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  • Bodenbrüter sind auf Rücksicht angewiesen

    Kleine Maßnahmen können bedeutende Auswirkungen auf Bruterfolg haben –
    RP Gießen setzt sich für Schutz von Wiesenvögeln ein

    Gießen. Die Vogelwelt erwacht wieder zum Leben. Mit der Rückkehr der Wiesenvögel aus den Winterquartieren beginnt die Balz- und Nestbauzeit. Dabei gehen die Bestandszahlen der heimischen Vögel zurück. Die Gründe dafür sind vielfältig. „Deswegen sind die Tiere auf unser aller Rücksicht angewiesen, um den Erhalt zu sichern. Schon kleine Maßnahmen in der Bewirtschaftung der Wiesen können bedeutende Auswirkungen haben“, sagt Regierungsvizepräsident Martin Rößler.

    Feldlerche oder das Rebhuhn werden seltener. Besonders geschützte Arten wie das Braunkehlchen, der Kiebitz oder Wachtelkönig sind in Mittelhessen nur noch sehr seltene Brutvögel, berichtet Kerstin Roth. Sie arbeitet beim Regierungspräsidium (RP) Gießen im Dezernat für Naturschutz, Schutzgebiete, Landschaftspflege und -entwicklung. Neben Verlusten durch Nesträuber wie Waschbär, Fuchs oder Elster, ist es das Freizeitverhalten der Menschen sowie freilaufende Hunde, die den Vögeln zusetzen. Verstärkt wird das Ganze durch den Rückgang der Insekten als Nahrungsgrundlage. Hinzu kommt eine zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft.

    Wiesenvögel bauen ihre gut getarnten Gelege auf dem Boden der noch schütteren Wiesen oder Äcker. Besonders die weitläufigen, baumfreien Auen von Lahn, Wieseck, Ohm, Wetter oder Horloff sind geeignete Brutreviere für die gefährdeten Bodenbrüter.

    Während der Brut sind die Vögel sehr störempfindlich. Werden sie durch Menschen oder freilaufende Hunde aufgeschreckt, so verlassen sie die Brutplätze. Die Eier können auskühlen. Die Brut ist dann verloren.

    Daher ist es besonders wichtig, in der jetzt beginnenden Brut- und Setzzeit auf den Wegen zu bleiben und Hunde anzuleinen. Wiesen dürfen nicht betreten werden, auch nicht für ein Picknick. Das gleiche gilt für Fahrradfahrer oder Jogger, betont RP-Mitarbeiterin Roth.

    Gleichzeitig zum Brutbeginn finden die üblichen Grünlandpflegemaßnahmen in der Landwirtschaft statt. Sobald die Wiesen ausreichend abgetrocknet sind, werden diese oft gewalzt, gestriegelt oder abgeschleppt. Mit diesen Techniken werden Unebenheiten von Maulwürfen oder Mäusen beseitigt und die Grasnarbe durchlüftet. Der Zeitpunkt für diese Arbeiten spielt einen entscheidenden Faktor für den Bruterfolg der Wiesenvögel.

    Erfolgt diese Bodenbearbeitung erst spät, also Anfang/Mitte April, so kann es zu hohen Verlusten bei Boden-Gelegen oder den noch nicht flugfähigen Jungvögeln kommen.

    Beispielsweise dauert beim Kiebitz die Brut etwa 26 bis 29 Tage. Die Jungen benötigen nach dem Schlupf als Nestflüchter rund 35 bis 40 Tage noch den Schutz von Deckung und ausreichend Insektennahrung, bevor sie flügge werden.

    Daher können insbesondere Landwirtinnen und Landwirte zum Schutz der Biodiversität beitragen. Etwa, indem sie die Grünlandpflege bis Ende März abgeschlossen haben, anschließend eine Boden-Bearbeitungspause von mindestens acht Wochen einhalten.

    Hilfreich ist in Bereichen mit Wiesenbrütern den ersten Schnitt so spät wie möglich vorzunehmen. Zum Schutz der Wildtiere und Vögel die Wiesen vor der Mahd absuchen. Positiv ist der Einsatz von Drohnen zur Kitzrettung. Vereinzelt können hochauflösende Wärmebildkameras sogar Bodengelege entdecken. Die können dann von einer Mahd ausreichend ausgespart werden. Um Insekten zu schützen, sollte möglichst in den frühen Morgen- oder den späten Abendstunden gemäht werden. Auch an kühleren, windigeren Tagen oder bei bedecktem Himmel sind die Insekten weniger aktiv, die Verluste durch die Mähgeräte folglich geringer.

    Ungemähte Areale oder Inseln erhalten eine Nahrungsgrundlage und können im Herbst oder nächsten Jahr geschnitten werden. Rücksicht ist auch bei blütenreichen Flächen geboten. Wenn der Großteil der Pflanzen verblüht ist und ausgesamt hat, kann gemäht werden. Werden Wiesenwege oder Wegebanketten zwischen März und Juli nicht gemäht oder gemulcht, hilft dies ebenfalls den Bodenbrüter bei einer erfolgreichen Aufzucht sowie den Insekten und dem Niederwild.

    Bildunterschrift: Ein typisches Kiebitz-Gelege. Für eine erfolgreiche Brut muss auf die Gelege der Vögel Rücksicht genommen werden. Foto: RP Gießen/ Autor: M. Korn

    Das Regierungspräsidium Gießen (RP) ist die übergreifende Behörde für den 101 Kommunen umfassenden Regierungsbezirk Gießen in Mittelhessen. Dieser besteht aus den Landkreisen Limburg-Weilburg, Lahn-Dill, Gießen, Marburg-Biedenkopf und Vogelsberg. In der von Forschung, Hochschulen, optischer und feinmechanischer Industrie sowie Medizintechnik geprägten Region leben gut eine Million Menschen auf circa 5.500 Quadratkilometern. In sieben Abteilungen nehmen knapp 1.400 Beschäftigte aus über 60 Berufen die Zuständigkeiten fast aller Ressorts der Landesverwaltung wahr. Diese befinden sich im Hauptsitz am Landgraf-Philipp-Platz, in fünf weiteren Liegenschaften in Gießen sowie weiteren in Wetzlar, Hadamar, Kassel und sogar am Frankfurter Flughafen.

