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  • Hochwertige Folien und maßgeschneiderte Lösungen

    Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich und Landrat Dr Jens Mischak besuchen DUO PLAST AG in Lauterbach

    Gießen/Lauterbach. Bereits bei der Weltausstellung in London im Jahr 1862 wurde der erste Kunststoff präsentiert. Seitdem hat Plastik, das lange Zeit als Wundermittel gepriesen wurde, unterschiedliche Beliebtheit durchlebt. Dass Plastik nachhaltig hergestellt und genutzt werden und einen Beitrag zur Schonung natürlicher Ressourcen leisten kann, wurde dem Gießener Regierungspräsidenten Dr. Christoph Ullrich und Dr. Jens Mischak, Landrat des Vogelsbergkreises, bei einer Betriebsbesichtigung der DUO PLAST AG in Lauterbach präsentiert.

    Im Namen der Geschäftsführung begrüßten Dr. Sven Bernhard und Johannes van Horrick die beiden Gäste. Sie erläuterten die Unternehmensgeschichte und präsentierten die aktuelle Produktpalette. Das Unternehmen, das hochwertige Verpackungsfolien sowie maßgeschneiderte Lösungen für Ladeeinheitensicherung anbietet, wurde 1983 in Lauterbach gegründet. Es verfügt neben dem Werk in Mittelhessen noch über eine Produktionsstätte in Sünna/Thüringen und Vertriebsstandorte in Frankreich und Österreich. Zurzeit beschäftigt es rund 160 Mitarbeiter.

    Bei der Werksführung erläuterte Dr. Sven Bernhard, dass sein Unternehmen seit mehr als 25 Jahren daran arbeite, die Umwelt zu schonen und den CO2-Fußabdruck zu reduzieren. „Geleitet von dem Unternehmensgrundsatz ,Weniger ist mehr‘ übernimmt unser Unternehmen Verantwortung und entwickelt kontinuierlich innovative Produktlösungen wie etwa eine Stretchfolie mit einem Anteil von bis zu 65 Prozent Post-Consumer-Rezyklat, also Material, das bereits als Stretchfolie verwendet und anschließend recycelt wurde“, sagte Bernhard. Van Horrick ergänzte, dass DUO PLAST im Gegensatz zu den vielen anderen Marktteilnehmern seine Folien mit einem speziellen Verfahren produziert. Dadurch werden weit weniger Ressourcen benötigt als bei der Produktion von herkömmlichen Folien. „Die mit diesem Verfahren hergestellten Folien zeichnen sich durch enorme Haltekräfte für eine optimale Transportsicherheit sowie hohe Dehnbarkeit und Hafteigenschaften aus“, erklärte van Horrick.

    Dr. Christoph Ullrich zeigte sich beeindruckt von der Innovationskraft und der nachhaltigen Ausrichtung des Unternehmens. „DUO PLAST beweist einmal mehr, wie innovativ die Unternehmen in Mittelhessen sind“, freute sich der Regierungspräsident. „Der Vogelsbergkreis ist ein interessanter Wirtschaftsstandort mit innovativen Betrieben und Unternehmen“, unterstrich der Landrat und Wirtschaftsdezernent Dr. Jens Mischak. Bei der Firma DUO PLAST sei nachhaltiges Arbeiten und Wirtschaften in den Arbeitsalltag integriert und Ressourcenschonung spiele eine ganz große Rolle, lobte der Landrat.

    Bildunterschrift: Roman Kardapolow (2.v.r.) und Johannes van Horrick (r.) erläutern Landrat Dr. Jens Mischak (l.) und Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich (2.v.l.) die Herstellung und die Einsatzmöglichkeiten von Stretchfolien für den Versand von Gütern und Waren. Im Hintergrund ist noch Mitarbeiterin Xenia Schmidt zu sehen. Foto: RP Gießen

     

  • Tausende Zugvögel legen in Mittelhessen Rast ein

    Regierungspräsidium Gießen bittet Spaziergänger und Hundehalter um Rücksicht bei rastenden Tieren

    Gießen. Es ist ein gewohntes Bild im Herbst: In den Auen von Lahn, Wieseck, Ohm, Wetter und Horloff legen in den kommenden Wochen wieder Tausende Zugvögel, insbesondere Kraniche, eine Zwischenrast auf dem Weg in ihre Winterquartiere ein. Diese stehen zum Teil als EU-Vogelschutzgebiete unter Naturschutz und sind Schwerpunkte des mittelhessischen Vogelzuges. Das Regierungspräsidium Gießen bittet Spaziergänger und Hundehalter deshalb um besondere Rücksicht auf die rastenden Tiere, die sich ungestört auf den kräftezehrenden Weiterflug vorbereiten können sollen.

