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  • Zweite Öffentlichkeitsbeteiligung steht an

    Hessischer Lärmaktionsplan: Bevölkerung kann mitwirken und Stellungnahmen abgeben – Entwurf wird am 24. Juni veröffentlicht 

    Gießen. Das Regierungspräsidium Gießen bietet den Bürgerinnen und Bürgern in den Landkreisen Gießen, Limburg-Weilburg, Marburg-Biedenkopf, dem Lahn-Dill-Kreis und dem Vogelsbergkreis erneut die Möglichkeit, sich an der Fortschreibung des Hessischen Lärmaktionsplans zu beteiligen. Es ist inzwischen die vierte Runde. Ziel des Lärmaktionsplans ist es, die Bevölkerung vor Straßenverkehrslärm zu schützen.

    Die Lärmschwerpunkte und Maßnahmenvorschläge aus der ersten Öffentlichkeitsbeteiligung wurde geprüft und der aktuelle Stand im Entwurf des Lärmaktionsplans festgehalten. Nun kann sich die Bevölkerung einen Überblick verschaffen. Im Rahmen der zweiten Öffentlichkeitsbeteiligung besteht vom 24. Juni bis zum 7. August 2024 die Möglichkeit, zum Entwurf des Teilplans für den Regierungsbezirk Gießen Stellung zu nehmen. Grundlage des Entwurfs bilden die aktuelle Lärmkartierung des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) sowie die eingegangenen Maßnahmenvorschläge aus der ersten Öffentlichkeitsbeteiligung.

    Der Entwurf wird ab dem 24. Juni auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Gießen unter der Rubrik „Öffentliche Bekanntmachungen“ (https://rp-giessen.hessen.de/ansprechen/oeffentliche-bekanntmachungen) veröffentlicht und zum Download bereitgestellt. Die Stellungmaßnahmen können bis zum 7. August über das Beteiligungsportal des Landes Hessen unter https://beteiligungsportal.hessen.de/portal/rpgi/startseite , alternativ auch per E-Mail an laermaktionsplanung-strasse@rpgi.hessen.de abgegeben werden. Ferner können Stellungnahmen schriftlich innerhalb der genannten Frist direkt beim Regierungspräsidium Gießen, Dezernat 43.2, Marburger Str. 91, 35394 Gießen, oder über die jeweilige Stadt- beziehungsweise Gemeindeverwaltung unter dem Stichwort „Lärmaktionsplanung“ eingereicht werden.

  • Menschen und Waschbären müssen draußen bleiben

    Kleine Serie: Regierungspräsidium Gießen informiert über besonders geschützte Biotope – In Teil 5 geht es um offene Felsbildungen, ungenutzte Höhlen und naturnahe Stollen

    Gießen. Offene Felsbildungen in der Landschaft sind häufig auffällig und interessant. Vielen ist aber gar nicht bewusst, dass der eigentlich tote Felsen eine Vielzahl von lebenden Geschöpfen beherbergt. „Die Felsen sind meistens mit Pflanzen, Moosen und Flechten bewachsen. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass die mit flachen Untergrund auskommen, wenig Wasser und Nährstoffe brauchen und damit zurechtkommen, dass sie der Witterung schutzlos ausgeliefert sind“, sagt Stefanie Specht vom Dezernat für Schutzgebiete des Regierungspräsidiums Gießen.

    Aber auch für Insekten und Spinnen sind Felswände interessant – hier finden selbst Reptilien wie die seltene Smaragdeidechse sowohl Verstecke als auch Plätze für einen Sonnenbad. „Handelt es sich um hohe Felswände, die zum Beispiel durch Gesteinsabbau entstanden sind, kann es sogar sein, dass Uhus dort in einer Felsnische oder einem Sims ihr Nest gebaut haben, wie zum Beispiel im Vogelschutzgebiet „Steinbrüche in Mittelhessen“. Kurzum: Diese Biotope sind sehr wichtig. Gefährlich für diese Biotope und die darauf angewiesenen Lebewesen sind vor allem der Gesteinsabbau und Klettersport. Offene Felsbildungen prägen zum Beispiel die Naturschutzgebiete „Arfurter Felsen“ und „Wehrley von Runkel“ an den steilen Lahnhängen im Landkreis Limburg-Weilburg.