  • Mehr Schutz für mittelhessische Gewässer

    Am 22. März ist Weltwassertag – Klimawandel verlangt Anpassung, um Auswirkungen auf Oberflächengewässer zu begrenzen

    Gießen. Das Bewusstsein für den Schutz von Gewässern zu stärken, ist eine dringliche Aufgabe. Der Sommer 2022 hat dies unterstrichen. Am Weltwassertag am 22. März wird die lebenswichtige Ressource in den Blickpunkt gerückt. Diesmal unter dem Motto „Accelerating Change“, was übersetzt so viel bedeutet wie beschleunigter Wandel. Die veränderten Bedingungen und Auswirkungen beschäftigen auch das Dezernat Oberflächengewässer und Hochwasserschutz beim Regierungspräsidium (RP) Gießen.

    „Der vergangene Sommer hat uns allen gezeigt, was Klimawandel bedeuten kann. Ausgetrocknete Bäche, Flussläufe mit extremen Niedrigwasser, Fischsterben an der Oder und an anderen Gewässern und mancherorts Trinkwasserknappheit sind nur einige Stichworte“, betont Regierungsvizepräsident Martin Rößler die Wichtigkeit des Themas.

    „Accelerating Change“ bedeute aber auch, dass sich Sommer wie 2022 schnell wiederholen können. Um in solchen Trockenperioden zukünftig besser gerüstet zu sein, wurde beim RP analysiert, wie man den Umgang mit den Oberflächengewässern in Zukunft besser steuern und überwachen kann. Vor allem im Hinblick darauf, die Auswirkungen von trockenen Sommern auf die Gewässer zu verringern.

    Es gibt es nur zwei Wege, um den Auswirkungen des Klimawandels auf die Oberflächengewässer entgegenzuwirken, sagt Gabriele Schramm. Sie leitet das Dezernat Oberflächengewässer und Hochwasserschutz beim RP. Zum einen muss versucht werden die akuten Auswirkungen so weit wie möglich zu begrenzen. Zum anderen müssen langfristige Gegenmaßnahmen zum Schutz der Gewässer vorgenommen werden.

    Für die Wasserexperten des RP gilt deshalb, dass langfristige Maßnahmen wie zum Beispiel die weitere naturnahe Umgestaltung der mittelhessischen Fließgewässer wie Lahn, Dill, Wohra und Ohm, aber auch der kleineren Bäche im Gießener Regierungsbezirk, beschleunigt werden müssen, um den Anforderungen des Klimawandels gerecht zu werden. Dabei soll auf bewährte Ansätze zurückgegriffen werden. Etwa die Uferzonen der Gewässer wieder naturnaher zu gestalteten. Aber auch neue Maßnahmen wie eine verbesserte Beschattung von kleineren Fließgewässern sollen verstärkt zum Einsatz kommen. Dabei müssten insbesondere die Kommunen mit ins Boot geholt werden, durch deren Ortslage sich die Flüsse und Bäche schlängeln, die noch nicht in einem guten ökologischen Zustand sind, sagt Schramm. Um der Trockenheit kurzfristig entgegenzuwirken, sind Entnahmeverbote und Entnahmebeschränkungen ein Mittel. Hinzu kommt eine verstärkte Überwachung an den Gewässern mit Abflussmessungen und die Umsetzung des neuen Mindestwassererlasses der Landesregierung in den Sommermonaten.

    Doch dies ist nur eine Seite der Medaille. Neben dem behördlichen Einsatz, ist auch der anderer Beteiligter gefragt. Sensibilisierung für das Thema, ist das Stichwort. „Es gibt noch viel zu tun, um in der breiten Öffentlichkeit das Bewusstsein für den Schutz unserer Gewässer zu verbessern“, weiß Schramm. Ansätze gibt es einige: Zum Beispiel Gewässerrandstreifen nicht zu bewirtschaften oder dafür zu sorgen, dass kein Müll und Unrat in die Oberflächengewässer gelangt. Das sind nur zwei kleine Maßnahmen aus einem großen Katalog von Möglichkeiten. Und die sollten nicht nur am Weltwassertag, oder wenn die Flüsse sehr niedriges Wasser führen, von der Bevölkerung in Mittelhessen beherzigt werden.

     

     

    Bildunterschrift: An der Gisselberger Spannweite bei Marburg wurde ein Stück lebendige Lahn geschaffen.

     

    Foto: RP Gießen/Gabriele Schramm

     

  • Damit der alte Brauch auch wirklich zum Vergnügen wird

    Experten des Regierungspräsidiums Gießen geben Tipps für das Osterfeuer – zwei Wochen vorher anmelden 

    Gießen. Sie sind ein Stück Tradition und Vergnügen für die Teilnehmer. Damit es bei einem Spaß für alle Seiten bleibt, gilt es bei Oster- und Brauchtumsfeuern im Vorfeld einiges zu berücksichtigen. „Ostern steht vor der Tür und passend dazu gibt es in vielen Orten Osterfeuer. Veranstalter müssen allerdings bereits bei der Planung und beim Osterfeuer selbst ein paar Grundregeln beachten. Unsere Experten geben daher Tipps zu richtigem Material, umsichtigem Verhalten und Tierschutz“, berichtet Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich. Die Regeln gelten natürlich nicht nur für das Osterfeuer, sondern für Brauchtumsfeuer allgemein.