    Der dringende Appell aus dem Regierungspräsidium lautet daher: Hunde während der Vogelrast unbedingt anleinen und nicht die Wege verlassen. Es gilt zu verhindern, dass die Zugvögel erschreckt werden. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang auch: Abstand halten. Denn wer sich den rastenden Tieren nähert, kann damit ein panisches und kraftraubendes Fluchtverhalten auslösen.

    Die meisten dieser Kraniche steuern Überwinterungsgebiete in Südfrankreich, Spanien oder Nordafrika an. Von Rastplätzen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern kommend, sind aber auch kleinere, unauffälligere Zugvögel auf dem Weg in ihre Überwinterungsgebiete. Auch wenn sie auf den ersten Blick nicht zwingend als solche zu erkennen sind, ist Rücksichtnahme auf Vögel am Boden ein grundsätzliches Gebot in der Zugzeit.

    Foto: RP Gießen

  • Fokuswoche Vorsorge: Selbst bestimmen. Klarheit schaffen.

    Bereits zum vierten Mal: Verbraucherzentralen bieten bundesweit an fünf Tagen 25 kostenlose Online-Vorträge an

    Die „Fokuswoche Vorsorge“ der Verbraucherzentralen findet in diesem Jahr vom 04. bis zum 08. November 2024 statt. Bereits zum vierten Mal bieten die Verbraucherzentralen insgesamt 25 kostenlose Online-Vorträge rund um die Themen Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und digitaler Nachlass an. Die Teilnahme ist nach Anmeldung kostenlos. Die Vorträge finden während der gesamten „Fokuswoche Vorsorge“ von Montag bis Freitag jeweils um 15 Uhr und 18 Uhr statt. Alle Termine und Anmeldung auf www.verbraucherzentrale.de/fokuswoche-vorsorge.

    Die Frage, wer im Krankheitsfall die Vertretung übernehmen oder wie bei schweren Erkrankungen behandelt werden soll, betrifft Menschen jeden Alters. Meist sind schwere Erkrankungen oder Schicksalsschläge der Anlass dafür, sich mit diesen Themen zu beschäftigen. Während der „Fokuswoche Vorsorge“ besteht die Möglichkeit, sich an verschiedenen Tagen und Uhrzeiten zu informieren. Die etwa einstündigen Vorträge erleichtern den Einstieg in das Thema und schaffen eine solide Grundlage dafür, die benötigten Vorsorgeverfügungen aufzusetzen – zum Beispiel mit „Selbstbestimmt“ – den Online-Vorsorgedokumenten der Verbraucherzentralen.

    Während der „Fokuswoche Vorsorge“ bieten die Verbraucherzentralen folgende Online-Vorträge an:

    Patientenverfügung: Über Ihre Behandlung bestimmen Sie
    Ein plötzlicher Unfall oder eine schwer verlaufende Erkrankung – jeden kann es treffen. Wer älter als 18 Jahre und einwilligungsfähig ist, kann mit einer Patientenverfügung für solche Fälle vorsorgen. In einer Patientenverfügung lässt sich festlegen, welche Untersuchungen und Behandlungen in bestimmten medizinischen Situationen oder für den Fall der Pflegebedürftigkeit erwünscht oder nicht erwünscht sind. Die Patientenverfügung richtet sich sowohl an zukünftige behandelnde Ärzte, als auch an Bevollmächtigte und Betreuer. Sie wird nur herangezogen, wenn eine Person nicht mehr in der Lage ist, ihren Willen zu äußern.