    Ungenutzte Höhlen und naturnahe Stollen sind ebenfalls sehr spezielle Lebensräume. Auch wenn sie auf verschiedene Art und Weise entstanden sind: die Höhlen bildeten sich durch Auswaschung von löslichen Schichten, wie im Naturschutzgebiet „Erdbacher Höhlen“ und die Stollen wurden durch unterirdischen Gesteinsabbau geschaffen. Die Lebensbedingungen im Inneren unterscheiden sich kaum. Es ist dort dunkel, meist feucht und kühl, aber frostfrei, die Temperaturschwankungen sind gering. In diesen Höhlen und Stollen kommen Tiere vor, die immer dort leben und sich dort auch ernähren und fortpflanzen können, wie viele Springschwanz- und Spinnenarten. Andere Tierarten suchen diese Lebensräume nur zu bestimmten Zeiten – zum Beispiel zum Überwintern – auf, wie einige Schmetterlings-, Köcherfliegen- und Mückenarten. „Besonders wichtig sind diese Biotope für Fledermäuse, die dort im frostfreien Raum Winterschlaf halten und sich meistens in tiefen Spalten und Rissen verstecken“, ergänzt Franziska Bopf vom RP-Dezernat für Artenschutz. Fledermäuse sind inzwischen sehr selten geworden und daher durch das Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. „13 hier heimische Fledermausarten stehen auch auf der Liste der Klimaverlierer. Das heißt, dass sich ihre Lebensbedingungen durch die Klimaveränderung verschlechtern“, sagt die Expertin.

    Umso wichtiger ist es, die Tiere in Ruhe zu lassen. „Die bekannten Höhlen und Stollen, die nicht touristisch erschlossen sind, sind nicht umsonst durch Gitter verschlossen oder bis auf kleine Durchlässe zugemauert“, weiß Stefanie Specht. „Menschen und möglichst auch Waschbären sollen keinen Zugang haben. Die meisten Höhlenbewohner vertragen es nicht, wenn Menschen in ihren Lebensraum eindringen. Fledermäuse, die im Winterschlaf aufgeschreckt werden, sterben meistens an Entkräftung. Für Waschbären und andere fleischfressende Tiere sind die schlafenden Fledermäuse eine leichte Beute. „Bei allen hier heimischen Fledermausarten handelt es sich nicht um Blutsauger. Stattdessen jagen sie Insekten und vertilgen massenweise Stechmücken. Dies sollte uns alle motivieren, unsere Fledermäuse zu schützen und ihre Winterquartiere nicht zu betreten“, appelliert die Expertin.

    Die Serie
    Sie werden als unnütz angesehen, manchmal zerstört und kaum jemand (er)kennt sie: die Biotope (=Lebensräume), die nach Paragraf 30 des Bundesnaturschutzgesetzes besonders geschützt sind – auch ohne offizielle Beschilderung. Es gibt sie natürlich auch in Mittelhessen. Dazu zählen beispielsweise Streuobstwiesen, Moore und magere, artenreiche Mähwiesen. Das Regierungspräsidium Gießen als Obere Naturschutzbehörde trägt zu ihrem Schutz bei und macht mit einer kleinen Serie auf diese wichtigen Lebensräume für viele verschiedene, auch seltene Tiere und Pflanzen aufmerksam. Denn: Nur was wir kennen, können wir lieben und schützen.

    Bildunterschriften:

    1. Eine offene Felswand am „Köppel bei Langd“. Foto: RP Gießen/ Busse.
    2. Eine Felspartie im Naturschutzgebiet „Arfurter Felsen“. Foto: RP Gießen.
    3. Der König-Konrad-Felsen an der Lahn. Foto: RP Gießen.
    4. Fledermaus im Winterquartier. Foto: Jan Graf.
  • Bargeld: Akzeptanz und Zugang sichern

    Die Verbraucherzentrale Hessen begrüßt den Beschlussvorschlag der Verbraucherschutzministerkonferenz in Regensburg und konkretisiert Forderungen 

    Bezahlen mit Bargeld schützt Privatsphäre, ist unkompliziert und funktioniert auch, wenn der Strom ausfällt. Aber der Zugang zu Bargeld wird in Deutschland immer schwerer. Auch das Bezahlen mit Bargeld ist nicht mehr überall möglich. Die Verbraucherzentrale Hessen fordert das Einschreiten des Gesetzgebers.

    „Zu meinem Erstaunen musste ich heute feststellen, dass mir eine Gebühr von 4,50€ für die Bargeldabrechnung berechnet wurde“, so beschwert sich im Mai 2024 ein Verbraucher aus dem Rhein-Main-Gebiet. Dabei war er froh, dass er überhaupt einen Geldautomaten gefunden hatte. Und auf den ersten Blick gehörte dieser Automat im gemeinsamen Vorraum zweier Kreditinstitute auch zum Verbund seines Geldinstitutes. In Portugal wäre ihm dies mit einer portugiesischen Bankkarte nicht passiert. Dort gilt ein Recht auf kostenlose Bargeldabhebung an allen Geldautomaten.

