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  • Arbeitsagenturen „zwischen den Jahren“ geöffnet

    * Die Arbeitsagenturen in Gießen, Bad Vilbel, Büdingen, Friedberg und Lauterbach haben vom 27. bis 30. Dezember zu den jeweils gültigen Zeiten geöffnet
    * Das Berufsinformationszentrum (BiZ) in Gießen ist „zwischen den Jahren“ geschlossen

    Die Agenturen für Arbeit in Gießen, Bad Vilbel, Büdingen, Friedberg und Lauterbach haben „zwischen den Jahren“, vom 27. bis 30. Dezember, zu den jeweils gültigen Zeiten geöffnet.

    Die Öffnungszeiten können der Homepage der Arbeitsagentur Gießen www.arbeitsagentur.de/vor-ort/giessen/startseite entnommen werden.  Die Seiten der weiteren Standorte sind ganz unten auf der Homepage unter „Unsere Standorte“ zu finden.

    Das Berufsinformationszentrum (BiZ) in Gießen ist vom 27. bis 30. Dezember geschlossen.
    Telefonisch ist die Arbeitsagentur wie gewohnt von 8 bis 18 Uhr unter der kostenlosen Rufnummer 0800 4 5555 00 erreichbar.
    Am 30. Dezember ist die telefonische Erreichbarkeit ab 14 Uhr aufgrund Wartungsarbeiten nur sehr eingeschränkt möglich.

    Online ist die Beantragung von Arbeitslosengeld, die Mitteilung der neuen Adresse oder Bankverbindung, Abmeldung aus der Arbeitslosigkeit sowie weitere Dienstleistungen jederzeit möglich. Zu den eServices der Bundesagentur für Arbeit: www.arbeitsagentur.de/eService

  • Tipps zum nachhaltigen Fischeinkauf zu Weihnachten und Silvester

    „Guter Fisch“ auf den Tisch

    Überfischung, Zerstörung von Lebensräumen und hohe Beifangmengen sind häufige unerwünschte Begleiterscheinungen der kommerziellen Fischerei. Nun bieten die Verbraucherzentralen erstmals eine mit Forschungseinrichtungen und Umweltverbänden gemeinsam erstellte Online-Übersicht zum nachhaltigen Einkauf von Meeresfischen. Die Liste „Guter Fisch“ nennt die Fischarten, die aufgrund einheitlicher Kriterien wie Fanggebiet und -methode derzeit die beste Wahl für Fischfans sind.

    Die Daten der letzten Jahre sind besorgniserregend: Die Mehrzahl der Fischbestände weltweit werden bis an ihre biologischen Grenzen oder darüber hinaus befischt. Nur noch wenige Bestände sind in einem guten Zustand. Dabei sind Fische wichtig für das gesamte Ökosystem Meer.

    Doch Fisch liefert auch wertvolle Eiweiße, Fettsäuren und Mineralstoffe und kann Teil einer gesundheitsförderlichen Ernährung sein. „Viele Menschen essen gerne Fisch, wissen aber auch um die Umweltauswirkungen der Überfischung der Meere. Sie wollen beim Fischeinkauf verantwortlich handeln“, sagt Wiebe Franz von der Verbraucherzentrale Hessen. „Gerade zu den Feiertagen gehört bei vielen Menschen traditionell Fisch auf den Tisch“, so Franz weiter. Wer beim Einkauf von Meeresfisch Umweltaspekte und den aktuellen Stand der Überfischung berücksichtigen möchte, kann sich an der neuen Einkaufsliste „Guter Fisch“ orientieren. Hier sind zwölf empfehlenswerte und vier bedingt empfehlenswerte Fischsorten mit Fanggebiet und erlaubten Fanggeräten übersichtlich gelistet. Die Liste wird jährlich aktualisiert. „Damit nicht doch Fisch aus einem stark bedrohten Bestand im Einkaufswagen landet, ist es wichtig, dass nicht nur die Fischart, sondern auch Fanggebiet und Fangmethode genau mit der Liste übereinstimmen“, erklärt Franz. Für unverarbeiteten Frischfisch und tiefgekühlten Fisch sind die Angaben zu Fischart, Fangmethode und Fanggebiet verpflichtend.

    Fisch aus Aquakultur wird manches Mal als Alternative dargestellt. Der Verzehr bedeutet jedoch nicht automatisch, dass wild lebende Fische geschützt werden. Zudem geht auch die Aquakultur mit Problemen einher. So kommen bespielweise Fischmehl oder Fischöl aus Wildfang zum Einsatz und es sind aufgrund der Haltung auf engem Raum Medikamente erforderlich. Auch  kann die intensive Haltung Meeresböden und Umwelt schädigen.

    Weitere Informationen

    Die Liste „Guter Fisch“ einschließlich der zugrundeliegenden Kriterien findet man auf der Website der Verbraucherzentrale Hessen, www.verbraucherzentrale-hessen.de/guter-fisch.

    Eine Übersicht zu empfehlenswerten Fischen und Meerestieren aus Aquakultur gibt es ebenfalls auf der Website der Verbraucherzentrale Hessen, https://www.verbraucherzentrale-hessen.de/bewertungen-der-fische-und-meerestiere-aus-aquakultur-69558.