    Neun Termine zur Auswahl:
    •Montag 04.11.2024, 15 Uhr und 18 Uhr,
    •Dienstag, 05.11.2024, 15 Uhr und 18 Uhr,
    •Mittwoch 06.11.2024, 18 Uhr,
    •Donnerstag 07.11.2024, 15 Uhr und 18 Uhr,
    •Freitag 08.11.2024 15 Uhr und 18 Uhr

    Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung: Wer entscheidet, bestimmen Sie
    Wer infolge Krankheit oder Unfall seine finanziellen und rechtlichen Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln kann, benötigt einen Menschen, der sich darum kümmert. Grundsätzlich bestimmt das Betreuungsgericht, wer für eine nicht entscheidungsfähige Person die gesetzliche Vertretung übernimmt. Wer hierzu konkrete Vorstellungen hat, kann in einer Betreuungsverfügung festlegen, wen das Gericht auswählen soll.

    Der Patientenverfügung eine Stimme geben oder Vorkehrungen für die Vertretung in rechtlichen und finanziellen Angelegenheiten treffen – das geht auch mit einer Vorsorgevollmacht. Gleichzeitig kann damit eine gerichtlich angeordnete Betreuung vermieden werden.

    In den Online-Vorträgen zeigen die Verbraucherzentralen, was im Einzelnen zu beachten ist und wo Stolpersteine liegen können.

    Acht Termine zur Auswahl:
    •Montag, 04.11.2024, 15 Uhr und 18 Uhr,
    •Dienstag, 05.11.2024, 18 Uhr,
    •Mittwoch 06.11.2024, 15 Uhr und 18 Uhr,
    •Donnerstag 07.11.2024, 15 Uhr und 18 Uhr,
    •Freitag, 08.11.2024, 18 Uhr

    Digitale Vorsorge- und Nachlassregelung: Was mit Ihren Daten geschieht, bestimmen Sie
    Immer mehr Menschen wickeln ihre Bankgeschäfte und andere Verträge online ab oder nutzen E-Mail- und Messanger-Dienste. Viele wichtige Vertragsdaten oder Informationen sind deshalb nur noch virtuell vorhanden. Bevollmächtigte und Erben haben oft keine Kenntnis von den Online-Accounts und den dazu gehörigen Passwörtern. Zusätzliche Vorsorge- und Nachlassreglungen werden daher immer wichtiger, damit Bevollmächtigte und Erben bei Bedarf schnell handeln können.

    Acht Termine zur Auswahl:
    •Montag, 04.11.2024, 18 Uhr,
    •Dienstag, 05.11.2024, 15 Uhr und 18 Uhr,
    •Mittwoch 06.11.2024, 15 Uhr und 18 Uhr,
    •Donnerstag, 07.11.2024, 18 Uhr,
    •Freitag 08.11.2024, 15 und 18 Uhr

    Weitere Informationen, alle Termine und Anmeldungen
    www.verbraucherzentrale.de/fokuswoche-vorsorge
    www.verbraucherzentrale.de/selbstbestimmt

  • Verbraucherberatung auf dem Land stärken

    Verbraucherzentrale Hessen hält eine höhere Förderung der Verbraucherberatung in den ländlichen Räumen Hessens für dringend erforderlich

    Beim verbraucherpolitischen Frühstück der Verbraucherzentrale Hessen diskutierte Philipp Wendt, Vorstand der Verbraucherzentrale Hessen, heute mit Abgeordneten der hessischen Landtagsfraktionen und Experten darüber, wie sich Verbraucherberatung in ländlichen Räumen stärken lässt.

    „Wir begrüßen das im Koalitionsvertrag festgehaltene Ziel der hessischen Landesregierung Verbraucherberatung dezentral verfügbar zu machen. Dies gilt es jetzt mit Leben zu füllen. Daher hat die Verbraucherzentrale Hessen ein Konzept vorbereitet, das wir der Landesregierung zur Umsetzung vorschlagen“, sagt Philipp Wendt, Vorstand der Verbraucherzentrale Hessen.

    Hürden abbauen
    50 Prozent der hessischen Bevölkerung leben in ländlichen Räumen, während viele Beratungsangebote, nicht nur der Verbraucherzentrale, in den Städten verfügbar sind. Der Zugang zu Beratungsangeboten ist für Menschen in ländlichen Räumen daher mit Hürden verbunden, die es abzubauen gilt. Der Ausbau der Telefon- und Videoberatung habe den Zugang für viele Menschen erleichtert. „Aus unserer inzwischen mehrjährigen Erfahrung mit digitalen Beratungsangeboten wissen wir jedoch, dass solche Angebote nicht für alle Menschen nutzbar sind. Digitale Angebote können daher keine Alleinlösung für fehlende Beratungsangebote vor Ort sein“, so Wendt weiter.