    „Bargeld ist ein Schatz, der uns nur dann erhalten bleibt, wenn Scheine und Münzen in ausreichendem Maße im Umlauf bleiben. Wenn wir in Zukunft Bargeld als Zahlungsmittel nutzen wollen, müssen unterschiedlichste Maßnahmen geprüft werden“, fordert Katharina Lawrence, Referentin für Finanzdienstleistungen bei der Verbraucherzentrale Hessen. „Ohne entschiedenen Gegenwind wird Bargeld nach und nach aus unserem Alltag verdrängt werden.“

    Umfragen zufolge ist Bargeld in Deutschland das beliebteste Zahlungsmittel. Aber Bargeld steht unter Druck: Banken und Sparkassen reduzieren mit zunehmender Geschwindigkeit Filialen und Geldautomaten. Immer häufiger lehnen Händler und Gastronomen Bargeldzahlungen einseitig ab.

    Die Verbraucherzentrale Hessen fordert daher:

    1. Geldautomaten und Filialen dürfen nicht unbemerkt verschwinden. Die aktuelle Versorgungssituation der Verbraucherinnen und Verbraucher mit Bargeld muss durch geeignete Maßnahmen des Staates stetig erfasst werden.
    2. Vorgaben, wie sie zum Beispiel bei der Versorgungsdichte von Briefkästen bestehen, sollten auch für Bankautomaten entwickelt werden, damit der Zugang zu Bargeld möglich bleibt. Neben Sparkassen, denen als Kreditinstitut mit öffentlichem Auftrag eine besondere Verantwortung zukommt, sind Kooperationen zwischen unterschiedlichen Playern vor Ort bei den Menschen zu forcieren. Diejenigen, die die Aufgaben der Bargeldversorgung übernehmen, sind zu vergüten. Dies ist auf diejenigen Zahlungsdienstleister, die profitieren, umzulegen.
    3. Es wird ein Recht auf kostenlose Bargeldabhebungen eingeführt.
    4. Händlern und Gastronomen, die von vornherein „No Cash“-Regeln leben wollen, sind klare gesetzliche Grenzen zu setzen.

    Die Verbraucherzentrale Hessen begrüßt daher die vom Land Hessen initiierte Beschlussvorlage zu der in dieser Woche stattfindenden Verbraucherschutzministerkonferenz in Regensburg, mit der die Bundesregierung aufgefordert werden soll, auch auf der europäischen Ebene Maßnahmen zum Erhalt des Bargeldes zu ergreifen.

  • Gleisbauarbeiten an der L 3072 beginnen

    Bahnübergang Grünberg-Lehnheim – Zur Kreuzburg – ist vom 15. bis 17. Juni voll gesperrt

    Gießen/ Grünberg. Am Samstag, 15. Juni, um 8 Uhr beginnen die Gleisbauarbeiten an der Bahnstrecke im Bereich L3072, in Grünberg-Lehnheim. Deshalb ist eine Vollsperrung des Bahnübergangs – zur Kreuzung – bis Montag, 17. Juni, um 5 Uhr notwendig.

    Der Belag des Bahnübergangs muss wegen Bauarbeiten aus- und wieder eingebaut werden, wofür die Vollsperrung des Bahnübergangs unverzichtbar ist. Die beantragte Vollsperrung liegt im Landkreis Gießen, die Umleitungsstrecke führt zudem durch den benachbarten Vogelsbergkreis.

    Die Umleitungsstrecke wurde wie folgt festgelegt:

    Aus Richtung Flensungen kommend erfolgt die Umleitung (U1) über die B 49 bis Stadtmitte Grünberg, von dort aus rechtsabbiegend weiter über die L 3127 bis Industriegebiet Grünberg Nord. Am Abzweig Höhe Industriegebiet Grünberg Nord rechts weiter auf die L 3125 in Richtung Stangendorf und in Stangendorf nochmals rechts auf die K 39 in Richtung Lehnheim.

    Von Lehnheim aus erfolgt die Umleitung (U2) über die K 39 nach Stangendorf und von dort aus über die L 3125 bis zum Industriegebiet Grünberg Nord, von dort linksabbiegend weiter bis Stadtmitte Grünberg. Ab dort linksabbiegend weiter der U2 folgend aus die B 49 in Fahrtrichtung Flensungen. In die genannte Umleitungsstrecke der U2 fädelt ebenfalls der Verkehr aus Richtung Beltershain und Grünberg ein.