    Hintergrund

    Um Verbraucherinnen und Verbrauchern einheitliche Informationen zum Einkauf von Meeresfisch an die Hand zu geben,, ist die Liste „Guter Fisch“ in Zusammenarbeit der Verbraucherzentralen mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH), dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel (GEOMAR), dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) und dem World Wide Fund For Nature (WWF) entstanden.

  • Nutri-Score – bietet Orientierung, ist aber zu selten vorhanden

    Marktcheck der Verbraucherzentralen zur freiwilligen Nährwertkennzeichnung

    Ein bundesweiter Marktcheck der Verbraucherzentralen zeigte: Von 1.451 untersuchten Produkten trugen 40 Prozent den Nutri-Score. „Das waren zwar sieben Prozent mehr als beim Precheck im Vorjahr, sind aber noch zu wenige“, sagt Wiebke Franz von der Verbraucherzentrale Hessen. Dabei zeigt das freiwillige Label meist zuverlässig Unterschiede in der Nährstoffzusammensetzung von verarbeiteten Lebensmitteln innerhalb einer Produktgruppe an. Die Verbraucherzentralen fordern, dass der Nutri-Score in der EU verpflichtend wird.

    Die Verbraucherzentralen überprüften Lebensmittel aus den Produktgruppen Brote und Brötchen, Pizzas, Milch und Milchgetränke, Pflanzendrinks und Cerealien hinsichtlich einer Kennzeichnung mit dem Nutri-Score. Verglichen wurden die Ergebnisse mit denen eines Pre-Checks bei den gleichen Produkten ein Jahr zuvor. Die Ergebnisse in Kürze:
    • 579 von 1.451 Produkten (40 Prozent) trugen einen Nutri-Score. Das waren weniger als die Hälfte der untersuchten Lebensmittel.
    • Mit 118 von 169 Produkten (70 Prozent) waren Pizzas am häufigsten mit dem Nutri-Score gekennzeichnet.
    • Am seltensten war der Nutri-Score bei Cerealien und Milchprodukten mit einem Anteil von jeweils 28 Prozent zu finden.
    • Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Anteil der mit dem Nutri-Score gekennzeichneten Produkte von 477 auf 579 und damit um sieben Prozentpunkte.
    • Bei insgesamt 140 von 1.451 Lebensmitteln hat sich die Nährstoffzusammensetzung im Laufe des Jahres verbessert.
    „Wir fordern bei der Einführung des Nutri-Score mehr Tempo von der Lebensmittelindustrie“, sagt Wiebke Franz von der Verbraucherzentrale Hessen. „Die farbige Nährwertkennzeichnung kann ihre Aussagekraft innerhalb einer Produktgruppe wesentlich besser entfalten, wenn sie flächendeckend eingesetzt wird.“

    Nutri-Score hilft beim Einkauf
    Die Ergebnisse der Marktchecks zeigen, dass der Nutri-Score dabei hilft, innerhalb einer Produktgruppe Lebensmittel mit einer besseren Nährstoffzusammensetzung auszuwählen. Je schlechter der Nutri-Score beispielsweise bei Brot, desto höher war der durchschnittliche Gehalt an Salz in den Produkten. Bei den Pizzas war der durchschnittliche Gehalt an gesättigten Fettsäuren etwa viermal so hoch, wenn auf der Packung ein D statt einem A stand.

    „Erfreulich ist, dass Anbieter bei etwa einem Zehntel der untersuchten Produkte die Nährstoffzusammensetzung im Laufe des Jahres verbessert haben“, meint Franz.

    Nutri-Score weiter voranbringen
    Das Grundprinzip der Berechnung des Nutri-Score ist, dass positive und negative Inhaltsstoffe miteinander verrechnet werden. Das kann aktuell dazu führen, dass beispielsweise Cerealien trotz eines hohen Zuckergehalts einen guten Nutri-Score erhalten. Für 2023 sind Verbesserungen in Aussicht gestellt. So sollen bei der Berechnung des Nutri-Score der Zuckergehalt sowie die Gehalte an Salz und Ballaststoffen strenger bewertet werden. „Die geplanten Veränderungen haben die Verbraucherzentralen gefordert. Sie sind sinnvoll, um die Nährstoffzusammensetzung durch den Nutri-Score noch besser abzubilden“, so Franz.

    Nutri-Score häufiger kontrollieren
    Der Nutri-Score wird nur in drei von 14 angefragten Bundesländern regelmäßig durch die Behörden der Lebensmittelüberwachung überprüft. „Das ist viel zu wenig. Denn immerhin 17 Produkte im Marktcheck waren laut Berechnung der Verbraucherzentralen mit einem falschen Nutri-Score gekennzeichnet. Das zeigt, auch bei dieser freiwilligen Deklaration sind regelmäßige und bundesweit einheitliche Kontrollen notwendig“, sagt Franz.