    „Grundsätzlich gilt: Um einen Schaden an Umwelt und Besuchern zu vermeiden, darf für ein solches Brauchtumsfeuer lediglich trockenes und unbehandeltes Holz oder auch Ast- und Strauchschnitt verwendet werden“, erläutert Dr. Johannes Bachmann, Dezernatsleiter für kommunale Abfallwirtschaft im Regierungspräsidium (RP) Gießen. Die Veranstalter seien dafür verantwortlich, Abfälle auszusortieren, bevor das Holz aufgeschichtet wird. Sperrmüll, Altreifen, behandelte Paletten oder Ähnliches haben im Feuer nichts verloren. Wer das nicht beachtet und erwischt wird, muss mit einem Bußgeld rechnen. „Dann wird der alte Brauch schnell zu einem teuren Ostervergnügen“, gibt Johannes Bachmann zu bedenken.

    Für die Verbrennung von pflanzlichen Abfällen gelten besondere Vorschriften. Demnach dürfen diese auch nur im Ausnahmefall verbrannt werden. Und ein Brauchtumsfeuer ist eine solche Ausnahme. „Wichtig zu wissen ist auch: Alte Bretter oder Balken gelten nicht als pflanzliche Abfälle, sie werden über die Sperrmüllabfuhr oder in einer dafür zugelassenen Abfallentsorgungsanlage entsorgt“, betont Bachmann.

    „Wer sich richtig vorbereitet und verantwortungsvoll handelt, kann sich auf ein sicheres Osterfeuer freuen“, sagt Dr. Thomas Stumpf, Leiter des für Brandschutz zuständigen RP-Dezernats. Dazu gehört neben bestimmten Mindestabständen zu Gebäuden, Autobahnen, Wäldern und Naturschutzgebieten auch ein Sicherheitsstreifen von fünf Metern Breite. „Damit wird ein direktes Übergreifen des Feuers vermieden.“ Der Sicherheitsstreifen kann durch Umpflügen oder Fräsen angelegt werden. „Achten Sie darauf, dass die Besucherinnen und Besucher ausreichend Abstand zum Feuer halten. Besonders Kinder und angetrunkene Gäste sollten Sie im Auge behalten“, lautet sein Tipp. „Und sollte das Feuer dennoch außer Kontrolle geraten, alarmieren Sie sofort die Feuerwehr über den Notruf 112, falls sie nicht ohnehin vor Ort ist.“

    Nicht zuletzt spielt der Tierschutz eine große Rolle bei einem Brauchtumsfeuer. Die Feuerstelle darf erst am Tage des Anzündens aufgeschichtet beziehungsweise muss an diesem Tag komplett umgeschichtet werden. Ansonsten können Tiere darin einen Unterschlupf suchen und qualvoll verbrennen. „Auch ein vorheriges Rütteln an dem Stapel hilft nicht. Viele Tiere verhalten sich passiv, anstatt zu flüchten“, betont Dr. Mona Schütz, vom Team Tierschutz beim Dezernat für Veterinärwesen und Verbraucherschutz im Regierungspräsidium Gießen.

    Veranstalter müssen außerdem wissen, dass Brauchtumsfeuer mindestens zwei Wochen vor der feierlichen Entzündung bei der jeweiligen Stadt oder Gemeinde angezeigt werden müssen. Eine Orientierungshilfe zur Anzeige, Durchführung und Gefahrenabwehr bei Brauchtumsfeuern mit vielen wichtigen Informationen gibt es auf der Internetseite des Hessischen Umweltministeriums unter https://umwelt.hessen.de/sites/umwelt.hessen.de/files/2021-06/orientierungshilfe_brauchtumsfeuer.pdf.

     

    Bildunterschrift: Bei Oster- und Brauchtumsfeuern gilt es einige Regeln im Vorfeld zu beachten.

    Foto: Thays Orrico/Unsplash

     

  • „Immer auch interessante Exkursionen auf dem Stundenplan“

    Umweltreferendare beim Regierungspräsidium Gießen besuchen das Wasserwerk der OVAG in Inheiden – Neuer Lehrgang startet

    Gießen. Das Wasserwerk der Oberhessischen Versorgungsbetriebe (OVAG) in Hungen-Inheiden versorgt 750.000 Menschen in der Region mit Trinkwasser. Während eines Besuchs erhielten Umweltreferendare beim Regierungspräsidium (RP) Gießen tiefe Einblicke von der Technik bis hin zu Umweltbelangen und erlebten hautnah, wie komplex Wasser-Genehmigungsverfahren sind.

    „Während ihrer zweijährigen Ausbildung stehen immer auch interessante Exkursionen passend zu den späteren Tätigkeiten auf dem Stundenplan“, berichtet Karin Ohm-Winter, Leiterin der Umwelt-Abteilung beim RP, die den Besuch begleitete. Mit im Inheidener Wasserwerk dabei waren außerdem die Referendare Matthias Hartmann, Brigitta Mikus, Karl Schneider, Jamie Alison Lötzer sowie Karin Jung aus dem Abteilungsbüro.

    Seit inzwischen 20 Jahren findet bei den drei hessischen Regierungspräsidien die Ausbildung im technischen Referendariat der Fachrichtung Umwelttechnik statt. Über 100 junge Ingenieurinnen und Ingenieure, Naturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler haben sich seitdem für diesen zweijährigen Vorbereitungsdienst auf die spätere Tätigkeit im höheren Dienst entschieden. In dieser Zeit lernen sie die hessische Umweltverwaltung in allen Bereichen und Dezernaten kennen: von Grundwasser- über Hochwasserschutz, Renaturierung der Flüsse, Abwasser, Bodenschutz, Abfall, Immissions- und Strahlenschutz, Bergbau bis hin zu Gentechnik. Als Ausbildungsstandorte der Regierungspräsidien stehen Gießen, Frankfurt, Darmstadt und Wiesbaden zur Verfügung. Bundesweite Theorieblöcke und Erfahrungsaustausche mit den Referendaren der anderen Bundesländer runden die Ausbildung ab. Abschluss des Referendariats bildet das Staatsexamen.

    Für das nächste Umweltreferendariat sind noch Bewerbungen bis zum 24. März online möglich. Die Stelle ist auf der Homepage stellensuche.hessen.de über den Suchbegriff „Technisches Referendariat der Ausbildungsrichtung Umwelttechnik“ näher beschrieben oder direkt zu finden unter https://stellensuche.hessen.de/sap/bc/ui5_ui5/sap/zer5_ccu/index.html#/postingdetail/0050568426A61EEDA9F1E188428B52E9.