    Vernetzung vor Ort aufbauen
    Ziel sei es, dort zu beraten, wo die Menschen sind. Ein Beratungsbus oder eine Sprechstunde im örtlichen Rathaus, die alle vier Wochen erreichbar sind, erfülle die Bedarfe nicht. Notwendig sei eine enge Verzahnung und Zusammenarbeit mit bereits bestehenden Unterstützungsangeboten und örtlichen Zentren der Begegnung. „Wir wollen, dass Verbraucherberatung an den Orten bekannt ist, an denen Menschen über ihre Alltagsprobleme sprechen. So können wir niederschwellig und auf kurzem Wege unterstützen. Idealerweise wird die verbraucherrechtliche Frage in der konkreten Gesprächssituation durch einen Anruf erledigt“, erklärt Wendt.

  • „Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite“

    Informationsveranstaltung für neu gewählte und bereits amtierende Wahlbeamte aus dem Regierungsbezirk – Themen reichen vom Regionalplan bis zum Arbeitsschutz

    Gießen. Es ist eine gute, wichtige Tradition: Ein Mal im Jahr lädt das Regierungspräsidium (RP) Gießen die neu gewählten und die bereits amtierenden Wahlbeamtinnen und -beamten aus dem Regierungsbezirk ein, um die Aufgaben der Behörde vorzustellen und sich auszutauschen. „Es gibt viele Berührungspunkte. Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite“, sagte Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich bei der Begrüßung. Das unterstrichen auch die Führungskräfte und Beschäftigten aus den sieben Abteilungen, die über die Arbeit in den 45 Dezernaten informierten und Vorträge zu einzelnen Themen hielten. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Kommunalaufsicht, Regionalplanung, Windkraft, Flüchtlingsangelegenheiten, Arbeitsschutz sowie Förderprogramme zur Marktstrukturverbesserung, zur Umsetzung des Ökoaktionsplans und zu Projekten der Zusammenarbeit im ländlichen Raum.

    Der Einladung gefolgt waren die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister Alexander Schneider (Leun), Karina Schlemper-Latzel (Lohra), Andre Schlipp (Amöneburg), Simke Ried (Homberg (Ohm)), Björn Zimmer (Rabenau), Astrid Staubach (Herbstein), Dietmar Krist (Antrifttal), Alicia Bokler (Villmar), Oliver Hölz (Hüttenberg), Steffen Scharmann (Ulrichstein), Roland Hörster (Waldsolms), Mario Koschel (Weilmünster), Peter Blum (Waldbrunn), Christian Somogyi (Stadtallendorf) und Otmar Bonacker (Magistrat Stadtallendorf). Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich, der kommissarische Regierungsvizepräsident Jan Schneider sowie die Vertreterinnen und Vertreter der Abteilungen informierten aber nicht nur über verschiedene Themen, sondern standen insbesondere für Gespräche zur Verfügung.

    Zunächst hatten die Frauen und Männer die Möglichkeit, den „Weg eines Flüchtlings“ zu gehen. Sie besuchten das Ankunftszentrum in der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen in Gießen. Im Anschluss standen die Aufgaben des Regierungspräsidiums im Fokus. Erst ganz allgemein, dann anhand einiger Beispiele ganz konkret. Hierbei wurde unter anderem berichtet, dass der Entwurf des Regionalplans im ersten Halbjahr 2025 erneut offengelegt werden soll. Auch die Windkraft war Thema. Aktuell gibt es in Mittelhessen 479 Windenergieanlagen, weitere 43 stehen vor der Inbetriebnahme und in allen fünf Landkreisen laufen Genehmigungsverfahren. In Sachen Arbeitsschutz ging es konkret um den Breitbandausbau. Hier rät das Regierungspräsidium, die Arbeitsschützer über problematische Baustellen zu informieren. Nur so lassen sich Gefahren vermeiden, Mängel beheben und die Bedingungen für Arbeitnehmer verbessern.