    Weiterführende Informationen
    Bericht Marktcheck Nutri-Score 2022
    Faktenblatt Nutri-Score

  • Zielgenaue Hilfe in der Energiepreiskrise

    Statement der Verbraucherzentrale Hessen zum Landesprogramm „Hessen steht zusammen“

    Zum heute von Ministerpräsident Boris Rhein und Staatsminister Tarek Al-Wazir vorgestellten Landesprogramm „Hessen steht zusammen“ erklärt Philipp Wendt, Vorstand der Verbraucherzentrale Hessen e.V.:

    „Die Energiepreise sind seit Sommer 2021 in mehreren Wellen stark angestiegen. Der Krieg gegen die Ukraine hat den Anstieg der Verbraucherpreise noch einmal deutlich verschärft. Betroffen sind vor allem Erdgas, aber auch Heizöl, Lebensmittel und Strom. Besonders die Energiepreise treffen die Verbraucherinnen und Verbraucher hart. Die Zahl der Beratungsanfragen zum Thema Energiekosten bei der Verbraucherzentrale hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verzehnfacht. Die Menschen wissen schlicht nicht, wie sie die hohen Abschläge noch bezahlen sollen.

    Die Bundesregierung hat wichtige Unterstützungspakete auf den Weg gebracht. Vergessen werden darf aber nicht, dass der auf 12 Cent/kWh gedeckelte Gaspreis immer noch fast doppelt so hoch ist, wie der Durchschnittspreis in 2021. In vielen Fällen werden die sozialen Sicherungssysteme helfen. In manchen Fällen leider nicht. Es ist deswegen ein richtiger Schritt, dass die Landesregierung die Unterstützung nicht an alle austeilt, sondern mit dem Härtefallfonds zielgenau Verbraucherinnen und Verbraucher unterstützt, die konkret Hilfe benötigen.

    Die Verbraucherzentrale Hessen hat durch ihr Projekt „Hessen bekämpft Energiearmut“ große Erfahrung in der Beratung von Menschen mit Energieschulden. Wir sind darauf vorbereitet, die Organisation des Härtefallfonds für das Land zu übernehmen.“

    Servicenummern der Verbraucherzentrale Hessen zum Thema Energie
    Steigende Energiepreise: (069) 97 19 40 247
    Montag, Mittwoch und Donnerstag: 10 bis 14 Uhr

    Beratung bei Energieschulden: (06142) 94 190 10
    Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag: 9 Uhr bis 13 Uhr, Mittwoch: 9 Uhr bis 17 Uhr

    Energie-Einsparberatung: 0800 809 802 400
    (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz und für Mobilfunkteilnehmer)
    Montag bis Donnerstag: 8 Uhr bis 18 Uhr, Freitag: 8 Uhr bis 16 Uhr

  • Strom sparen: Diese sieben Tipps entlasten Ihren Geldbeutel

    Nicht nur Gas, auch Strom ist derzeit so teuer wie nie. Wie Sie mit sieben effektiven Tipps Strom sparen – und wann sich ein Anbieterwechsel für Sie lohnen kann.

    • Die Energiepreise explodieren, daher überlegen viele Verbraucher/-innen, wie sie am besten Strom und Gas sparen können
    • Bereits mit einfachen Tipps für den Haushalt lassen sich die Energiekosten deutlich senken
    • Ihr Finanzcoach hilft Ihnen, den richtigen Stromanbieter mit einem passenden Tarif zu finden

    Mit einfachen Mitteln viel sparen

    In Zeiten der Energiekrise wollen Verbraucher/-innen sparen. Das gilt nicht nur für Gas, sondern auch für Strom. Derzeit liegt der Strompreis im Durchschnitt laut Vergleichsportalen je nach Vertrag zwischen rund 44 und 51 Cent pro Kilowattstunde – Tendenz steigend. Auf die Preise haben Stromkunden/-innen keinen direkten Einfluss, wohl aber auf ihren Verbrauch. Mit einfachen Mitteln lässt sich bereits viel Strom sparen. Egal ob wassersparender Duschkopf oder passend eingestellte Kühlschränke – mit diesen sieben einfachen Tipps senken Sie Ihre Energiekosten.