    Allgemeine Informationen zum Umweltreferendariat sind auf der RP-Homepage im Internet unter https://rp-giessen.hessen.de/Ausbildung zu finden.

    Bildunterschrift: Umweltreferendare beim Regierungspräsidium Gießen besuchen das Wasserwerk in Inheiden (v.l.): Matthias Hartmann, Brigitta Mikus, Karl Schneider, Jamie Alison Lötzer sowie Karin Jung aus dem Abteilungsbüro. Foto: RP Gießen

  • Spannende Einblicke in ebenso spannende Berufe

    Regierungspräsidium Gießen macht wieder beim Girls‘ und Boys‘ Day am 27. April mit – Anmeldungen möglich

    Gießen/Mittelhessen. Ein Arbeitgeber – 1000 Möglichkeiten: Was macht eigentlich eine Arbeitsschützerin? Warum ist es wichtig, dass es sie gibt? Und welche Aufgaben hat ein Sozialassistent in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge? Antworten auf diese und andere Fragen gibt es am Donnerstag, 27. April. Dann findet wieder der Girls‘ und Boys‘ Day statt. Das Regierungspräsidium Gießen als einer der größten Arbeitgeber Mittelhessens ist erneut dabei und gibt Mädchen und Jungen einen Einblick in den Behördenalltag und Berufe, die eigentlich für das jeweils andere Geschlecht als „typisch“ gelten.

    Sechs Angebote für Mädchen und drei für Jungen sind geplant. Die Schülerinnen lernen die Aufgaben der Arbeitsschutzverwaltung kennen, gehen mit zu einer Kontrolle in einem Abfallbetrieb, erhalten einen Einblick in die IT und schauen den Mitarbeitern des Pflanzenschutzdienstes über die Schulter. Außerdem erfahren sie am Beispiel der Regionalplanung, was eine Geographin oder Geomatikerin macht. Welche Aufgaben eine Biologin, Landschaftsplanerin oder Försterin hat, erleben die Schülerinnen beim Besuch von Naturschutzgebieten.

    Die Jungen erhalten einen Einblick in den Beruf Verwaltungsfachangestellter und damit die klassische Verwaltungsarbeit. Außerdem besteht die Möglichkeit, in der Gießener Erstaufnahmeeinrichtung den Beruf des Sozialassistenten kennenzulernen.

    Detaillierte Informationen zu den einzelnen Angeboten gibt es auf den Internetseiten https://www.girls-day.de/Radar und https://www.boys-day.de/boys-day-radar. In der Suchmaske bei „Was?“ einfach „Regierungspräsidium Gießen“ eingeben und schon erscheint eine Übersicht. Eine Anmeldung ist direkt auf der jeweiligen Internetseite möglich.

     

  • Unbeschwert abschalten – mit der Reisekrankenversicherung im Gepäck

    Ob Strandurlaub am Meer oder Wanderferien in den Bergen – eine Reisekrankenversicherung ist für jeden Auslandsaufenthalt unerlässlich. Wann sie greift und worauf Reisende achten sollten.

    *Der Schutz durch die gesetzliche Krankenversicherung reicht bei Urlaubsreisen ins Ausland nicht aus.

    *Eine zusätzliche Reisekrankenversicherung deckt alle wichtigen Szenarien wie etwa eine ärztliche Behandlung oder einen Rücktransport ab.

    *Wer eine Weltreise, ein Sabbatical oder Work-and-Travel plant, braucht einen Extra-Schutz. PROTRIP versichert Studenten, Sprachschüler und andere Reisende, die sich für bis zu fünf Jahre im Ausland aufhalten möchten.

    Urlaub? Reisekrankenversicherung!

    Wandern auf Madeira, mit dem Mountainbike einmal quer durch Island fahren oder einfach nur am Strand liegen – wer seinen Urlaub entspannt genießen will, sollte sich vor Antritt der Reise ausreichend absichern. Besonders wichtig: eine passende Reisekrankenversicherung.

    Ich bin gesetzlich krankenversichert – warum brauche ich zusätzlichen Schutz?

    Wer in der Heimat krank wird, schnappt sich seine Versichertenkarte und geht zum Arzt. Aber funktioniert das auch im Ausland so einfach? Leider nicht. Der Grund: Die gesetzliche Krankenversicherung erbringt Leistungen grundsätzlich nur im Inland (mehr dazu).

    In den Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen oder in der Schweiz haben gesetzlich Versicherte bei vorübergehendem Aufenthalt allerdings Anspruch auf medizinisch notwendige Leistungen.

    Dieser Anspruch besteht trotz „Brexit“ zudem in Großbritannien und Nordirland. Auch mit weiteren Ländern wie Tunesien oder der Türkei hat Deutschland Regelungen zum Krankenversicherungsschutz vereinbart.

    Das Problem: Im Ausland besteht nur ein Basisschutz, der häufig nicht ausreicht. Außerdem werden Patienten als Privatpatienten angesehen – die Behandlung am Urlaubsort kann also schnell ins Geld gehen.

    Welche Leistungen deckt meine gesetzliche Krankenkasse ab?

    Für eine medizinische Behandlung in den oben genannten Ländern gelten die gleichen Bedingungen wie für die Versicherten des Reiselandes.

    Grundsätzlich empfehlenswert: Lassen Sie sich vor Ihrer Urlaubsreise unbedingt eine „Europäische Krankenversicherungskarte“ (auch EHIC genannt, kurz für European Health Insurance Card) von Ihrer Krankenkasse ausstellen, sofern Ihnen diese noch nicht vorliegt. Ob Sie bereits eine EHIC besitzen, können Sie schnell herausfinden. Ein Blick auf die Rückseite Ihrer Krankenversichertenkarte genügt: Dort ist bei den gesetzlichen Krankenkassen gegebenenfalls der Zusatz „Europäische Krankenversicherungskarte“ vermerkt.