    Von Merlau aus erfolgt die Umleitung (U3) über die K 44 in Richtung Atzenhain und endet kurz vor Atzenhain; ab dort gilt wieder die stationäre wegweisende Beschilderung.

    Aus Richtung Atzenhain kommend erfolgt die Umleitung (U4) über die K 44 nach Merlau und von dort aus über die L 3225 zurück auf die B 49 bei Flensungen.

    Die gewählte Umleitungsstrecke ist die kürzeste, realisierbare Strecke, die geeignet ist, den Verkehr aufzunehmen. Die Umleitung ist ausgeschildert.

  • Kostenpflichtiger Rundfumkbeitragservice

    Verbraucherzentrale Hessen warnt und gibt Tipps, wie man sich schützen kann  

    Bei der Verbraucherzentrale Hessen häufen sich Beschwerden von Verbrauchern, die den Rundfunkbeitrag über Änderungen ihres Beitragskontos informieren oder eine Wohnung zum Rundfunkbeitrag an- oder abmelden wollten. Die Betroffenen glaubten, sich auf der offiziellen Webseite des Beitragsservice für ARD, ZDF und Deutschlandradio zu befinden. Erst nach Vertragsschluss bemerkten sie, dass sie ein kostenpflichtiges Angebot nutzten. Auf der offiziellen Webseite des Beitragsservice, www.rundfunkbeitrag.de, sind alle Online-Services jedoch kostenlos.

    Markus M. aus Marburg wollte seiner Mutter helfen, ihre Adress- und Kontaktdaten für die Rundfunkbeiträge zu ändern. Bei der Suche nach einem Formular zur Änderung der Daten im Internet tauchte als erster Vorschlag in der Suchmaschine die Seite service-rundfunkbeitrag.de auf. Für Markus M. erweckte die Seite den Eindruck, er sei auf der offiziellen Seite des Beitragsservice für ARD, ZDF und Deutschlandradio gelandet. Doch an Stelle einer kostenlosen Änderung der Daten wurden ihm 29,99 Euro in Rechnung gestellt. Als er den Vertrag widerrufen wollte, wurde ihm mitgeteilt, dass er bereits bei seiner Bestellung zugestimmt habe, dass das Widerrufsrecht mit der vollständigen Vertragserfüllung erlischt.

    Erster Treffer bei der Internetsuche genau prüfen 

    Verbraucher sollten nicht zu schnell dem ersten Vorschlag in der Suchmaschine folgen. Die Internetseite service-rundfunkbeitrag.de der SSS-Software Special Service GmbH erscheint bei der Internetsuche oft als erstes Ergebnis. Der ähnlich geschriebene Domainname kann den Eindruck erwecken, man sei auf der offiziellen Webseite des Rundfunkbeitragsservice gelandet. Doch aufgepasst: „Häufig nutzen Drittanbieter ähnlich klingende Domainnamen und erkaufen sich bei den Suchmaschinen eine bessere Platzierung, um ihre kostenpflichtigen Dienste anzubieten.  Die Webseiten sind in den Suchergebnissen als ‚Gesponsert‘ oder ‚Anzeige‘ markiert, im Gegensatz zur offiziellen Webseite des Beitragsservice“, warnt Olesja Jäger, Referentin bei der Verbraucherzentrale Hessen.

    Zusätzliche Kosten und kein Widerrufsrecht 

    Wer seine Daten für den Rundfunkbeitrag über die Internetseite service-rundfunkbeitrag.de aktualisieren lässt, muss dafür mit Kosten in Höhe von 29,99 Euro rechnen. Auf der offiziellen Website www.rundfunkbeitrag.de ist dieser Service hingegen kostenlos.

    „Der Hinweis der SSS-Software Special Service GmbH, dass es sich um einen unabhängigen Online-Dienst handelt, reicht unseres Erachtens nicht aus, um Verbraucherinnen und Verbraucher ausreichend auf das Kostenrisiko hinzuweisen“, so Jäger. Die Informationen zum Preis werden nicht wie gesetzlich vorgegeben im direkten Zusammenhang mit dem Bestell-Button klar und deutlich hervorgehoben, sondern sind in einem Fließtext versteckt und können nach unserer Einschätzung leicht übersehen werden kann.