    Diese sieben Tipps helfen beim Stromsparen

    • Wassersparender Duschkopf: Ein wassersparender Duschkopf kann bis zu 30 Prozent der Warmwasserkosten einsparen. Im Einzelhandel ist er bereits für kleines Geld verfügbar und leicht ausgetauscht. Wer kürzer und niedriger temperiert duscht, spart zusätzliches Geld.
    • Wärmerer Kühlschrank: Der Kühlschrank muss nicht zwangsläufig auf vier oder fünf Grad Celsius temperiert sein. Sieben Grad sind zur Kühlung der Lebensmittel in der Regel völlig ausreichend. Bei Geräten ohne Temperaturanzeigen entspricht dies meist Stufe eins oder zwei. Pro Grad Celsius, den der Kühlschrank runtergekühlt wird, steigt der Stromverbrauch um etwa sechs Prozent. Übrigens: Sie sollten Ihr Eisfach bis zu zweimal im Jahr abtauen. Ein zu stark vereister Kühlschrank erhöht den Stromverbrauch zusätzlich.
    • Schlauer Schalter: Geräte, die im Standby-Modus betrieben werden, verbrauchen ebenfalls Strom. Schalten Sie daher die Geräte nach der Benutzung komplett aus, ziehen Sie den Stecker oder benutzen Sie Steckdosenleisten mit Kippschalter.
    • Volle Spülmaschine: Spülmaschinen sind energiesparender als das Spülen mit der Hand. Achten Sie jedoch darauf, dass die Maschine vollständig eingeräumt ist. Benutzen Sie zudem das Eco-Programm, um weitere Energie zu sparen. In eine Standardspülmaschine passen bis zu 80 Geschirr- und Besteckteile. Wer keine Spülmaschine hat: Lieber einmal das Spülbecken füllen statt das Geschirr unter fließendem Wasser abwaschen.
    • Auf Heizlüfter verzichten: Wer aktuell wegen der hohen Gaspreise auf die Idee kommt, seine Wohnung mit einem Heizlüfter zu heizen, tappt in eine Kostenfalle. Eine solche Anschaffung lohnt sich bei den aktuellen Strompreisen nicht. Ein Richtwert besagt: Es ist dreimal so teuer, mit Strom anstelle von Gas zu heizen. Daher sind stromfressende Heizlüfter oder Heizstrahler keine sinnvolle Alternative zur klassischen Heizung.
    • Deckel drauf: Verwenden Sie beim Kochen mit einem Topf immer einen Deckel, damit keine Energie verloren geht. Achten Sie auch darauf, dass die Größe des Topfes zur beheizten Platte passt. Damit können Sie den Energieverbrauch beim Kochen bereits um die Hälfte senken.
    • Wasser kochen: Wer heißes Wasser benötigt, sollte nach Möglichkeit immer einen Wasserkocher statt eines Topfes verwenden. Der Wasserkocher kann die Energie besser speichern. Die meisten Wasserkocher schalten sich jedoch erst einige Zeit später ab, nachdem das Wasser bereits kocht. Sie können das Gerät bereits vorher selber ausschalten, um weiteren Strom zu sparen.
  • Vermögen sichern, Vermögen aufbauen: Darum brauchen Sie gerade jetzt einen Finanzcoach

    Steigende Kosten, hohe Inflation: Ein Finanzcoach kann Ihnen helfen, den Überblick über Ihr Vermögen zu bewahren, Sparpotenziale zu ermitteln und Ihre finanzielle Situation zu verbessern.

    • Mit einem professionellen Finanzcoaching sind Sie auf der sicheren Seite
    • Eine Beratung durch Ihren persönlichen Finanzcoach hat viele Vorteile und bietet Orientierung in einer komplexen Finanzwelt
    • Einfache Regeln helfen, finanzielle Engpässe besser zu überstehen

    Vermögen aufbauen: Ihr Finanzcoach optimiert Ihre Finanzen

    Viele Menschen sind derzeit verunsichert und fragen sich: Was kann ich tun, um gut durch die aktuelle Zeit zu kommen? Hier kann ein genauer Blick auf Ihr Vermögen und eine Analyse Ihrer aktuellen Situation helfen: Ihr persönlicher Finanzcoach verschafft Ihnen einen Überblick über die komplexe Finanzwelt, beleuchtet Ihre Ein- und Ausgaben und identifiziert Sparpotenziale. Außerdem berät er Sie anhand Ihrer individuellen Lebensumstände und findet für Sie die passenden Finanz- und Vorsorgeprodukte.

    So vermehren Sie mit Ihrem persönlichen Finanzcoach Ihr Vermögen

    • Ihr Finanzcoach nimmt Ihre Finanzen genau unter die Lupe: Wo sind Sie bereits gut aufgestellt und wo besteht Optimierungsbedarf?
    • Ihr Finanzcoach zeigt Ihnen, wie Sie von staatlichen Förderungen profitieren, und findet die passenden Versicherungen für Sie.
    • Ihr Finanzcoach handelt in Ihrem Sinne, dementsprechend wird die Finanzstrategie individuell an Ihre persönlichen Bedürfnisse angepasst.
    • Ihr Finanzcoach begegnet Ihnen stets auf Augenhöhe und berücksichtigt individuell Ihre persönlichen Wünsche und Ziele.
    • Mit einer professionellen Analyse und Beratung können wir gemeinsam wichtige Fragen rund um Ihr Vermögen schnell und einfach klären.