    Sorgenfreie Urlaubszeit – mit der passenden Reisekrankenversicherung

    Im Urlaub stehen Spaß, Abenteuer und Erholung im Vordergrund. Trotzdem kann immer etwas passieren: Wer sich beim Wandern den Fuß verstaucht oder sich eine Tropenkrankheit einfängt, braucht schnelle und unkomplizierte Hilfe.

    Um hohe Kosten zu vermeiden und die medizinische Versorgung sicherzustellen, ist eine Reisekrankenversicherung bei Auslandsaufenthalten daher ein Muss.

    Welche Leistungen eine Reisekrankenversicherung abdecken sollte

    Deutsche Krankenkassen dürfen sich beispielsweise nicht an den Kosten eines Rücktransports beteiligen. Wer begleitet von einem Arzt per Ambulanzflugzeug nach Deutschland zurückfliegt, zahlt daher schnell mehrere 10.000 Euro aus eigener Tasche.

    Eine gute private Auslandskrankenversicherung sollte daher bei Krankheit oder einem Unfall auf Reisen die Kosten für die wichtigsten Szenarien abdecken. Dazu gehören:

    1. allgemeine ärztliche Leistungen (für neu aufgetretene Erkrankungen, dazu zählt auch Corona)
    2. Notfalltransporte in nahegelegene Krankenhäuser
    3. Leistungen im Krankenhaus (für neu aufgetretene Erkrankungen)
    4. Krankenrücktransport bei Notwendigkeit
    5. zahnärztliche Leistungen
    6. unfallbedingte Suche und Rettung
    7. im Falle eines längeren Krankenhausaufenthalts ggf. Reisekostenzuschuss für Krankenbesuche Angehöriger

    Wer sich für den Fall einer Corona-Infektion im Urlaub eine besondere Absicherung wünscht, kann sich über den Corona-Zusatzschutz informieren. Dieser umfasst auch Leistungen im Falle eines Reiserücktritts oder -abbruchs.

    Länger auf Reisen? Mit der Reisekrankenversicherung PROTRIP bestens gerüstet

    PROTRIP von Dr. Walter ist eine Reisekrankenversicherung für Studenten, Sprachschüler, Au-pairs, Work-and-Travel-Teilnehmer, Praktikanten und nicht entsandte Arbeitnehmer, die sich für bis zu fünf Jahre im Ausland aufhalten möchten. Gut zu wissen: In der Versicherung enthalten ist auch die praktische AirDoctor-App. Darüber lassen sich Arzttermine ganz einfach per Smartphone buchen. Die Abrechnung des Arztes erfolgt dann direkt mit dem Versicherungsunternehmen. Reisende müssen für die Behandlungskosten also nicht in Vorkasse gehen.

    PROTRIP bietet je nach Wunsch des Versicherungsnehmers eine Kombination aus Reisehaftpflicht-, Reiseunfall- und Assistanceversicherung. Wir beraten Sie gerne zur richtigen Absicherung.

    Krank im Urlaub – wie verhalte ich mich?

    Im Urlaub oder auf Reisen krank zu werden, ist immer ärgerlich. Ist der Notfall erst einmal eingetreten, tauchen viele Fragen auf. An wen wende ich mich? Was muss ich beim Arztbesuch beachten? Und wie erreiche ich im Notfall den Rettungsdienst?

    -Der Notfall: Bei akuten Notfällen gilt in allen EU-Mitgliedstaaten die Notrufnummer 112. Außerhalb dieser Länder sollten sich Reisende grundsätzlich über das lokale Gesundheitssystem informieren. Dazu gehört auch die Kenntnis der jeweiligen Notrufnummer.

    -Der Arztbesuch: Grundsätzlich sollte sich jeder vor Reiseantritt über empfohlene und vorgeschriebene Impfungen für sein Urlaubsland informieren. Unser Tipp: Die BKK Linde bietet den kostenlosen Alexa Skill Impfkompass an. Darüber erhalten Urlauber aktuelle Impfempfehlungen des Robert-Koch-Instituts für ihr Reiseziel.

    Ebenso wichtig: Holen Sie vorab Infos über die Gesundheitsversorgung vor Ort ein. Nicht in allen Ländern entspricht die Behandlung europäischen Standards. Im Zweifelsfall kann etwa die Hotelrezeption oder die Gastfamilie einen Arzt oder ein Krankenhaus empfehlen. Wer eine Reisekrankenversicherung abgeschlossen hat, muss in der Regel nicht für die Behandlungskosten aufkommen.

    -Die Ansprechpartner: Grundsätzlich ist die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung Ausland (DKVA) ein guter Ansprechpartner bei Fragen zum Versicherungsschutz. Dort gibt es Informationsmaterial zu allen EU-Ländern und weiteren Staaten, mit denen Abkommen bestehen. Bei zusätzlichen Fragen, etwa zur Kostenübernahme bei privaten Versicherungsleistungen, können Sie uns gerne kontaktieren.

    -Die Reiseapotheke: Es ist ratsam, eine umfassende Reiseapotheke zusammenzustellen. Oft ist es im Ausland schwieriger, schnell an die richtigen Medikamente zu kommen. Auch Sprachbarrieren können ein Problem sein. Hilfreich ist es daher, die Namen gängiger Medikamente wie Penicillin oder Ibuprofen zu kennen. Diese werden auch im Ausland in den Apotheken oft verstanden.

    Ausreichend informiert und abgesichert? Dann kann die Reise ja beginnen.

  • Clever Geld sparen: So machen Sie 2023 das Beste aus Ihren Finanzen

    Oft lohnt sich ein detaillierter Blick auf die Einnahmen und Ausgaben. Mit cleveren Tipps lässt sich so schnell bares Geld sparen – und im besten Fall sogar vermehren.

    *Ein Haushaltsbuch hilft, im Alltag die Ausgaben besser im Blick zu behalten. So ist schneller klar, ob und wie Geld gespart werden kann.