    Bildunterschrift: Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich, der kommissarische Regierungsvizepräsident Jan Schneider und Führungskräfte aus den Abteilungen freuten sich über den Besuch der Frauen und Männer aus verschiedenen mittelhessischen Kommunen. Foto: RP Gießen

  • Frischer Wind im Herbst: Positive Impulse am Arbeitsmarkt

    Weniger Arbeitslosigkeit im September im gesamten Agenturbezirk! So sank die Zahl der Arbeitslosen um 623 auf aktuell 19190. Die Arbeitslosenquote sinkt um 0,2 Prozentpunkt auf nun 5,0 Prozent.

    Im Vorjahresmonat waren zum gleichen Zeitraum noch 1252 Menschen weniger gemeldet. Die Quote lag im September 2023 bei 4,7 Prozent.

    „Dank einer saisonüblichen Herbstbelebung zeigt sich der heimische Arbeitsmarkt im September robust. Die Arbeitslosigkeit sank leicht, da viele Betriebe nach den Ferien Einstellungen vornahmen. Außerdem wurden zahlreiche Auszubildende in ein Arbeitsverhältnis übernommen und junge Menschen begannen ein Studium.“, erklärt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Gießen, Michael Beck, zur jüngsten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Gießen.

    „Gleichwohl bleibt der Fachkräftebedarf eine Herausforderung. Besonders Unternehmen sollten daher verstärkt auf Weiterbildung und Fördermöglichkeiten zur Teilqualifizierungen von Beschäftigten setzen, um dieses Potenzial zu nutzen. Die Arbeitsagentur kann hier häufig beratend und finanziell unterstützen. – Wir können auf keine Arbeitnehmerin und keinen Arbeitnehmer verzichten.“, betont der Agenturchef abschließend.

    Unterbeschäftigung
    Im August waren in der sogenannten „Unterbeschäftigung im engeren Sinne“ insgesamt 25918 Personen registriert, damit 264 weniger im Vergleich zum Vormonat und 1051 Personen mehr zu September 2023.

    Gemeldete Stellen
    Die Arbeitskräftenachfrage im September ist weiterhin hoch. Im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen meldeten Arbeitgeber insgesamt 917 neue Stellen. Dies waren nur 25 Stellen weniger als im August und 13 weniger als im September 2023.

    Der Bestand an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen hat sich im September im Vormonatsvergleich um 45 erhöht. 5920 Arbeitsstellen waren zum Stichtag gemeldet, dies waren 65 Stellen mehr als im Vorjahresmonat.

    Männer und Frauen
    Im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen waren im September 10564 Männer erwerbslos gemeldet. Dies waren 301 weniger als im August. Die Quote für diesen Personenkreis betrug 5,2 Prozent und war damit 0,1 Prozentpunkte geringer als im Monat zuvor. Im Vorjahresmonat waren 774 Männer weniger registriert. Damals lag die Quote bei 4,9 Prozent.

    Im September waren im gleichen Bezirk 8626 Frauen registriert, 322 weniger als im Vormonat. Die Quote sank folglich im Vormonatsvergleich um 0,2 Prozentpunkte auf 4,8 Prozent. Im Vorjahresvergleich waren damals 478 Frauen weniger arbeitslos gemeldet. Seinerzeit lag die Quote bei 4,6 Prozent.

    Besondere Personengruppen
    Die Anzahl Jugendlicher unter 25 Jahren, die erwerbslos auf der Suche nach einer Arbeitsstelle waren, ist im September um 204 auf 1934 Personen gesunken. Die Arbeitslosenquote sank damit auf 4,8 Prozent zum Vormonat. Im Vorjahresmonat waren 171 Jugendliche weniger gemeldet. Damals lag die Arbeitslosenquote bei 4,3 Prozent.

    Im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen ist die Anzahl der über 50-jährigen Erwerbslosen im September um 89 Personen auf nun 6259 gesunken. Die Arbeitslosenquote sank folglich auch auf 4,6 Prozent. Im Vorjahresmonat waren 382 ältere Menschen weniger arbeitslos gemeldet. Damals lag die Arbeitslosenquote bei 4,4 Prozent.

    Regionale Unterschiede
    Im September zeichnete sich bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit in den Landkreisen Gießen, Vogelsbergkreis und Wetteraukreis, die alle zum Bezirk der Arbeitsagentur Gießen gehören, eine ähnliche Entwicklung ab – sowohl im Kreis Gießen, dem Wetteraukreis als auch im Vogelsbergkreis war ein leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen.