    Hinzu kommt, dass bei Online-Dienstleistungen das Widerrufsrecht vorzeitig erlöschen kann, wenn der Vertrag vollständig erfüllt ist und der Verbraucher zugestimmt hat. Nach der Schilderung von Herrn M. macht die SSS-Software Special Service GmbH von dieser Möglichkeit offenbar Gebrauch. Es ist dann nicht mehr ohne weiteres möglich, den Vertrag zu widerrufen.

    Tipps der Verbraucherzentrale 

    Es gibt viele weitere kostenpflichtige Dienste, bei denen die Bereitstellung von Formularen und deren Übermittlung Geld kostet, obwohl es diese Formulare bei Behörden oder Gerichten kostenfrei gibt. Ein Beispiel sind die kostenpflichtigen Ausfüllhilfen für das Kindergeld.

    Die folgenden Tipps helfen dabei, sich vor einer solchen Kostenfalle zu schützen:

    • Bei der Suche im Internet sollte man nicht vorschnell auf eines der ersten Suchergebnisse klicken. Achten Sie darauf, ob diese als „gesponsert“, „Anzeige“ oder „Werbung“ gekennzeichnet sind.
    • Ein Blick ins Impressum verrät, von wem die aufgerufene Website betrieben wird.

    Ein Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen informiert über die Bedingungen und Kosten des Angebots.

  • 60 Jahre Beratungsstelle Gießen

    Festakt der Verbraucherzentrale Hessen: Interessante Arbeitsgebiete und nachhaltigerer Konsum im Fokus 

    Seit über 60 Jahren steht die Beratungsstelle Gießen Verbraucherinnen und Verbrauchern vor Ort mit Rat und Tat zur Seite. Die Verbraucherzentrale Hessen lud zur Feier am 06. Juni 2024 in die Kongresshalle in Gießen ein, um die erfolgreiche Arbeit der Beratungsstelle zu würdigen. Gleichzeitig gab sie Studierenden der Universität Gießen Einblicke in ihre Arbeit und eröffnete die Pop-Up-Ausstellung „Klimafreundlich essen & Plastik sparen“, die noch bis zum 08.07.2024 in der Beratungsstelle Gießen, Südanlage 4 zu sehen ist.

    Seit mehr als einem halben Jahrhundert ist die Beratungsstelle Gießen kompetente Ansprechpartnerin für Fragen des Verbraucherschutzes in der Region. Philipp Wendt, Vorstand des Verbraucherschutzes in der Region. Philipp Wendt, Vorstand der Verbraucherzentrale Hessen, hob die Leistungen des Beratungsteams hervor und warf einen Blick auf die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre.

    Breites Themenspektrum und großes Engagement 
    „Mit viel Elan und Empathie setzt sich das Team der Beratungsstelle Gießen seit Jahrzehnten für die Belange der Verbraucherinnen und Verbraucher in Gießen und Umgebung ein und ist für alle Menschen in der Region ansprechbar. Es ist mir wichtig, dass wir dieses Engagement mit dem heutigen Festakt würdigen. Die Aufgaben und die Themen sind in den zurückliegenden Jahren vielfältiger geworden. Es ist eine bemerkenswerte und anzuerkennende Leistung, dass die Beratungsteams der Verbraucherzentrale Hessen sich schnell und unkompliziert auch in neue Themen einarbeiten“, sagt Wendt. Die Beratungsthemen reichen von Fragen zu Kaufverträgen oder Versicherungen über Patientenrechte bis hin zu den Herausforderungen in der digitalen Welt oder Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Energiewende. Die Nachfrage ist ungebrochen hoch und zeugt von der Bedeutung einer fachkundigen und anbieterunabhängigen Beratung vor Ort und dem wichtigen Beitrag der hessischen Beratungsstellen für den Verbraucherschutz.

    Gute Zusammenarbeit mit Universitätsstadt Gießen 
    Frank-Tilo Becher, Oberbürgermeister der Universitätsstadt Gießen, sagte in seinem Grußwort: „Die Verbraucherzentrale ist nun seit sechs Jahrzehnten bei uns vor Ort in Gießen eine wichtige Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, die kompetenten und unabhängigen Rat suchen. Besonders freue ich mich, dass sich in diesen Jahrzehnten auch an vielen Stellen eine Zusammenarbeit zwischen der Gießener Verbraucherzentrale und der Stadt entwickelt hat. So arbeitet die Verbraucherzentrale etwa sehr aktiv in der Steuerungsgruppe Fairtrade Town Gießen mit, die unseren Weg zu einer Stadt des fairen Handels begleitet und voranbringt. Auch beim sehr aktuellen Thema Energiesparen arbeiten wir zusammen, um Bürgerinnen und Bürgern in Mietwohnungen wie in Eigenheimen zu beraten, wie sie gleichzeitig Kosten und Emissionen senken können. Ich wünsche mir, dass diese vertrauensvolle Zusammenarbeit sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter fortsetzten wird.“

