderungen und Bedürfnisse den Ausgangspunkt für die Regionalentwicklung bilden. Landrätin Schneider appelliert: „Wir möchten Sie herzlich einladen, sich aktiv an dem Entwicklungsprozess zu beteiligen, denn nur mit Ihren Ideen und Vorschlägen sowie einer umfangreichen Bestandsaufnahme kann die Transformation des Landkreises Gießen in ein Smartes Gießener Land gelingen.“

    Der Fragebogen liegt zusammen mit weiterem Informationsmaterial in den Stadt- und Gemeindeverwaltungen im Landkreis Gießen aus. Ebenfalls wurden die weiterführenden Schulen und Berufsschulen in Stadt und Landkreis Gießen damit ausgestattet. Online ist der Fragebogen zu finden unter isgb.gutbefragen.de/smartes-giessener-land. Weitere Informationen rund um das Smart-Cities-Projekt lassen sich auf der neuen Internetseite nachlesen unter smart.lkgi.de. Der Befragungszeitraum endet am 28. April 2023. Nachfragen beantwortet das Projektteam gerne per E-Mail an smart.region@lkgi.de.

    zur Umfrage

    Bildunterschrift: Der Digitalisierungsbeirat des Landkreises Gießen hat in seiner ersten Sitzung Landrätin Anita Schneider (links) zur Vorsitzenden und Prof. Thomas Friedl (rechts), Fachbereich Gesundheit der THM, zum Stellvertreter gewählt. (Foto: Landkreis Gießen)

  • Dein direkter Weg ins Stadtbüro

    Ab sofort kannst du mit der Giessen App deinen Termin im Stadtbüro buchen. Über den Banner auf der Startseite sowie über den Bereich „Service“ gelangst du direkt zur Online-Terminvereinbarung und kannst hier aus allen angebotenen Leistungen wählen, für welche du einen Termin buchen möchtest. In der App erhältst du direkt eine Übersicht über freie Zeiträume in den kommenden 30 Tagen. Nach der Eingabe der persönlichen Daten ist der Termin gebucht. Im Anschluss erhältst du noch eine Bestätigung an die von dir hinterlegte E-Mail-Adresse, kannst den Termin in deinen Smartphone-Kalender übertragen und dem Besuch im Stadtbüro steht nichts mehr im Weg.

  • Vom Biber bis zur Windkraft

    Gießen/Wetzlar. Es ist eine gute Tradition: Ein Mal im Jahr tauschen sich Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich und Expertinnen und Experten seiner Behörde in größerer Runde mit Vertreterinnen und Vertretern der Naturschutzverbände aus. Vergangenes Jahr noch als Videokonferenz, kamen die Frauen und Männer zum Jahresgespräch diesmal in den Räumlichkeiten der Abteilung Ländlicher Raum, Forsten, Natur- und Verbraucherschutz des Regierungspräsidiums in Wetzlar zusammen. „Der persönliche Austausch ist einfach deutlich besser und effektiver. Das ist ja gerade Sinn und Zweck der Veranstaltung“, stellte der Regierungspräsident zu Beginn fest.

    Zweieinhalb Stunden lang drehte sich alles um Themen aus dem Bereich Naturschutz. 16 Frauen und Männer waren der Einladung gefolgt. Diese vertraten den Nabu Hessen, den BUND Hessen, den Verband Hessischer Fischer, die Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz, den Landesjagdverband Hessen, die Botanische Vereinigung für Naturschutz in Hessen, den Wanderverband Hessen und den Landesverband Hessen der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Schnell wurde deutlich: Sie sind wichtige Beobachterinnen und Beobachter in Wald, Feld und Flur und stehen bei Bedarf auch unabhängig von den Jahresgesprächen mit dem Regierungspräsidium in Kontakt.

    Das Potenzial ungenutzter Feldwege, die Kompensationspflicht von Kommunen im Zusammenhang mit Bauleitplanverfahren, die Neuaufstellung des Regionalplans Mittelhessen oder Bibervorkommen sind Themen, die sowohl die Naturschützer als auch die Behörde beschäftigen. Sie standen ebenso auf der Tagesordnung wie die EU-Notfallverordnung, die die Genehmigung des Baus von Windkraftanlagen beschleunigen soll, oder auch die Wasserkraft, die Forstbetriebsplanung in Zeiten des Klimawandels und der Flächenverbrauch in Mittelhessen.