    Mit einfachen Regeln finanzielle Engpässe überbrücken

    Nicht nur die richtige Beratung ist derzeit besonders wichtig, sondern auch der Vermögensaufbau. Hier können Sie beispielsweise durch einen bewussten Konsum Geld sparen und dieses für die nötige Vorsorge zurücklegen. Grundsätzlich schlafen Sie auch in Zeiten mit hoher Inflation besser, wenn Sie ausreichend Rücklagen bilden. Das kann bereits mit wenigen einfachen Regeln klappen:

    • Eine Faustregel besagt, dass Sie immer mindestens zwei bis drei Monatsgehälter auf dem Konto vorhalten sollten. Damit können Sie bei finanziellen Engpässen auch weiterhin laufende Kosten decken.
    • Versuchen Sie, Konsum und Vermögensaufbau voneinander zu trennen. Das heißt: Ihre Finanzstrategie erlaubt es Ihnen im Idealfall auch in schwierigen Zeiten, ein paar Monate zu überbrücken, ohne beispielsweise Ihre Altersvorsorge zu belasten oder Ihr Auto zu verkaufen. Ihr Finanzcoach hilft Ihnen, die richtige Strategie zu finden.
    • Ihr jetziges Einkommen teilt sich bestenfalls so auf, dass Sie Ihre Lebensunterhaltskosten decken, aber dennoch in die Altersvorsorge investieren können.
    • Kümmern Sie sich bereits frühzeitig um eine für Sie passende Altersvorsorge.

    Es ist nie zu spät, vorzusorgen und zu investieren. Das gilt auch für Arbeitnehmer/-innen mit einem schmalen Gehalt. Gerade Menschen mit niedrigem Einkommen profitieren sehr von einem Finanzcoach: Dieser kann ihnen zum Beispiel einen passenden Versicherungsschutz anbieten. Neben der Hausrats- und Haftpflichtversicherung kann auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung Sinn machen. Denn Unfall oder Krankheit haben großes Potenzial, die finanzielle Situation zu verschärfen.

  • Kindergeld 2023: So können Familien von der Erhöhung profitieren

    Ab 1. Januar 2023 steigt das Kindergeld. Alles, was Sie wissen und jetzt für die Zukunft Ihrer Kinder tun sollten.

    • Das Kindergeld steigt im kommenden Jahr auf monatlich 250 Euro pro Kind.
    • Die Erhöhung kann genutzt werden, um Ihren Nachwuchs optimal für die Zukunft abzusichern.
    • Mit unserem Rundum-Konzept bietet wir verschiedene Möglichkeiten, für die Zukunft Ihres Kindes zu sparen und es umfassend abzusichern.

    Es ist die größte Erhöhung des Kindergelds in der Geschichte der Bundesrepublik: Um Familien zu unterstützen, wird das Kindergeld zum 1. Januar 2023 für die ersten drei Kinder auf jeweils 250 Euro pro Monat erhöht.

    Die bereits geplante Anhebung wurde vor Kurzem nochmal nach oben angehoben. Für die ersten beiden Kinder soll es monatlich künftig jeweils 31 Euro mehr geben als bisher. Für das dritte Kind ist eine Erhöhung von 25 Euro vorgesehen. Das Kindergeld für das vierte Kind soll unverändert bleiben, er liegt auch jetzt schon bei 250 Euro monatlich.

    Kindergelderhöhung: So viel Kindergeld bekommen Familien ab 2023

    aktuell: 219€ (1. & 2. Kind) / 225€ (3. Kind) / 250€ (4. Kind)

    ab 2023: 250€ (1.-4. Kind)

    Für eine sichere Zukunft Ihrer Kinder

    Durch die Kindergelderhöhung verfügen Eltern über zusätzliches Budget für die Vorsorge und Absicherung ihres Nachwuchses. Denn mit dem Plus vom Staat kann jetzt das Fundament für die Zukunft der Kinder gelegt und ausgebaut werden. Langfristiges Sparen und Vorsorgen lohnt sich auch schon mit kleinen Beträgen.

    Welche Absicherungs- und Vorsorgemöglichkeiten gibt es?

    • Vermögensaufbau: Bereits mit geringem Aufwand kann ein wichtiger Grundstein für den Vermögensaufbau des Kindes gelegt werden – für Ausbildung, Führerschein, die erste eigene Wohnung oder die spätere Rente.
    • Gesundheitsschutz: Im Fall der Fälle wünschen sich Eltern für ihr Kind eine optimale Behandlung. Daher ist es sinnvoll, in eine entsprechende Absicherung zu investieren. So sichern sich Eltern die Erstattung zusätzlicher Behandlungskosten, beispielsweise für zahnärztliche bzw. kieferchirurgische Leistungen, Sehhilfen oder ein eigenes Krankenhauszimmer für das Kind sowie eine Begleitperson.
    • Berufsunfähigkeitsabsicherung: Aus Kindern werden schnell Erwachsene. Umso wichtiger ist es, rechtzeitig vorzusorgen. Sichern Sie Ihrem Kind schon heute das Recht, später eine Berufsunfähigkeitsversicherung – ohne erneute Gesundheitsprüfung – abzuschließen.
    • Invaliditätsabsicherung: Unfälle oder schwere Erkrankungen können bei Kindern zu bleibenden Gesundheitsschäden führen – mit Auswirkungen auf die Zukunft des Kindes und seine langfristige Betreuung. Eine Invaliditätsabsicherung schützt vor den finanziellen Belastungen, die dabei entstehen können.
    • Versorgerabsicherung: Was passiert, wenn die finanzielle Absicherung des Kindes durch Tod oder Berufsunfähigkeit des Versorgers entfällt? Dieses Risiko kann ebenfalls abgesichert werden.
    • Bausparen: Schon jetzt die noch günstigen Zinsen für die eigenen vier Wände sichern: Familien sind häufig anspruchsberechtigt bei der Wohnungsbauprämie und Azubis profitieren regelmäßig von der Arbeitnehmersparzulage.
    • Geiger Goldsparplan: Mit dem Geiger Goldsparplan können Eltern bereits ab 25 Euro auf einen exklusiven 50 Gramm Premium Goldbarren „Bundesrepublik Deutschland“ sparen. Es sind monatliche, quartalsweise, halbjährliche sowie jährliche Sparpläne möglich.
    • Fondssparen: Je früher damit begonnen wird, desto stärker kann vom Zinseszins-Effekt profitiert werden. So können Eltern für ihren Nachwuchs über die Jahre eine stattliche Summe ansparen.