    Nachhaltigkeit in der Verbraucherberatung
    Prof. Dr. Wencke Gwozdz, Professorin für Versorgungs- und Verbraucherforschung an der Universität Gießen zeigte in ihrem Vortrag anschaulich auf, wie es gelingen kann, Verbraucherinnen und Verbrauchern zu einem nachhaltigeren und gesünderen Lebensstil zu befähigen.“ Um nachhaltige Ernährungsweisen zu ermöglichen, müssen Wechselwirkungen zwischen Gesundheit, Umwelt und sozialer Ungleichheit in der Ernährung berücksichtigt werden und individuelles Verhalten und gesellschaftliche Strukturen zusammenwirken. Ökotrophologen und Ökotrophologinnen tragen durch ihre multidisziplinäre Arbeit an Schnittstellen des Ernährungssystems besonders dazu bei, nachhaltige Lösungen fördern“, so Gwozdz.

    Einblick in die Praxis
    Verbraucherinnen und Verbrauchern durch anbieterunabhängige Informationen selbstbestimmte und reflektierte Konsumentenentscheidungen zu ermöglichen, beschäftigt auch die Mitarbeiterinnen der Fachgruppe Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale Hessen. Den anwesenden Studierenden gaben sie Einblicke in ihre Arbeitsgebiete: Sie beantworten Fragen und Beschwerden zu Lebensmitteln und Ernährung, bieten Workshops und Veranstaltungen für jüngere und ältere Menschen, Familien sowie Fachkräfte in der Kindertagesbetreuung an und erstellen interaktive Bildungsmaterialien für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte. Auf Instagram erhalten Follower zudem praxisnahe Tipps und Informationen rund um das Thema „Nachhaltig leben“.

    Pop-Up-Ausstellung „Klimafreundlich essen & Plastik sparen“ eröffnet
    Wie wir im Alltag nachhaltigere Schritte praktisch umsetzen können, zeigt die Pop-Up-Ausstellung „Klimafreundlich essen & Plastik sparen“, die zum Jubiläum in der Beratungsstelle eröffnet wurde. Maximiliane Heuer und Regina Scholz, die Köpfe hinter der Ausstellung, stellten die sechs Stationen und ihre Inhalte vor. Besucherinnen und Besucher erhalten kreative Tipps, um Essensreste zu verwerten und Lebensmittelabfälle zu sparen oder Verpackungsmüll zu reduzieren. Interessierte haben noch bis 08.07.2024 die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen.

  • Nach der Wahl – Wie geht es weiter in Europa?

    EU-Informationszentrum lädt für Freitag, 14. Juni, zum Diskussionsabend in den Netanya-Saal in Gießen ein

    Gießen. Zwischen dem 6. und 9. Juni wählen die Bürgerinnen und Bürger der EU ein neues Parlament. Was aber hat das Ergebnis zu bedeuten? Dieser Frage geht der Politikwissenschaftler und Historiker Siebo Janssen, bekannt als Europa-Experte im TV-Sender Phoenix, im Gespräch mit Moderator Jochen Leyhe am Freitag, 14. Juni, im Netanya-Saal in Gießen nach. Gemeinsam analysieren sie die Wahlergebnisse und ordnen sie ein. Los geht es um 19 Uhr.

    Auch die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen mitzudiskutieren. Es sind etliche Fragen, die sich stellen: Was hat das für Auswirkungen auf Brüssel und die nationalen Hauptstädte? Feiern populistische Europa-Gegner von links und rechts neue Rekorde oder bleiben sie unter ihren Erwartungen? Interessieren sich die Bürgerinnen und Bürger (noch) für Europa und haben sie von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht? Was sagen uns die Ergebnisse auch für die Zukunft der nationalen Regierungen von Lissabon über Paris und Berlin bis nach Tallinn? Und nicht zuletzt: Wird sich dies auf den Krieg der Ukraine und unser Verhältnis zu Russland, China und dem Verbündeten USA auswirken?

    Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos.