    *Geld sparen ist gut – das Ersparte sicher zu verwalten ist besser. Ein Zwei-Konten-Modell und die richtige Anlage des Extra-Budgets können hierbei sinnvoll sein.

    *Auch Konten und Geldanlagen verursachen Gebühren, die sich vermeiden lassen. Manchmal lohnt sich ein Anbieterwechsel.

    Einnahmen und Ausgaben im Blick behalten

    Mehr Geld am Ende des Monats übrig haben? Klingt verlockend, aber wie kann das funktionieren? Jeder hat unterschiedliche Einnahmen und Ausgaben. Was die meisten jedoch gemeinsam haben: reichlich Sparpotenzial. Deshalb lohnt sich ein detaillierter Blick auf die persönlichen Finanzen, um versteckte Einsparpotenziale und Anlagemöglichkeiten zu identifizieren.

    Tipp 1: Ein Haushaltsbuch führen und Geld sparen

    Klingt altmodisch, ist aber einer der einfachsten und übersichtlichsten Wege, alle Ausgaben und Einnahmen schnell im Blick zu haben. Wer es gern smart und digital hält, kann dafür auch Apps wie Finanzguru oder Monefy nutzen.

    Von Bedeutung sind dabei die laufenden Ausgaben, in denen Sparmaßnahmen besonders schnell sichtbar werden. Das betrifft auch die vermeintlich kleinen Ausgaben, wie den täglichen Latte macciato to go: Hierfür können im Monat schnell über 120 Euro zusammenkommen. Weitere solcher Ausgaben können sein:

    -Handyvertrag: Benötigen Sie alle Leistungen Ihres aktuellen Vertrages wirklich? Falls nicht, könnte der Wechsel zu einem günstigeren Tarif oder Anbieter sinnvoll sein. Es lohnt sich grundsätzlich, direkt nach Abschluss den Handyvertrag wieder zu kündigen. Neukunden profitieren von günstigeren Konditionen.

    -Abonnements und Mitgliedschaften: Streamingdienste wie Netflix oder Spotify bieten oft Mitgliedschaften für Familien an. So lassen sich die Kosten zwischen mehreren Personen aufteilen. Nutzen Sie einen Dienst ohnehin selten oder überhaupt nicht mehr, lohnt eine Kündigung. Die meisten Abonnements sind monatlich kündbar. Stellen Sie sich auch bei Fitnessstudio-Mitgliedschaften die Frage, ob Sie diese wirklich nutzen. Hier könnten Sie mit einer Kündigung oder dem Wechsel zu einem günstigeren Studio Geld sparen. Andere laufende Ausgaben mit Optimierungspotenzial könnten zahlungspflichtige Apps oder Lebensmittellieferungen sein.

    -Mobilität: Muss es immer das Auto sein – oder tut es auch das Fahrrad? Bei kürzeren Strecken bietet sich oft das Rad an, um die Kosten für Benzin zu sparen. Prüfen Sie auch, ob Carsharing eine Option sein könnte. In der Regel gilt hier: Je weniger Kilometer im Jahr Sie Auto fahren, desto mehr zahlt es sich aus. Zudem haben viele Modelle einen E-Antrieb und sind damit umweltfreundlicher. Wohnen Sie an einem Ort, an dem der öffentliche Verkehr gut ausgebaut ist, sind bei häufigen Fahrten entsprechende Tarife günstiger. Auch Angebote wie das geplante 49-Euro-Ticket der Deutschen Bahn helfen Ihnen beim Geldsparen.

    Tipp 2: Neuanschaffungen bewusst wählen

    Irgendwann gehen selbst hochwertige Waschmaschinen, Backöfen, Fernseher oder andere teure Geräte kaputt. Ein Neukauf geht in diesem Fall ordentlich ins Geld. Wer einige Details im Blick behält, macht aus der Neuanschaffung ein Investment, das sich langfristig lohnt und das Konto nicht direkt wieder belastet.

    -Energieeffiziente Geräte: Alle Geräte, die etwas kühlen oder erhitzen müssen, verbrauchen damit Energie. Bei Neuanschaffungen sollten Sie Modelle wählen, die möglichst wenig Energie verbrauchen und dennoch effizient arbeiten.

    -E-Antrieb: Steht ein neues Auto oder Fahrrad ganz oben auf Ihrer Liste notwendiger Anschaffungen, sollten Sie ein Modell mit E-Antrieb in Erwägung ziehen. Seit Beginn des Jahres wird die Anschaffung von E-Autos und -Lastenfahrrädern gefördert. Das tut nicht nur Ihrem Geldbeutel, sondern auch der Umwelt gut.

    Energie sparen: Manchmal helfen schon kleine Handgriffe im Alltag. Der Einsatz von LED-Lampen spart Strom, ein wassersparender Duschkopf reduziert den Wasserverbrauch um bis zu 50 Prozent – und eine Wäscheleine erspart gerade an heißen Tagen die Energiekosten eines Wäschetrockners.

    Tipp 3: Das Ersparte investieren

    Egal, was sich bei Ihrem persönlichen Finanzcheck ergeben hat: Das gesparte Geld sollten Sie separat aufbewahren – zum Beispiel auf einem zweiten Konto. So haben Sie eine Reserve für Notfälle. Als Faustregel für die Höhe einer finanziellen Reserve gelten drei Nettomonatsgehälter.

    -Investmentfonds: Es kann sich lohnen, einen Teil Ihrer ersparten Finanzen in einem Fonds anzulegen. Dabei handelt es sich um eine einfache Form der Geldanlage, die langfristig Chancen auf Wertsteigerungen bietet.

    Tipp 4: Beim Geldanlegen auch Geld sparen

    Nehmen Sie auch die Investments unter die Lupe, wo Ihr Geld vermeintlich schlau angelegt ist. Für die Führung von Girokonten und Depots fallen beispielsweise häufig Gebühren an, die auf den ersten Blick sehr niedrig sind, jedoch bei einem Wechsel zu einem anderen Angebot oder Anbieter ganz vermieden werden können.