    Wer sein Kind rundum absichern und frühzeitig das Fundament für dessen finanzielle Unabhängigkeit legen will, kann sich für ein komplettes Vorsorge-Konzept entscheiden, wie z.B. Mein Zukunftsplan der Generali Deutschland Lebensversicherung AG.

    Mein Zukunftsplan ist ein flexibles Absicherungs- und Vorsorgekonzept für Kinder. Es enthält die Komponenten Kinderinvalidität, Arbeitskraftabsicherung und Versorgerschutz. So können die Weichen für eine sichere Zukunft Ihres Kindes gestellt werden.

  • Meldepflicht für Arbeitgeber zur Beschäftigung behinderter Menschen

    Unternehmen müssen bis 31. März 2023 Beschäftigungsdaten melden
    Wird Beschäftigungspflicht von schwerbehinderten Menschen nicht nachgekommen, muss eine Ausgleichsabgabe gezahlt werden
    Beschäftigungspflicht gilt für Unternehmen mit min. 20 Arbeitsplätzen
    Meldung über kostenfreie Software IW-Elan möglich

    Arbeitgeber mit durchschnittlich mindestens 20 Arbeitsplätzen sind gesetzlich verpflichtet, auf mindestens fünf Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Diese Arbeitgeber haben der Agentur für Arbeit bis spätestens 31. März 2023 ihre Beschäftigungsdaten anzuzeigen. Diese Frist kann nicht verlängert werden.

    Die Beschäftigungs- und Anzeigepflicht gilt auch für Unternehmen, die im laufenden Jahr von Kurzarbeit betroffen waren.

    Kommen Arbeitgeber der Beschäftigungspflicht nicht nach, ist eine sogenannte Ausgleichsabgabe zu zahlen. Diese Abgabe wird auf Grundlage der jahresdurchschnittlichen Beschäftigungsquote ermittelt.

    Um die Anzeige zu erstellen und eine mögliche Ausgleichsabgabe zu berechnen, können Unternehmen und Arbeitgeber die kostenfreie Software IW-Elan nutzen. Diese steht auf der Homepage www.iw-elan.de unter der Rubrik „Download“ zur Verfügung oder kann als CD-ROM unter der Rubrik „Service“ bestellt werden. Ab dem Anzeigejahr 2021 ist die elektronische Anzeige mit IW-Elan noch einfacher: Es ist keine Unterschrift und keine postalische Versendung der „Erklärung zur Vorlage bei der Agentur für Arbeit“ mehr erforderlich.

  • Auditions at the Keller Theatre

    For our next production (shows planned for late February/early March; One-Act Play) we are looking for

    -a woman (playing age: in her sixties)
    -a woman (early to mid forties)
    -a young man (playing age: late teens)

    Everybody`s welcome, no need to prepare anything.

    When: December 6th and 13th (Tuesdays); 7 p.m.
    Where: Kleine Bühne, Bleichstr. 28, Giessen

    Für die nächste Produktion des Keller Theatre „The Cloudspotter“, die voraussichtlich Ende Februar/Anfang März 2023 aufgeführt wird, werden 3 Personen gesucht:
    Eine Frau, ca. 60 Jahre
    Eine Frau, Anfang bis Mitte 40 Jahre
    Ein junger Mann von ca. 18 Jahren

    Jeder ist herzlich willkommen, es sind keine Vorbereitungen nötig.
    Das Vorsprechen beginnt um 19 Uhr in der Kleinen Bühne Gießen, Bleichstraße 28, 35390 Gießen. Wir freuen uns auf Euch.

    Weitere Infos auf www.keller-theatre.de

    Kleine Inhaltsangabe auf englisch zur Einstimmung :o)

    The Cloudspotter by Michael Harnett
    Thomas and his Nan live together. He’s still a teenager. She’s in her sixties. She took him in after his mother died. He’s nowhere else to go. Nan’s becoming forgetful. Leaves the front door open. Loses her phone and her glasses. But Thomas doesn’t worry. Hasn’t he just landed a part in a murder mystery film? Or has he? And shortly he’ll be heading for Hollywood. And more! He’ll be taking Nan with him. But reality strikes when Nan is caught with a kettle under her coat in a shop.