    Im Vorfeld hatten die Naturschutzverbände ihre Themen angemeldet. So konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Regierungspräsidiums gezielt darauf eingehen und beispielsweise über neue Verordnungen oder Erlasse berichten. Platz gab es aber auch für kritische Stimmen und Appelle seitens der Naturschützer. Die bezogen sich unter anderem auf Holzeinschläge im Forst oder Mindeststandards für den Bau von Photovoltaik-Freiflächenanlagen entlang von Autobahnen. Eine Bitte war zudem, Schutzgebiete besser zu beschildern in der Hoffnung, dass die Regeln zum Schutz von Tieren und Pflanzen dann eingehalten werden. Daran arbeitet die Behörde sukzessiv, wie versichert wurde.

    Den Abschluss bildeten aktuelle Informationen aus dem Regierungspräsidium. Gerrit Oberheidt, Leiter des Artenschutzdezernates, wies beispielsweise darauf hin, dass noch viele Fördergelder für unterschiedliche Naturschutzprojekte zur Verfügung stehen. „Sprechen Sie uns gerne an“, ermunterte er die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ein großes Thema ist derzeit der Biber. Dem Regierungspräsidium sind 90 Reviere bekannt, davon allein 50 im Vogelsbergkreis, wie der für das Wildtiermanagement zuständige Dezernatsleiter Jürgen Busse erklärte. Allerdings werden immer wieder illegal Dämme entfernt, was regelmäßig zur Anzeige gebracht werde.

    „Ich denke, sowohl die Verbände als auch wir als Behörde haben einmal mehr wichtige Erkenntnisse mitgenommen“, zeigte sich Abteilungsleiterin Sonja Heckrodt am Ende überzeugt. Sie bedankte sich für den angeregten und offenen Austausch. Auch sie betonte: „Kommen Sie gerne auf uns zu.“

    Bildunterschrift: Der Naturschutz ist ein Thema, das die Behörde und Verbände wie den Nabu beschäftigt.

    Symbolfoto: RP Gießen

  • Leichtsinn bei Montage von Photovoltaikanlagen

    Regierungspräsidium Gießen: Arbeitsschützer registrieren verstärkt Unfälle – Schutzvorschriften sind dieselben wie bei einer Neueindeckung

    Gießen. Die Energiewende wird sichtbarer: Immer mehr Häuser werden mit Photovoltaikanlagen bestückt. Bei der Montage auf Dächern müssen jedoch dieselben Arbeitsschutzvorschriften eingehalten werden, wie bei der Neueindeckung eines Dachs. Darauf weist das Regierungspräsidium (RP) Gießen wegen eines aktuellen Falls hin.

    Auf einer Baustelle im Lahn-Dill-Kreis führte die Montage einer PV-Anlage durch ein bundesweit tätiges Unternehmen zum Einstellen der Arbeiten und dem Einleiten eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens gegen das beauftragte Unternehmen. Durch einen telefonischen Hinweis wurde Bauingenieur Jörg Heller vom Regierungspräsidium Gießen darauf aufmerksam, dass ein Unternehmen damit begonnen hatte, auf einem Wohnhaus eine Photovoltaikanlage zu montieren. Dabei sind aber die vorgeschriebenen Maßnahmen gegen Absturzgefahren nicht getroffen worden. Nicht nur das: „An beiden Giebelseiten des Gebäudes fehlten bei Absturzhöhen von bis zu acht Metern jegliche Absturzsicherungen“, berichtet der Arbeitsschützer. „Im Traufbereich waren sie nur rudimentär vorhanden.“