    Bildunterschrift: Siebo M. H. Janssen ist Politikwissenschaftler und Historiker. Der oft auch vom TV-Sender Phoenix gefragte Experte ist ein Kenner europäischer und internationaler Politik. Er hat verschiedene Lehraufträge an Universitäten und ist unter anderem regelmäßig für politische Stiftungen tätig.

    Foto: privat

  • Nur im europäischen Konzert mit einer wahrnehmbaren Stimme

    Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich ruft zur Stimmabgabe bei Europawahl auf 

    Gießen. Am Sonntag, 9. Juni, wird ein neues Europaparlament gewählt. „Gehen Sie wählen und stimmen Sie damit für ein gemeinsames Europa“, ruft Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich die Stimmberechtigten im RP-Bezirk auf. „Denn heute fragt in Zeiten der Globalisierung keiner mehr, was 84,4 Millionen Menschen in Deutschland wollen.“ Bei 448,8 Millionen Europäern sehe das schon ganz anders aus. „Wollen wir auch in Zukunft gehört werden, brauchen wir die EU. Nur im europäischen Konzert haben wir eine wahrnehmbare Stimme in der Welt.“

    „Die Europäische Union ist unserer Garant für Frieden, Freiheit und Wohlstand. Schauen wir in die Welt, sind wir konfrontiert mit vielen Problemen, die sich letztendlich nur grenzübergreifend lösen lassen werden: Krieg, Flucht und Vertreibung, Klimawandel, Rohstoffsicherung und Ressourcenschonung sowie hybride Gefährdungslagen. Europa ist unsere Zukunft“, sagt der Regierungspräsident.

    Die Europäische Union (EU), das sind 27 Mitgliedstaaten, die eine gemeinsame Verfasstheit teilen. Frieden und Sicherheit, Freiheit und Wohlstand, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sind nicht mehr selbstverständlich. „Deutschland hat große Vorteile durch die EU“, betont Regierungspräsident Ullrich. Zahlreiche Studien haben deutlich gemacht, wie sehr die Bundesrepublik vom Binnenmarkt profitiert. „Angesichts des russischen Angriffskriegs ist einmal mehr deutlich geworden, dass die EU auch in sicherheitspolitischen Fragen mehr Verantwortung übernehmen muss.“ Gerade die Landes- und Bündnisverteidigung erfordere eine enge europäische Zusammenarbeit.

    Auch wenn die EU mit ihren Entscheidungsprozessen oft als kompliziert wahrgenommen wird und so manche Regelung als übertrieben wahrgenommen werde, dürfe man die Vorteile einer gemeinsamen Politik auf europäischer Ebene nicht aus dem Auge verlieren. „Eine Wahl ist auch immer eine Chance, die Weichen für die Zukunft neu zu stellen. Die demokratischen Kräfte haben immer wieder unter Beweis gestellt, dass Sie unsere Gesellschaft voranbringen können“, betont der Regierungspräsident.

    Daher lautet sein Appell: „Die Entscheidungen, die heute getroffen werden, wirken sich maßgeblich darauf aus, wie und wo wir zukünftig leben und arbeiten werden, welche Lebensgrundlagen uns dafür zur Verfügung sehen und wie demokratisch unsere Gesellschaft verfasst ist. Gehen Sie wählen, entscheiden Sie mit über den zukünftigen Weg der Europäischen Union.“

    Foto: Katrina Friese

  • Auwälder sind selten, aber umso wichtiger für Artenvielfalt und Klimaschutz

    Kleine Serie: Regierungspräsidium Gießen informiert über besonders geschützte Biotope – In Teil 4 geht es um Auwälder

    Gießen. Südlich von Dehrn im Landkreis Limburg-Weilburg gibt es einen, bei Langenaubach im Lahn-Dill-Kreis und auch bei Schweinsberg im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Aber an sich sind Auwälder in Mittelhessen selten. Diese naturnahen Wälder und Ufergebüsche wachsen im Überflutungsbereich von Bächen und Flüssen. „Überschwemmungen sorgen meist für Unmut und große Schäden. Hier sind sie hingegen etwas Positives“, sagt Stefanie Specht vom Dezernat für Schutzgebiete des Regierungspräsidiums Gießen. Denn so entsteht diese Art von Biotop, in denen sich seltene Tier- und Pflanzenarten wohlfühlen.