  • Blinder Programmierer hilft Leben retten

    Am 3. Dezember ist internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

     

    Der blinde Christopher Proß deckt als Programmierer Fachkräftebedarf des Fernwälder Unternehmens medDV und hilft Leben retten

     

    Ein junger Mann mit grauem Shirt sitzt in einem hellen modernen Büro vor zwei Bildschirmen. Auf den ersten Blick nichts Ungewöhnliches. Auf den Zweiten schon. Die große Brailletastatur mit Braillezeile verraten es. Christopher Proß ist blind.

    Seine Finger fahren lesend über die schnell wechselnde Punktschrift der Braillezeile. Auf dem Bildschirm ist zu erkennen, was er in Brailleschrift, der Blindenschrift, liest. „Böhmische Dörfer“ sind es wohl für die meisten, für Proß ist es sein täglich´ Brot. Er ist Programmierer bei der Firma medDV in Fernwald.

     

    „Niemals unterkriegen lassen“: So lautet das Motto von Christopher Proß am Ende des Gesprächs. Diese Lebenseinstellung nimmt dem offenen und selbständigen jungen Mann jeder sofort ab.

    Als Frühchen geboren, wurden seine Augen nicht vollständig entwickelt. Mit drei Jahren erblindete er vollständig. Ein Leben ohne Augenlicht ist für Proß Alltag. Als Jugendlicher entdeckte er seine Begeisterung für den Computer. Als Sehbehinderter kommt man um den PC nicht drum herum, erklärt Proß. Schule, Freizeit; vieles findet am Computer statt. So auch seine Ausbildung zum Fachinformatiker an der Deutschen Blindenstudienanstalt e.V. in Marburg. Proß zog dafür aus dem Schwarzwald nach Mittelhessen. Die Naturwissenschaft hätte ihn auch sehr gereizt, bemerkt Proß. Hier hatte er jedoch Bedenken in Punkto Barrierefreiheit. „Der PC ist derzeit einfach die barrierefreiste Beschäftigung für Blinde“, resümiert der junge Mann abschließend seine Berufswahlentscheidung.

    Das dieser Entschluss genau der richtige war, findet nicht nur er, sondern auch sein Bereichsleiter bei der Firma medDV, Christian Mazzotta: „Christopher geht sehr offen mit seiner Behinderung um. Wir sprechen einfach über alles. Deshalb gibt es bei uns keine Probleme sondern Herausforderungen“.

    Als Marktführer mit über 80 Mitarbeitenden erarbeitet das Unternehmen am Standort Fernwald Lösungen um Prozesse der Dokumentation und Kommunikation im Rettungswesen zu optimieren.

    Da medDV ein schnell wachsendes Unternehmen ist, sind gut ausgebildete Mitarbeitende ein hohes aber leider rares Gut. „Wer Interesse an IT und Gesundheit hat, ist bei uns an der richtigen Adresse. Wichtig ist, dass es menschlich passt, da spielt es keine Rolle welche körperliche Einschränkung jemand hat“, fasst Mazzotta den Fachkräftebedarf des Unternehmens kurz zusammen.

     

    Gepasst hat es auch zwischen Proß und der medDV im Frühjahr vergangenen Jahres. Der sehbehinderte junge Mann hat sich nach der Ausbildung noch an einem Studium der Informatik probiert, wegen „zu viel Theorie“ dann aber abgebrochen. In der Arbeitsagentur Gießen ist Nicole Feld-Götz, Ansprechpartnerin des Unternehmens, nach Erfassung einer vakanten Arbeitsstelle als Informatiker/in auf den arbeitslosen Christopher Proß aufmerksam geworden. „Fachlich hat er alle Kriterien erfüllt. Die Blindheit war für mich keinen Grund ihn dem Unternehmen nicht vorzuschlagen. Es gibt Hilfen um einen Arbeitsplatz barrierefrei auszustatten sowie weitere Fördermöglichkeiten“, erinnert sich Feld-Götz. „Die Firma medDV war sofort interessiert und nach einem kurzen Praktikum stand fest: Es gibt einen weiteren Informatiker im Unternehmen.“

    Als Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben, wurde der Arbeitsplatz blindentechnisch mit einer Brailletastatur ausgestattet und für die Einarbeitungsphase erhielt der Arbeitgeber einen Eingliederungszuschuss. Die blindentechnische Ausstattung wurde von der Arbeitsagentur Gießen gezahlt. Einen Eingliederungszuschuss für schwerbehinderte Menschen erhält der Betrieb für die erhöhte Einarbeitungszeit.

     

    „Die Arbeitsagentur unterstützt schwerbehinderte Menschen beim Berufseinstieg oder Wiedereinstieg und zeigt Fördermöglichkeiten für Unternehmen auf. Die Geschichte von Christopher Proß zeigt einmal mehr, wie bereichernd die Beschäftigung von Menschen mit einer Schwerbehinderung sein kann. Neben dem Mehrwert für die Zusammenarbeit im Betrieb, liegt darin auch eine besondere Chance für den Arbeitgeber, dem Fachkräftemangel zu begegnen“, erklärt Eckart Schäfer, Leiter der Arbeitsagentur Gießen.