    Von Neuerungen profitieren

    Im Jahr 2023 winken viele Entlastungen, die Sie in Absicherung und Vorsorge investieren können. Welche Veränderungen zum Beispiel bei der Krankenversicherung, bei Wohn- und Kindergeld anstehen und wie Sie sich am besten darauf einstellen, erfahren Sie hier .

    -Zwei-Konten-Modell: Verwalten Sie Ihr Budget für den Lebensunterhalt auf einem Konsumkonto und legen Sie Ihr Erspartes auf einem Konto für Vermögensaufbau ab. So ziehen Sie eine klare Grenze zwischen den Geldern und schaffen sich dazu einen klaren Überblick über Ihre verfügbaren Finanzen.

    -Investmentfonds: Es kann sich lohnen, einen Teil Ihrer ersparten Finanzen in einem Fonds anzulegen. Dabei handelt es sich um eine einfache Form der Geldanlage, die langfristig Chancen auf Wertsteigerungen bietet.

  • Sparen beim Fahren

    Vom Reifendruck bis zum Ölwechsel: Mit diesen cleveren Tipps rund um den Pkw lassen sich ganz einfach Sprit und Geld sparen.

    *Interessant für alle, die auf ein Auto angewiesen sind und bei steigenden Preisen Geld sparen wollen.

    *Mit kleinen Tipps und Tricks im Alltag können Sie bis zu 910 Euro im Jahr sparen.

    *Sicherheits-Plus: mit einem Fahrer-Mobilitätsschutz in jedem Auto abgesichert sein.

    Sparen Sie bis zu 910 Euro pro Jahr

    Inflation und Energiekrise sorgen auch beim Autofahren für steigende Kosten. Mit den folgenden Tipps lassen sich mit wenig Aufwand bis zu 910 Euro pro Jahr sparen1:

    1 Die folgenden Berechnungen basieren auf Durchschnittswerten zum Kraftstoffverbrauch von 7,4 Litern pro 100 Kilometer, einem Spritpreis von 1,83 Euro pro Liter Superbenzin und einer Jahresfahrleistung von 10.032 Kilometern.

    Druck machen

    Sparpotenzial: 158 Euro

    Der ADAC rät, auf den richtigen Reifendruck zu achten. Bei 0,4 bar unter dem Sollwert steigt der Kraftstoffverbrauch um fünf Prozent – das macht 68 Euro im Jahr. Wer neue Reifen braucht: Mit Energiesparreifen Klasse A lässt sich wegen des geringeren Rollwiderstands Sprit für bis zu 90 Euro im Jahr sparen.

    Ballast abwerfen

    Sparpotenzial: 64 Euro

    Befreien Sie Ihr Auto von unnötigem Ballast: Der Verzicht auf Zusatzgewicht von Gepäckträgern oder sonstigen Lasten sichert Ihnen pro eingesparten 50 Kilo bis zu 64 Euro im Jahr – bei einem Mehrverbrauch von 0,35 Litern Sprit auf 100 Kilometer.

    Abends tanken

    Sparpotenzial: 89 Euro

    Laut ADAC liegt die günstigste Tageszeit zum Tanken zwischen 18 und 19 Uhr sowie 20 und 22 Uhr. Die Ersparnis beträgt dann bis zu 12 Cent pro Liter im Vergleich zum Vormittag. Übers Jahr gerechnet lassen sich so Benzinkosten von rund 89 Euro sparen.

    Schonender Fahren

    Sparpotenzial: 270 Euro

    Rechenbeispiel: Wer bei 5.016 Kilometern auf der Autobahn pro Jahr (der Hälfte der jährlichen Gesamtfahrleistung) nur 100 statt 160 km/h fährt, reduziert laut der Deutschen Umwelthilfe den Spritverbrauch um 40 Prozent. So lassen sich mit den zugrunde gelegten Durchschnittswerten circa 148 Liter Benzin und rund 270 Euro sparen.

    Weitere Tipps:

    -So lange wie möglich die Motorbremswirkung nutzen.

    -Abruptes Bremsen und ruckartiges Beschleunigen vermeiden.

    -Schneller schalten: bei einer Drehzahl von circa 2.000 Umdrehungen/Minute den Gang wechseln.

    Verbrauch drosseln

    Sparpotenzial: 275 Euro

    Weniger ist mehr (Ersparnis): Laut ADAC verursachen Zusatzaggregate wie Sitzheizung oder Klimaanlage einen Verbrauch von rund 1,5 Litern Kraftstoff pro 100 Kilometer. Wer sie nicht einschaltet, kann bis zu 275 Euro sparen. Auf keinen Fall darf allerdings auf sicherheitsrelevante Dinge wie Beleuchtung oder Scheibenheizung verzichtet werden.

    Motor warten lassen

    Sparpotenzial: 54 Euro

    Abgenutzte Zündkerzen, verstopfte Luftfilter oder Ölmangel – regelmäßige Wartung des Motors ist Voraussetzung für spritsparendes Fahren und ein langlebiges Auto. Laut ADAC spart etwa Leichtlauf-Öl rund vier Prozent Sprit und so fast 54 Euro pro Jahr.

    TIPP: Auto teilen & sparen
    Immer mehr Menschen setzen auf Carsharing oder Mietwagen. Laut Carsharing-Verband gab es 2022 in 772 Orten mit bis zu 50.000 Einwohnern ein entsprechendes Angebot. Carsharing, so der Verband, ist bei einer jährlichen Fahrleistung von unter 10.000 Kilometern günstiger als ein eigener Pkw. Bei 8.000 gefahrenen Kilometern pro Jahr lassen sich so beispielsweise gegenüber einem eigenen Kleinstwagen rund 740 Euro sparen.

    Bei einem Unfall oder einer Panne mit einem fremden Pkw hilft ein Schutzbrief, der nicht auf ein bestimmtes Fahrzeug bezogen ist – etwa der Fahrer-Mobilitätsschutz der Generali. Er ist für Singles oder Familien mit und ohne eigenem Auto eine Top-Alternative – auch zur Automobilclub-Mitgliedschaft.