    Neben den Auwäldern sich auch Bruch- und Sumpfwälder, die auf ständig vernässten Torf- und Mineralböden vorkommen geschützt. Gleiches gilt für Schlucht-, Blockhalden- und Hangschuttwälder, die in Tälern, auf Hängen oder am Fuß von Steilwänden und Felsabbrüchen wachsen. Da diese Wälder häufig aufgrund ihrer Lage schlecht zugänglich sind, sind sie meist naturnah erhalten, wodurch sie einen wertvollen Lebensraum darstellen. „Charakteristisch ist ein hohes Vorkommen von Moosen, Farmen und Flechten“, verdeutlicht die Expertin. Das Naturschutzgebiet „Blockfelder am Taufstein“ im Vogelsberg ist ein Beispiel für einen solchen Blockschuttwald, der an die aus Basalt und Nephelinbasanit-Gestein bestehenden Blockhalden und Felsblöcke anschließt.

    „Früher gab es viel mehr Auwälder. Sie wurden regelmäßig mit Flusswasser überflutet“, weiß Stefanie Specht. Die Begradigung von Flüssen, die Verbreitung von nicht-heimischen Baumarten, die heimische Pflanzenarten und darauf angewiesene Tierarten verdrängen, oder Pilzerkrankungen an den Bäumen tragen dazu bei, dass es immer weniger Auwälder werden. „Dabei nehmen sie wichtige Funktionen wahr: Sie bieten natürliche Rückhalteflächen bei Hochwasserereignissen oder fungieren als Speicher von Treibhaushasen wie CO2. Allein aus diesen Gründen sollte der Erhalt von Auwäldern gefördert werden“, erläutert Franziska Bopf vom RP-Dezernat für Artenschutz.

    All diese besonders geschützten Wälder sind ein wichtiger Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen. Dazu zählen beispielsweise die Frühlingsblume Märzenbecher, die Vogelarten Sperlingskauz, Schwarzstorch, Mittelspecht, Schwarzspecht und Gelbspötter, verschiedene Fledermausarten wie die Zwergfledermaus, die Mopsfledermaus und die Große Bartfledermaus, die Sumpfspitzmaus, der Scharlachkäfer sowie der Eremit-Käfer. Sie alle gelten als „Klimaverlierer-Arten“, da sie durch die Auswirkungen des Klimawandels beeinträchtigt werden. Insgesamt stehen mehr als 200 verschiedene Tier- und Pflanzenarten auf der Liste der potenziellen Klimaverlierer. Auch Hartholz- sowie Erlen-, Eschen- und Weichholzauenwälder als bedrohte Lebensräume finden sich auf der Liste wieder. Sie alle sollen im Rahmen einer Maßnahme des „Klimaplans Hessen“ besser geschützt werden. Die Durchführung solcher Projekte in Mittelhessen koordiniert die Obere Naturschutzbehörde des Regierungspräsidiums Gießen.

    Die Serie 
    Sie werden als unnütz angesehen, manchmal zerstört und kaum jemand (er)kennt sie: die Biotope (=Lebensräume), die nach Paragraf 30 des Bundesnaturschutzgesetzes besonders geschützt sind – auch ohne offizielle Beschilderung. Es gibt sie natürlich auch in Mittelhessen. Dazu zählen beispielsweise Streuobstwiesen, Moore und magere, artenreiche Mähwiesen. Das Regierungspräsidium Gießen als Obere Naturschutzbehörde trägt zu ihrem Schutz bei und macht mit einer kleinen Serie auf diese wichtigen Lebensräume für viele verschiedene, auch seltene Tiere und Pflanzen aufmerksam. Denn: Nur was wir kennen, können wir lieben und schützen.

    Bildunterschriften:

    1.+2. Auwälder sind in Mittelhessen im Burgwald zu finden. Fotos: RP Gießen.

    3. Der Mittelspecht ist durch seine rote, auffällige Kopffarbe gut erkennbar. Er ist auf naturnahe Wälder mit alten Laubbäumen mit grobrissiger Rinde und viel Totholz angewiesen, da er nur hier seine Bruthöhlen anlegt. Daher fühlt er sich in Mittelhessen im Naturschutzgebiet „Saurasen bei Schweinsberg“ wohl. Foto: Weller.

  • +++ Android: Update erforderlich +++

    In Kürze wird eine neue, verbesserte Version der Giessen App für Android-Smartphones im  Google Play Store zur Verfügung stehen. Dieses Update erhält Verbesserungen bei den Push-Benachrichtigungen und ist erforderlich, da Google ab dem 20. Juni 2024 einen verwendeten Pushdienst einstellen wird.

    Das Update sollte herunter geladen und installiert werden, außerdem sollte die App einmal geöffnet werden, um die Funktionalitäten optimal nutzen zu können.

    Danke für das Verständnis!