     

    Seit mehr als 1,5 Jahren kümmert sich Proß nun um Rettungsdienste und Kliniken, die als Endkunden die Rettungssoftware seines Arbeitgebers nutzen. Er berät, beantwortet Fragen und hilft bei Störungen. Ist er nicht als Berater und Problemlöser im Einsatz, programmiert er. Im Kontakt mit externen Kunden benötigt Proß Hilfe durch den internen Support. Die Kolleginnen und Kollegen vom Support sind in der Remoteunterstützung mit dem Kunden seine Augen und Hände, denn barrierefrei kann er nur innerhalb des Unternehmens arbeiten und das gelingt nach Ansicht von Proß und seinem Vorgesetzten problemlos und vorbildlich.

    „Ich wurde hier sehr offen empfangen“, erinnert sich Christopher Proß an die erste Zeit im Unternehmen. „Ein paar wenige Kolleginnen und Kollegen waren unsicher und hatten Bedenken etwas Falsches zu sagen oder zu fragen. Aber ich habe die bestehenden Barrieren schnell abgebaut. Meine Blindheit ist Teil meines Lebens. Ich gehe damit ganz normal um und ich glaube das signalisiere ich auch meinem Gegenüber“.

    Barrieren im zwischenmenschlichen ergeben sich nach Meinung von Proß nur durch Klischees und Missverständnisse. Schon früh musste er lernen, nach Hilfe zu fragen und die Hilfe auch anzunehmen. Hier hat er fast immer gute Erfahrungen machen dürfen, sowohl an der Arbeit als auch in der Freizeit.

    Schwierigkeiten treten häufiger in den praktischen Abläufen auf. Von der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs, übers Einkaufen bis hin zu Formalitäten. Hier ist der junge Mann auf Hilfe aus dem Freundes- oder Kollegenkreis angewiesen. „Auch heute habe ich wieder zwei Schriftstücke dabei. Ich kenne weder die Adressaten noch den Inhalt. Ich kann es ja nicht lesen. Aber meine Kollegen helfen mir. Die kennen das schon“, schmunzelt Proß. „Vieles ist einfach nicht digital verfügbar. Dadurch tuen sich in meinem Alltag immer wieder Hürden auf.“

    Stolpersteine im Betrieb gibt es natürlich ebenfalls. Aber durch offene Kommunikation und ein wenig Erfindergeist konnten diese schnell aus dem Weg geräumt werden. „Christopher spricht Hindernisse an, dann setzen wir uns zusammen und finden gemeinsam Lösungen. Das gehört ganz selbstverständlich zu unserem Miteinander“, erklärt Mazzotta.

    So erfasst Proß seine Arbeits- und Urlaubszeiten eigenständig auf seinem Handy, da er das moderne Touch-Zeiterfassungssystem nicht bedienen kann. Auch das Touch-Display am Kaffeevollautomaten mit einer großen Auswahl an Kaffeespezialitäten macht es ihm unmöglich die richtige Kaffeewahl zu treffen. Hier improvisierten die Kolleginnen und Kollegen schnell, pragmatisch und vor allem kreativ. Das Display ist nun verziert mit kleinen Gumminoppen. Jeder Kaffee hat nun seine eigene Gumminoppe, die der sehbehinderte Kollege nun zuverlässig ertasten kann. Ein tolles Beispiel für gelebte Inklusion.

     

     

    Hintergrund:

    Am 3. Dezember 2022 ist der internationale Tag der Menschen mit Behinderung. Die Bundesagentur für Arbeit wirbt rund um diesen Tag dafür, Menschen mit Behinderung die gleichen Chancen einzuräumen wie allen anderen. Die Stärken Schwerbehinderter Menschen sollen in den Fokus gerückt werden.

     

    Von Oktober 2021 bis Oktober 2022 sank die Zahl der Arbeitslosen bundesweit um 10 Prozent, von 2,67 auf 2,39 Millionen. Die Zahl der Arbeitslosen mit Schwerbehinderung sank im gleichen Zeitraum nur um ca. 5 Prozent, von 174 auf 164 Tausend.

    Im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen waren 17.084 Menschen im Oktober 2022 erwerbslos gemeldet. Darunter waren 8,1 Prozent oder 1.382 Schwerbehinderte Menschen. Im Oktober des Vorjahres waren 857 Erwerbslose weniger gemeldet. Im Oktober 2021 waren 163 Schwerbehinderte Menschen mehr gemeldet.

     

    Für die Beschäftigung Schwerbehinderter können Arbeitgeber verschiedene finanzielle Hilfen erhalten. Von Eingliederungszuschüssen, über Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung bei Aus- und Weiterbildung bis hin zur behindertengerechten Ausgestaltung des Arbeitsplatzes. In der Arbeitsagentur Gießen berät Heiko Knorr unter der Rufnummer 0641 – 9393 302.

     

    Bild: Arbeitsagentur Gießen

    Das Bild zeigt den blinden Programmierer Christopher Proß an seinem Arbeitsplatz der Firma medDV, der mit Brailletastatur und Braillezeile ausgestattet ist.