    Der Fahrer-Mobilitätsschutz bietet in Notfallsituationen technische, organisatorische und medizinische Hilfe – unabhängig vom genutzten Fahrzeug. Er leistet rund um die Uhr Hilfe bei Pannen, Unfällen, Reparaturen und Fahrzeugausfällen. Und er organisiert beispielsweise auch den Rücktransport bei Krankheit oder Unfall auf Reisen.

  • Ein Vorbild – besonders für Frauen

    Luise Böttcher aus Buseck erhält Hessischen Verdienstorden – Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich: „Wichtige Arbeit, die Sie leisten“

    Gießen/Buseck. „Das Ehrenamt macht mein Leben aus“, sagt Luise Böttcher. Seit mehr als drei Jahrzehnten engagiert sie sich für die Menschen in ihrer Heimatgemeinde Buseck und weit darüber hinaus – für Frauen und Kinder mit Migrationshintergrund, in der Kirche, in der Politik. Und damit auch immer für Gleichberechtigung, Selbstbestimmung, Meinungs- und Religionsfreiheit. Dass ihre Auszeichnung mit dem Hessischen Verdienstorden genau auf den Weltfrauentag fiel, war eher Zufall. Aber es war angesichts ihres besonderen Einsatzes für Frauen und ihre Rechte mehr als passend. Im Kreise von Familienmitgliedern und Weggefährtinnen überreichte ihr der Gießener Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich Orden und Urkunde.

    „Das ist zum einen ein Dankeschön für die wichtige Arbeit, die Sie leisten. Sie sind ein Vorbild. Zum anderen soll die Auszeichnung aber auch Motivation für andere sein, sich einzubringen. Gerade in den ländlichen Regionen brauchen wir das Ehrenamt. Es ist unbezahlbar“, betont der Regierungspräsident.

    Die Liste ihrer Ehrenämter ist lang. 1993 gründete die Diplom-Psychologin in Großen-Buseck in Eigeninitiative gemeinsam mit anderen Frauen eine Gruppe für Flüchtlingskinder aus Bosnien und anderen Ländern. Im Jahr 2002 kam ein Sprachkurs für ausländische Frauen dazu, der bis heute angeboten wird. Dieser Alphabetisierungs-, Deutsch- und Integrationskurs wurde 2008 mit dem „Conny-Nix-Preis“ ausgezeichnet.

    Im Jahr 2005, zu diesem Zeitpunkt Mitglied im Vorstand der Evangelischen Frauenhilfe, war die vierfache Mutter mitverantwortlich für Zusammenführung der Evangelischen Frauenhilfe und der Evangelischen Frauenarbeit zum Verband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau (EFHN). Klar, dass Luise Böttcher auch weiter Verantwortung trug – von 2005 bis 2010 als Vorstandsmitglied und dann bis 2022 als Vorsitzende. Dabei scheute sie es auch nicht, im Rahmen von gesellschaftspolitischen Stellungnahmen unerschrocken das Wort zu erheben, selbst wenn es um kontrovers diskutierte Themen wie die Streichung des Paragrafen 219a des Strafgesetzbuches ging.

    1998 wurde die Buseckerin zur Dekanatsbeauftragten für Frauenarbeit im Evangelischen Dekanat Kirchberg – heute Evangelisches Dekanat Gießener Land – ernannt. Seitdem ist sie berufenes Mitglied der Synode. Zudem leitet Luise Böttcher das ökumenische Weltgebetstags-Team und unterstützt die Gemeindearbeit im Dekanat. Ob meditative Wanderungen, Themenabende oder theologische Gesprächsabende: Die Ideen gehen ihr nie aus. In der Arbeitsgruppe zur Fusion der Dekanate Kirchberg, Grünberg und Hungen zum Dekanat Gießener Land arbeitete sie ebenfalls mit.

    Von 2005 bis 2018 war die Geehrte außerdem Vorstandsmitglied des Fördervereins der Evangelischen Familien-Bildungsstätte Gießen. Hier fungierte sie unter anderem als Bindeglied zwischen dem damaligen Träger, den Evangelischen Frauen in Hessen und Nassau, und der Einrichtung. Als das Evangelische Dekanat Gießen die Trägerschaft übernahm, begleitete Luise Böttcher den Übergang auf vielen Ebenen. Heute ist sie die Vorsitzende des Fördervereins, weil ihr Familienbildung sehr am Herzen liegt.

    Doch damit nicht genug. Seit 2011 bringt sie sich als Mitglied der Grünen in der Busecker Kommunalpolitik ein. Zunächst war sie in der Gemeindevertretung, gehörte erst dem Kultur-, Ehrenamts-, Sozial- und Integrationsausschuss und dann dem Haupt- und Finanzausschuss an. Seit der Kommunalwahl im vergangenen Jahr ist sie Beigeordnete im Gemeindevorstand. 2016 übernahm die 73-Jährige außerdem den Vorsitz der Busecker Grünen.

    Angefangen hat damals alles mit ihrer Tätigkeit als „Bibi-Mutter“ in der Bibliothek der Integrierten Gesamtschule Busecker Tal. Zehn Jahre lang packte sie hier mit an. Eine Zeit, die sie ebenfalls in guter Erinnerung hat. „Ich bin mit allen Aufgaben gewachsen“, sagt Luise Böttcher rückblickend und gleichzeitig dankbar, dass sie stets die notwendigen Freiräume hatte. Doch alleine hätte sie das alles nicht geschafft. Daher versteht sie die Auszeichnung nicht nur als Ehrung für sich selbst, sondern für alle ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Einige von ihnen waren bei der Auszeichnung in den Räumen des Regierungspräsidiums in Gießen mit dabei, unter ihnen Angelika Thonipara. Die frühere geschäftsführende Pfarrerin des Verbandes Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e. V. hatte Luise Böttcher für die Auszeichnung vorgeschlagen.

    Bildunterschrift: Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich überreicht Luise Böttcher aus Großen-Buseck den Hessischen Verdienstorden.

    Foto: RP Gießen

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