    Im Kreis Gießen waren im September insgesamt 8901 Menschen erwerbslos gemeldet, 313 Arbeitslose weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf nun 5,9 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Quote bei 5,5 Prozent. Damals waren 705 Menschen weniger registriert.

    Im Wetteraukreis ist die Zahl der Arbeitslosen im September um 187 Personen auf 7792 zurückgegangen. Die Quote sank im Vergleich zu August um 0,1 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren jetzt 553 Erwerbslose mehr gemeldet. Seinerzeit lag die Arbeitslosenquote bei 4,2 Prozent.

    Im Vogelsbergkreis ist die Anzahl der Erwerbslosen im September gesunken. 2497 Personen waren arbeitslos gemeldet, 123 Personen weniger als noch im August. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,2 Prozentpunkt zum Vormonat auf 4,3 Prozent. Im Vorjahresmonat waren 6 Personen mehr erwerbslos gemeldet. Damals lag die Quote ebenfalls wie dieses Jahr bei 4,3 Prozent.

    Die beiden Rechtskreise (nach dem Sozialgesetzbuch II und III)
    Im September hat sich die Arbeitslosigkeit bei der Betrachtung nach Rechtskreisen ähnlich entwickelt. Den neusten Zahlen ist zu entnehmen, dass sowohl im Rechtskreis der Grundsicherung (nach dem Sozialgesetzbuch II; Jobcenter) als auch bei der Arbeitslosenversicherung (nach dem Sozialgesetzbuch III; Arbeitsagentur) ein Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen war.

    Bei der Arbeitsagentur Gießen (und den Geschäftsstellen in Bad Vilbel, Büdingen, Friedberg und Lauterbach) waren im September 6507 Personen gemeldet, 418 weniger als im Vormonat. Im Vorjahresmonat waren 485 Personen weniger registriert.

    Die Anzahl der in den Jobcentern geführten Erwerbslosen sank um 205 Personen auf nun 12683. Ein Jahr zuvor wurden dort noch 767 Personen weniger geführt.

    Das Jobcenter Gießen betreute im abgelaufenen Monat 6403 Arbeitslose, 129 Personen weniger als im August.

    Im Jobcenter Wetterau waren im August 4696 Arbeitslose gemeldet, 139 Personen weniger als im Vormonat.

    Bei der Kommunalen Vermittlungsagentur (KVA) im Vogelsbergkreis wurden insgesamt 1584 Arbeitslose im September geführt, 37 Personen weniger als einen Monat zuvor.

  • In der Regel kein Grund zur Sorge

    Im Herbst werden häufig auch tagsüber Igel im eigenen Garten entdeckt – Tipps für eine artgerechte Unterstützung

    Gießen. Der Herbst ist da – und mit ihm die Igel. Die kleinen Tiere, normalerweise in der Dämmerung und der Nacht aktiv, sind jetzt aber wieder vermehrt tagsüber zu beobachten. „Das ist nicht ungewöhnlich und kein Grund zur Sorge, sofern die Tiere keine Verletzungen, Krankheitssymptome oder Ähnliches aufweisen“, beruhigt Artenschützerin Inga Harasty vom Regierungspräsidium Gießen. Hintergrund ist, dass aktuell bei Wildtierpflege- und Auffangstationen viele Anfragen wegen Igeln eingehen. Und die Stationen wiederum melden sich bei der Artenschutzbehörde.

    Doch wie passen Igel und Artenschutz überhaupt zusammen? „Nicht nur exotische Tiere und Pflanzen aus fernen Ländern sind geschützt. Auch heimische Arten sind häufig unter Schutz gestellt, zum Beispiel der hier beheimatete Braunbrustigel“, erklärt die stellvertretende Dezernatsleiterin Inga Harasty. Aus diesem Grund ist es verboten, die Igel aus der freien Natur zu entnehmen. „Eine Ausnahme besteht nur, wenn man ein verletztes, hilfloses oder krankes Tier auffindet. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn ein Igel reglos auf der Seite liegt oder Wunden aufweist. In solch einem Fall empfiehlt es sich, Kontakt mit einer Tierklinik oder einer Tierarztpraxis aufzunehmen.“ Igel sollten möglichst nicht mit ins Haus genommen werden, da diese Umgebung für die scheuen Tiere nicht artgerecht ist. Eine echte Unterstützung für Igel kann vielmehr durch eine artgerechte Zufütterung in nahrungsarmen Zeiten und durch eine „igelfreundliche“ Gestaltung des Gartens geschehen. „So kann mit einfachen Mitteln ein Beitrag zum Artenschutz geleistet werden“, sagt die RP-Mitarbeiterin.