    Der Gießener Baukontrolleur musste die Arbeiten mit einer kostenpflichtigen Anordnung mündlich vor Ort einstellen. Weitere Montagearbeiten dürfen nur dann fortgeführt werden, wenn alle erforderlichen Arbeitsschutzmaßnahmen getroffen worden sind. Jörg Heller musste wegen grober Arbeitsschutzmängel alleine im Monat März auf drei Baustellen die Montage von Photovoltaikanlagen stoppen. Deshalb weist das RP Gießen erneut alle Gebäudebesitzer und PV-Firmen darauf hin, dass auch bei der Energiewende die Vorschriften des Arbeitsschutzes gelten. „Abstürze aus großen Höhen verursachen fast immer schwere Verletzungen, mitunter mit Todesfolge, und damit einhergehendes Leid und können wirksam durch entsprechende Arbeitsschutzmaßen verhindert werden“, sagt der Arbeitsschützer. Das Ausstatten von Hausdächern mit Photovoltaikanlagen sei ein wichtiger Beitrag zur Energiewende. Fast immer handele es sich dabei jedoch um Arbeiten mit Absturzgefahr. Dazu sein abschließender Appell: „Leben und Gesundheit der eingesetzten Monteure gehören nicht zu den ,Erneuerbaren‘, sie dürfen keinesfalls aufs Spiel gesetzt werden.“

    Weitere Informationen erhalten Interessierte bei den Arbeitsschutzdezernaten im Gießener Regierungspräsidium auf der Homepage www.rp-giessen.de oder telefonisch unter 0641-303-3237 oder -8600.

     

  • Mittwochskonzert in der Bonifatiuskirche

    Orgel und Posaune

    Das nächste Konzert im Rahmen der Mittwochskonzerte findet in der Karwoche am 5. April 2023 um 19.00 Uhr statt. Unter dem Titel „Orgel+Posaune“ spielen Jana Frangart (Orgel) und Philippe Stier (Posaune) „eine Ivokation“ von Petr Eben, die „Sonata de Profundis“ von Juraj Filas, die „Morceau Symphonique“ von Alexandre Guilmant und weitere Werke u.a. von Clara und Robert Schumann.

    Jana Frangart wurde 1997 in Neustadt an der Weinstraße geboren. Sie ist mehrfache Preisträgerin des Wettbewerbs „Jugend musiziert“, zuletzt in der Kategorie Klavier Solo, in der sie einen 2. Landespreis erhielt. 2018/2019 war sie Stipendiatin des Deutschlandstipendiums. Aktuell studiert sie Kirchenmusik und Lehramt für Gymnasien (Musik und Geschichte) an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst sowie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

    Philippe Stier ist ab der Saison 2023/24 Soloposaunist des mdr-Sinfonieorchesters Leipzig. Er war Jungstudent an der Musikhochschule in Nürnberg. Bereits vor Beendigung seines Bachelors trat er eine Stelle als Soloposaunist am Stadttheater Gießen an. 2021 gewann er beim Deutschen Musikwettbewerb als Bester seines Fachs ein Stipendium der Konzertförderung.

    Schon während seines Studiums musizierte er mit Spitzenorchestern wie dem hr-Sinfonieorchester oder dem Frankfurter Museumsorchester und war Mitglied des internationalen Schleswig-Holstein Festival Orchesters und des Gustav Mahler Jugendorchesters. Heute ist er gern gesehener Gast in Klangkörpern wie dem Gürzenich-Orchester Köln, dem Ensemble Modern oder Konzerthausorchester Berlin.

    Außerdem ist Philippe Stier ebenfalls vielseitig engagiert, so etwa als Initiator eines Musikprojekts für geflüchtete Jugendliche oder als Mitglied der Klimaschutzorganisation GermanZero.

    Der Eintritt ist frei, es wird jedoch um eine Spende zur Finanzierung der Konzertreihe gebeten.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage www.bonifatius-giessen.de.

  • Reopening + Vernissage: Mary-Audrey Ramirez. Forced Amnesia

    Nach fast einjähriger Pause und umfassenden Renovierungsarbeiten öffnet die Kunsthalle ab dem 14. April 2023 wieder. Ab 19 Uhr laden wir Sie herzlich zu der Vernissage der Einzelausstellung FORCED AMNESIA von Mary-Audrey Ramirez ein.

    Für ihre Soloshow kreiert die preisgekrönte luxemburgische Künstlerin mit Hilfe künstlicher Intelligenz Wesen, die aus einem Computerspiel entsprungen zu sein scheinen und schafft Räume, die Besucher*innen in ein Spannungsfeld von digitalen Technologien, Fantasie und Wirklichkeitserfahrung entführen.

    Laufzeit: 15.04. – 30.06.2023

    In Kooperation mit Casino Luxembourg – Forum d’art contemporain

    Abb.: Mary-Audrey Ramirez. Critter trapped inside a snowflake, 2022, digital image, Courtesy of the artist + Martinetz, Cologne