    Eine artgerechte Zufütterung in nahrungsarmen Zeiten, wie im Herbst und Frühjahr, kann zum Beispiel aus Katzentrockenfutter und getrockneten Mehlwürmern bestehen. Es hat sich bewährt, das Futter an einem bestimmten Platz und zu einer bestimmten Zeit im Garten zur Verfügung zu stellen. Idealerweise sollte der Futterplatz vor anderen Tieren zum Beispiel mit Hilfe einer Euro-Palette abgeschirmt werden. Zudem ist es in trockeneren Zeiten hilfreich, Wasser auf Tellern oder Ähnlichem bereitzustellen.

    Im Herbst ist es zudem empfehlenswert, in ruhigen Gartenecken Rückzugsmöglichkeiten zu schaffen und Laubhaufen aufzutürmen. Eine „igelfreundliche“ Gartengestaltung umfasst auch den Verzicht auf einen Mähroboter, der nicht mit einem sogenannten Igelschutz ausgestattet ist. Mögliche Gefahrenquellen für Igel, wie Teiche oder Bereiche mit hohen Kanten und Abstürzen, sollten nach Möglichkeit unzugänglich gemacht werden, lautet ein weiterer Tipp von RP-Artenschützerin Inga Harasty.

    Bildunterschrift: Eine besonders geschützte Art und Wildtier des Jahres 2024: der Braunbrustigel. Foto: Wildtierhilfe Schelderwald

  • Indian Summer Waldbad im Laubacher Wald

    Aus der Hängematte die Farbvielfalt genießen, die der Herbst reichlich aufblättert.

    Aufgrund der großen Nachfrage bieten wir ein weiteres Indian Summer Waldbad am Sonntag, 20. Oktober von 14:00 – 17:30 Uhr an.

    Um all die bunten Farben des Waldes zu erleben, die dich in eine andere Welt entführen, über die kürzer werdenden Tage hinwegtrösten und deine Stimmung erhellen, musst du gar nicht so weit reisen.

    Entdecke doch einfach den Indian Summer in Laubach und lasse dich verzaubern, wenn es heißt „Ab in den Wald, um die heilsame Nähe zur Natur zu suchen!“
    Bereits unsere Vorfahren wussten, dass der Aufenthalt im Wald gesundheitsfördernd ist. Mittlerweile haben Forscher aus aller Welt die Wirkung des Waldbadens entdeckt. Jede Minute, die du im Wald verbringst, dient deiner Gesundheit und dies dem Körper, dem Geist und der Seele. Angst und Stress werden abgebaut, Blutdruck und Herzfrequenz verbessert und dabei die natürlichen Killerzellen aktiviert. Der Wald spendet dir gesunde und reine Luft zum Atmen und stärkt dein Immunsystem. Nicht nur deine Körperfunktionen geraten ins Gleichgewicht, sondern auch deine Gedanken. Ein Waldbad nach der japanischen Shinrin Yoku-Methode und dies in Verbindung mit einer Auszeit in der Hängematte, ist wie natürliche Medizin, die sich positiv auf den Körper und die Psyche auswirkt. Atem-, Dehn- und leichte Bewegungsübungen sowie eine Fantasiereise, Meditation und Übungen zur Sinneswahrnehmung runden das dreieinhalbstündige Programm ab.
    Lasse dich ein auf ein Waldbad in Laubach und entdecke dich selbst. Du wirst entschleunigen, entspannen und dich einfach nur wohlfühlen.

    Kommentare der bisherigen Teilnehmer/innen findest du unter dem Menüpunkt „Eindrücke“ auf www.waldbaden-in-hessen.de

    Der Kurse wird durchgeführt von der Entspannungspädagogin und zertifizierten Kursleiterin, Kornelia Stöhr.

    Die Anmeldung erfolgt über das Kultur- und Tourismusbüro Laubach. Telefon: 06405/921372 oder E-Mail: tourist-info@laubach-online.de